marcel-krippendorf.de https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/ Tue, 06 Oct 2026 09:19:30 +0000 de-DE hourly 1 Shopware 6 und idealo: So konfigurieren Sie Ihren Produktfeed ohne Plugin https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/shopware-6-und-idealo-so-konfigurieren-sie-ihren-produktfeed-ohne-plugin/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/shopware-6-und-idealo-so-konfigurieren-sie-ihren-produktfeed-ohne-plugin/#comments Mon, 08 Jun 2026 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/shopware-6-und-idealo-so-konfigurieren-sie-ihren-produktfeed-ohne-plugin/ Weiterlesen

]]>

idealo ist einer der reichweitenstärksten Preisvergleiche im deutschsprachigen Raum. Wer dort mit korrekten Produktdaten präsent ist, gewinnt Sichtbarkeit in einem kaufbereiten Umfeld. Shopware 6 bietet dafür eine native Lösung über den Produktvergleich, ganz ohne zusätzliche Plugins. Das bedeutet: update-sichere Konfiguration, keine Plugin-Abhängigkeiten und volle Kontrolle über Ihre Feed-Daten. Diese Anleitung zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie einen idealo-Produktfeed anlegen, korrekt konfigurieren und typische Stolperfallen vermeiden.

Die vollständige Spezifikation aller Feed-Attribute finden Sie in der offiziellen idealo-CSV-Dokumentation. Diese Anleitung verweist an den relevanten Stellen darauf.

Vorbereitung: Dynamische Produktgruppe anlegen

Als Basis benötigen Sie eine dynamische Produktgruppe. So gehen Sie vor:

Navigieren Sie im Adminbereich zu Kataloge → Dynamische Produktgruppen. Erstellen Sie hier eine neue Gruppe mit einem aussagekräftigen Namen, z. B. idealo Feed oder Aktive Produkte.

Unter den Bedingungen definieren Sie, welche Produkte in den Feed aufgenommen werden sollen. Damit nur aktive und verfügbare Produkte erscheinen, legen Sie zwei Bedingungen an:

  1. Aktiv → Ja
  2. Lagerbestand → größer/gleich → 1
sw idealo feed

Diese Regeln stellen sicher, dass nur verfügbare Produkte mit Lagerbestand exportiert werden. Den Schwellenwert für den Lagerbestand passen Sie bei Bedarf an Ihr Geschäftsmodell an. Speichern Sie die dynamische Produktgruppe.

Produktvergleich anlegen

Im nächsten Schritt legen Sie den eigentlichen idealo-Feed an. Shopware 6 bringt dafür ein vorgefertigtes idealo-Template mit, das die grundlegende Feed-Struktur bereits enthält.

Klicken Sie in der linken Seitenleiste bei den Verkaufskanälen auf das ⊕-Symbol und wählen Sie Produktvergleich aus. Klicken Sie anschließend auf Verkaufskanal anlegen.

CleanShot 2026 06 08 at 08.44.23 2x

Template-Auswahl

Im ersten Schritt wählen Sie das Template aus. Shopware bietet hier bereits ein vorgefertigtes idealo-Template an. Wählen Sie dieses aus und bestätigen Sie mit Template übernehmen. Das Template enthält die grundlegende Kopfzeile und Produktzeile für den idealo-Feed. Im weiteren Verlauf dieser Anleitung schauen wir uns das Template genauer an und passen es bei Bedarf an.

Grunddaten

Vergeben Sie zunächst einen Namen für den Verkaufskanal, z. B. Idealo. Dieser Name erscheint anschließend in der linken Seitenleiste im Admin-Menü.

Im Bereich Zahlung und Versand konfigurieren Sie:

  • Steuerberechnung: Zeilenweise horizontale Berechnung (Steuer wird pro Produkt berechnet)
  • Storefront Verkaufskanal: Wählen Sie Ihren Shop aus
  • Verkaufsdomain: Wählen Sie Ihre Haupt-Shop-Domain


sw idealo feed 2

Produktexport

Scrollen Sie weiter zum Bereich Produktexport und konfigurieren Sie die folgenden Einstellungen:

  • Dateiname: Im Standard idealo.csv. Sie können den Dateinamen anpassen, die Endung .csv sollte erhalten bleiben.
  • Zeichenkodierung: UTF-8 (idealo unterstützt alternativ ISO-8859-1)
  • Dateiformat: CSV
  • Varianten als eigene Produkte exportieren: Unbedingt aktivieren. Dieser Punkt ist für idealo besonders relevant, da Varianten mit Größen- und Farbangaben auf idealo filterbar gemacht werden können. Ohne separate Varianten im Feed verlieren Sie Sichtbarkeit, sobald Nutzer nach einer bestimmten Größe oder Farbe filtern. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Variantenübertragung die Conversion Rate auf idealo erheblich steigern kann.
  • Generierungsintervall: 1 Tag hat sich als sinnvoller Standardwert für Shops mit stabilen Angebotsdaten bewährt. Passen Sie das Intervall an die Aktualisierungshäufigkeit Ihrer Angebotsdaten an: Ändern sich Preise oder Verfügbarkeiten in Ihrem Shop häufiger, sollte auch der Feed entsprechend öfter neu generiert werden. Andernfalls übermitteln Sie veraltete Preise oder Bestände an idealo, was zu Abweichungen zwischen Preisvergleich und Shop führt. Zur Einordnung: idealo ruft die bereitgestellten Daten in der Regel alle 30 Minuten ab.
  • Per Scheduler generieren: Aktivieren. Der Feed wird dann automatisch im gewählten Intervall aktualisiert, ohne Ihr Zutun.
  • Dynamische Produktgruppe: Wählen Sie die zuvor erstellte Gruppe aus (in unserem Beispiel Idealo)
sw idealo feed 3

Scrollen Sie anschließend zum Bereich Status und aktivieren Sie den Verkaufskanal. Speichern Sie Ihre Einstellungen.

Sobald das erfolgt ist, erscheinen neue Tabs im Produktvergleich, darunter auch der Reiter Template. Dort finden Sie bereits das vorgefertigte idealo-Template mit Kopfzeile und Produktzeile.

Template prüfen und anpassen

Nach dem Speichern wechseln Sie zum Reiter Template. Durch die Auswahl des idealo-Templates im ersten Schritt sind Kopfzeile und Produktzeile bereits vorbefüllt. Prüfen Sie diese Vorgaben und passen Sie sie bei Bedarf an Ihre Anforderungen an. idealo erwartet eine CSV-Datei mit definierten Spaltenüberschriften. Shopware gibt Ihnen über den Twig-Code die volle Kontrolle über das Feed-Format. Welche Attribute idealo im Einzelnen erwartet und welche Anforderungen für jedes Feld gelten, dokumentiert idealo in der CSV-Dokumentation.

Kopfzeile

Klicken Sie auf Template → Kopfzeile und fügen Sie folgenden Code ein:

"categoryPath",{#- -#}
"brand",{#- -#}
"title",{#- -#}
"price",{#- -#}
"basePrice",{#- -#}
"hans",{#- -#}
"eans",{#- -#}
"deliveryCosts",{#- -#}
"url",{#- -#}
"delivery",{#- -#}
"sku",{#- -#}
"imageUrls",{#- -#}
"description",{#- -#}
"paymentCosts_CashInAdvance",{#- Change or add your payment methods -#}
"paymentCosts_CashOnDelivery",{#- Change or add your payment methods -#}
"paymentCosts_Invoice"{#- Change or add your payment methods -#}

Die Kopfzeile definiert die Spaltenüberschriften Ihres Feeds. Ergänzen Sie bei Bedarf weitere Spalten, etwa voucherCode, specialPrice, condition, conditionType oder deliveryComment.

Hinweis zu den Versandkosten: Übergeben Sie im Feed immer die günstigsten Versandkosten je Angebot in einer Spalte. Die Versanddienstleister selbst pflegen Sie im idealo Business Center, nicht über den Feed.

Template der Produktzeile

Scrollen Sie im Reiter Template nach unten zum Produktblock und tragen Sie folgenden Code ein:

"{%- if product.categories.count > 0 -%}
    {{ product.categories.first.getBreadCrumb|slice(1)|join(' > ')|raw }}{#- -#}
{%- endif -%}",{#- -#}
"{{ product.manufacturer.translated.name ?? '' }}",{#- -#}
"{{ product.translated.name }}",{#- -#}
{% set price = product.calculatedPrice %}
{%- if product.calculatedPrices.count > 0 -%}
    {% set price = product.calculatedPrices.last %}
{%- endif -%}
"{{ price.unitPrice|number_format(2, '.', '') }}",{#- -#}
"{%- if price.referencePrice is not null -%}
    {{ price.referencePrice.price|currency }} / {{ price.referencePrice.referenceUnit }} {{ price.referencePrice.unitName }}{#- -#}
{%- endif -%}",{#- -#}
"{{ product.manufacturerNumber }}", {#- -#}
"{{ product.ean }}",{#- -#}
"4.95",{#- Change to your delivery costs -#}
"{{ seoUrl('frontend.detail.page', {'productId': product.id}) }}",{#- -#}
"{%- if product.availableStock >= product.minPurchase and product.deliveryTime -%}
    {{ "detail.deliveryTimeAvailable"|trans({'%name%': product.deliveryTime.translation('name')}) }}{#- -#}
{%- elseif product.availableStock < product.minPurchase and product.deliveryTime and product.restockTime -%}
    {{ "detail.deliveryTimeRestock"|trans({'%count%': product.restockTime,'%restockTime%': product.restockTime,'%name%': product.deliveryTime.translation('name')}) }}{#- -#}
{%- else -%}
    {{ "detail.soldOut"|trans }}{#- -#}
{%- endif -%}",{#- -#}
"{{ product.productNumber }}",{#- -#}
"{% if product.cover is not null %}{{ product.cover.media.url }}{% endif %}",{#- -#}
"{{ product.translated.description|striptags|raw|length > 300 ? product.translated.description|striptags|raw|slice(0,300) ~ '...' : product.translated.description|striptags|raw }}",{#- -#}
"0.00",{#- Change or add your payment methods -#}
"0.00",{#- Change or add your payment methods -#}
"0.00"{#- Change or add your payment methods -#}

Versandkosten korrekt konfigurieren

Die korrekte Übermittlung der Versandkosten ist ein häufiger Stolperstein bei Shopware-Feeds für idealo. In vielen Shopware-Installationen wird im Template ein fest hinterlegter Standardwert von 4,95 € ausgegeben, unabhängig von den tatsächlichen Versandeinstellungen des Shops. Dieses Problem entsteht, wenn der Versandkostenwert im Template hartkodiert ist, anstatt aus der Shopware-Versandkonfiguration gelesen zu werden.

So vermeiden Sie diesen Fehler:

Im obigen Template ist die betreffende Stelle die Zeile "4.95",{#- Change to your delivery costs -#}. Der Twig-Kommentar Change to your delivery costs markiert genau den Wert, der angepasst werden muss. Ersetzen Sie den Wert 4.95 durch Ihre tatsächlichen Versandkosten.

Zwei Formatregeln sind dabei zu beachten: Übermitteln Sie Preise und Versandkosten als reine Zahlenwerte ohne Währungszeichen. Verwenden Sie deshalb nicht den Twig-Filter |currency, denn dieser hängt das Währungssymbol an die Ausgabe an. Nutzen Sie stattdessen |number_format oder feste Zahlenwerte, wie im Template oben gezeigt. Außerdem muss bei allen Preisangaben, also bei Preisen und Versandkosten, durchgängig dasselbe Dezimaltrennzeichen verwendet werden. Mischen Sie nicht Punkt und Komma innerhalb eines Feeds.

Im Folgenden finden Sie Templates für die gängigsten Versandmodelle.

Standardfall: Festpreis mit Versandkostenfrei-Grenze

Das häufigste Modell im deutschen E-Commerce: Bis zu einem bestimmten Warenwert fallen feste Versandkosten an, darüber ist der Versand kostenlos.

{% if product.shippingFree or price.unitPrice >= 49 %}0.00{% else %}4.95{% endif %}

In diesem Beispiel: 4,95 € Versandkosten, ab 49 € Warenwert versandkostenfrei. Passen Sie beide Werte an Ihre Konditionen an.

Gestaffelte Versandkosten nach Warenwert

Wenn Ihre Versandkosten je nach Warenwert variieren, bilden Sie die Staffelung mit mehreren Bedingungen ab:

{% if product.shippingFree or price.unitPrice >= 49 %}0.00{% elseif price.unitPrice >= 20 %}3.95{% else %}4.95{% endif %}

Dieses Beispiel zeigt eine dreistufige Staffelung: versandkostenfrei ab 49 €, 3,95 € ab 20 € Warenwert, darunter 4,95 €.

Versandkosten nach Gewicht

Shops mit gewichtsabhängigen Versandkosten können das Produktgewicht aus Shopware im Template auswerten:

{% if product.shippingFree %}0.00{% elseif product.weight is defined and product.weight > 31.5 %}9.95{% elseif product.weight is defined and product.weight > 10 %}6.95{% else %}4.95{% endif %}

In diesem Beispiel: 4,95 € bis 10 kg, 6,95 € bis 31,5 kg, 9,95 € darüber. Voraussetzung ist, dass das Gewicht in Shopware bei Ihren Produkten gepflegt ist. Prüfen Sie die Gewichtsschwellen anhand Ihrer tatsächlichen Versanddienstleister-Konditionen.

Hinweis: In der Praxis sind Versandkosten-Logiken oft komplexer als diese Beispiele. Gewichtsstaffeln mit Freigrenzen, Sperrgut-Zuschläge oder länderspezifische Regeln lassen sich ebenfalls im Template abbilden, erfordern aber eine individuelle Konfiguration.

Ihre Versandlogik passt in keines dieser Beispiele?

Gestaffelte Versandkosten, Sperrgut, mehrere Versanddienstleister: Ich bilde Ihre Versandlogik exakt im Feed-Template ab. Als Shopware-Partner mit neun Jahren Erfahrung erhalten Sie von mir den Feed, der für Sie verkauft.

Jetzt Gespräch vereinbaren

Lieferzeiten korrekt übermitteln

Ein häufiges Problem bei Shopware-Feeds: Als Lieferzeit wird „Nicht mehr verfügbar" übermittelt, obwohl die Produkte im Shop lagernd und bestellbar sind. Die Fehlerquelle steckt im Standardtemplate selbst. Der Lieferzeit-Block greift in drei Stufen:

  1. Ist der verfügbare Bestand größer/gleich der Mindestbestellmenge und eine Lieferzeit am Produkt gepflegt, wird die Lieferzeit ausgegeben.
  2. Ist der Bestand zu niedrig, aber Lieferzeit und Wiederauffüllzeit gepflegt, wird die Wiederauffüll-Angabe ausgegeben.
  3. In allen anderen Fällen greift detail.soldOut, und genau dieser Fallback erzeugt den Text „Nicht mehr verfügbar" im Feed.

Der dritte Fall tritt auch bei lagernden, bestellbaren Produkten ein, wenn keine Lieferzeit am Produkt gepflegt ist. Der Bestand allein reicht nicht: Fehlt die Lieferzeit-Zuweisung, landet das Produkt im Fallback.

Lösung: Stellen Sie sicher, dass jedem Produkt in Shopware eine Lieferzeit zugewiesen ist (im Produkt unter Lieferbarkeit → Lieferzeit). Für Produkte mit Bestandslücken pflegen Sie zusätzlich die Wiederauffüllzeit. idealo erwartet konkrete Zeitangaben in Werktagen, etwa „1-3 Werktage". Angaben wie „versandfertig" oder Relativierungen wie „voraussichtlich" sind laut idealo-Spezifikation nicht zulässig.

Ergänzende Angaben wie Wochenarbeitstage, Cutoff-Zeiten und Versandlagerstandort hinterlegen Sie direkt im idealo Business Center.

Varianten und Textquoting

Die Übertragung von Varianten ist für idealo geschäftskritisch. Wenn ein Kunde auf idealo nach einer bestimmten Größe oder Farbe filtert, erscheinen nur Angebote, die diese Information im Feed liefern. Ohne Varianten im Feed sind Ihre Produkte bei aktiviertem Filter unsichtbar.

In Shopware 6 aktivieren Sie die Variantenübertragung in den Einstellungen des Produktvergleichs unter „Varianten als eigene Produkte exportieren". Jede Variante wird dann als eigene Zeile im CSV-Feed ausgegeben.

Wichtig: Jede Variante muss ihre eigene EAN besitzen. Übergeben Sie nicht die EAN des Hauptprodukts für alle Varianten. Die EAN identifiziert das Produkt in einer spezifischen Ausführung (Größe, Farbe), und nur mit der korrekten Varianten-EAN kann idealo Ihr Angebot dem richtigen Produkt im Katalog zuordnen. Pflegen Sie die EAN in Shopware daher auf Variantenebene, nicht nur am Hauptprodukt.

Textquoting: Die häufigste Fehlerquelle im CSV-Feed

Eines der hartnäckigsten Probleme bei CSV-Feeds aus Shopware betrifft das Textquoting. Dieses Problem ist nicht auf Varianten beschränkt, sondern betrifft jedes Textfeld im Feed: Produktname, Beschreibung, Kategoriepfad, Herstellername und bei Varianten zusätzlich die angehängten Attribute wie Farbe und Größe.

Die Ursache: Shopware gibt Textinhalte so aus, wie sie in der Datenbank stehen. Wenn diese Inhalte Zeichen enthalten, die der CSV-Parser als Steuerzeichen interpretiert, verschiebt sich die Spaltenstruktur. Konkret sind das:

  • Das Trennzeichen (z. B. Semikolon oder Tab) im Text selbst, etwa in Produktnamen wie „Schrank, weiß" bei einem kommaseparierten Feed
  • Anführungszeichen in Produkttexten, die das CSV-Quoting brechen
  • Zeilenumbrüche (\n, \r) in Beschreibungen, die vom Parser als neue Zeile interpretiert werden
  • Tabulatoren (\t) in kopierten Texten
  • HTML-Entities wie &quot;, &amp;, &lt;, &gt;, die aus dem Rich-Text-Editor stammen und im CSV-Feed als Klartext erscheinen sollen

Lösung: Alle Textfelder im Template bereinigen

Jedes Feld, das Freitext enthalten kann, muss im Template mit einer Filterkette versehen werden, die diese problematischen Zeichen ersetzt. Ersetzen Sie dazu in Ihrem Template jede rohe Textausgabe durch die bereinigte Variante:

Statt:

{{ product.translated.name }}

Verwenden Sie:

{{ product.translated.name|replace({(separator): ' ', "\n": ' ', "\r": ' ', "\t": ' ', '"': "'", """: "'", "&": "&", "<": "<", ">": ">"})|trim|raw }}

Diese Filterkette leistet im Einzelnen Folgendes:

  • (separator): ' ' ersetzt das Trennzeichen im Text durch ein Leerzeichen
  • "\n": ' ', "\r": ' ', "\t": ' ' entfernt Zeilenumbrüche und Tabulatoren
  • '"': "'" ersetzt doppelte Anführungszeichen durch einfache
  • "&quot;": "'" wandelt das HTML-Entity für Anführungszeichen in ein einfaches um
  • "&amp;": "&", "&lt;": "<", "&gt;": ">" dekodiert gängige HTML-Entities
  • |trim entfernt führende und abschließende Leerzeichen
  • |raw verhindert, dass Twig die Ausgabe erneut HTML-kodiert

Diese Filterkette gehört an jedes Textfeld im Template. Konkret betrifft das folgende Felder:

  • product.translated.name (Produktname)
  • product.translated.description (Beschreibung, zusätzlich |striptags voranstellen)
  • product.manufacturer.translated.name (Herstellername)
  • product.categories...getBreadCrumb (Kategoriepfad)
  • product.deliveryTime.translated.name (Lieferzeit)

Felder, die ausschließlich Zahlen, URLs oder normierte Codes enthalten (EAN, Artikelnummer, Preis, Bild-URL), benötigen diese Bereinigung nicht.

Prüfen Sie den generierten Feed stichprobenartig, indem Sie ihn in einem Texteditor öffnen (nicht in Excel, da Excel CSV-Fehler maskiert). Ein verschobenes Trennzeichen oder ein unerwarteter Zeilenumbruch fällt dort sofort auf.

Leerzeilen im Feed vermeiden

idealo meldet bei vielen Shopware-Feeds Leerzeilen, die als fehlerhafte Datensätze interpretiert werden. Die Ursache liegt fast immer im Template: Jeder Zeilenumbruch im Twig-Code des Produktblocks wird von Shopware als Zeilenumbruch in der CSV-Datei ausgegeben.

Regel: Der gesamte Inhalt des Produktblocks muss in einer einzigen, durchgängigen Zeile stehen. Verwenden Sie keine Zeilenumbrüche zwischen den Feldern, auch nicht zur besseren Lesbarkeit im Admin. Twig-Kommentare mit Zeilenumbrüchen oder mehrzeilige {% if %}-Blöcke erzeugen ebenfalls ungewollte Leerzeilen.

Falls Sie den Twig-Code zur Bearbeitung in einem externen Editor formatieren, achten Sie darauf, vor dem Einfügen in Shopware alle Zeilenumbrüche wieder zu entfernen.

Filteroptionen: SIZE und COLOUR

idealo bietet Nutzern die Möglichkeit, Produkte nach Größe und Farbe zu filtern. Diese Funktion erhöht die Klicks zum Shop um bis zu 84 %. Angebote ohne Größen- oder Farbangabe werden Nutzern, die den Filter aktiviert haben, nicht angezeigt.

Für die Implementierung benötigen Sie zwei zusätzliche Spalten im Feed: colour und size. Im obigen Template werden diese Werte aus den Shopware-Produkteigenschaften gelesen. Voraussetzung ist, dass Ihre Eigenschaftsgruppen in Shopware korrekt als „Farbe" und „Größe" benannt sind.

Hinweis für Schuhe: idealo empfiehlt für Schuhe die Übermittlung von EU-Größen (z. B. 40, 41.5, 43). UK- und US-Größen sind zulässig, müssen aber entsprechend gekennzeichnet werden, z. B. UK 9.5.

Nach der Feedumstellung informieren Sie das Technische Account Management von idealo unter tam@idealo.de, damit die neuen Spalten in Ihrem Konto freigeschaltet werden.

Freitextfelder: description und deliveryComment

idealo bietet zwei Freitextfelder, über die Sie Ihre Angebote mit zusätzlichen Informationen anreichern. Beide Felder haben klare Vorgaben, deren Nichteinhaltung zu einer fehlerhaften Produktzuordnung oder zur Ablehnung des Angebots führen kann.

description: Die Produktbeschreibung

Die Produktbeschreibung hilft idealo, Ihre Artikel dem richtigen Produkt im Katalog zuzuordnen. Je genauer und ausführlicher die Beschreibung, desto besser die Zuordnung und damit die Sichtbarkeit Ihres Angebots. Es gelten folgende Vorgaben:

  • Maximal 1000 Zeichen reiner Text
  • Kein HTML und keine sonstigen Formatierungen. Der Filter |striptags im Template entfernt HTML-Tags aus der Shopware-Beschreibung.
  • Bei Videospielen und Filmen: Angaben zur Altersbeschränkung gemäß USK/FSK hier übermitteln
  • Bei Spielzeug: die gesetzlichen Warnhinweise hier übermitteln

deliveryComment: Der Versandkommentar

Über den Versandkommentar übermitteln Sie zusätzliche Informationen zu Ihren Versandmodalitäten, etwa „kostenlose Abholung in 39179 Barleben möglich". Es gelten folgende Vorgaben:

  • Maximal 150 Zeichen reiner Text
  • Kein HTML und keine sonstigen Formatierungen
  • Keine Promotions- oder Werbetexte. Das Feld ist ausschließlich für versandbezogene Informationen vorgesehen.

Auch beim Versandkommentar ist der Mindermengenzuschlag ein relevanter Anwendungsfall: Falls Sie einen Mindermengenzuschlag erheben, empfiehlt idealo, im Versandkommentar darauf hinzuweisen, z. B. „Ein Mindermengenzuschlag von X EUR ist bereits in den Versandkosten enthalten. Dieser entfällt ab XX EUR!"

Beide Freitextfelder sind Textfelder im Sinne des oben beschriebenen Textquotings: Wenden Sie auch hier die Bereinigungs-Filterkette an.

Gebrauchte Angebote kennzeichnen

Wenn Sie gebrauchte, generalüberholte oder B-Ware-Artikel anbieten, müssen diese auf idealo eindeutig gekennzeichnet werden. Wichtig zu wissen: Selbst Artikel mit der Kennzeichnung „wie neu" gelten bei idealo als Gebrauchtware. Auch Demo-Ware und Refurbished-Geräte fallen in diese Kategorie. Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht können zum Ausschluss von der Listung führen.

Für die Kennzeichnung stellt idealo zwei Attribute bereit, die immer in Kombination übermittelt werden:

conditionType: Der Zustand des Artikels

Das Attribut conditionType beschreibt, um welche Art von Angebot es sich handelt. Erlaubte Werte:

  • NEW: Neuware mit vollem Lieferumfang (Originalware inkl. Originalzubehör)
  • AS_NEW: Artikel „wie neu", z. B. unversehrte Kundenretouren oder Ausstellungsstücke mit unbeschädigter Ware
  • REFURBISHED: Generalüberholte Geräte, die vom Hersteller oder Händler geprüft, gereinigt und aufbereitet wurden
  • USED: Gebrauchte Artikel

condition: Die Bewertung des Zustands

Das Attribut condition bewertet den konkreten Zustand eines gebrauchten Produkts. Erlaubte Werte:

  • EXCELLENT: Hervorragender Zustand, keine sichtbaren Gebrauchsspuren
  • VERY_GOOD: Sehr guter Zustand, minimale Gebrauchsspuren
  • GOOD: Guter Zustand, sichtbare, aber geringfügige Gebrauchsspuren
  • ACCEPTABLE: Akzeptabler Zustand, deutliche Gebrauchsspuren bei voller Funktionsfähigkeit

Beispiel im Feed

Ein generalüberholtes Smartphone in sehr gutem Zustand würde im Feed so übermittelt:

title price conditionType condition
Apple iPhone 13 128 GB blau (Refurbished) 429.00 REFURBISHED VERY_GOOD

In Shopware pflegen Sie den Zustand am einfachsten über Zusatzfelder am Produkt (z. B. idealo_condition_type und idealo_condition) und geben diese im Template aus:

"{{ product.customFields.idealo_condition_type ?? 'NEW' }}",{#- -#}
"{{ product.customFields.idealo_condition ?? '' }}",{#- -#}

Ergänzen Sie dazu in der Kopfzeile die Spalten "conditionType" und "condition". Ein weiterer Hinweis für Wiederverkäufer: Bei differenzbesteuerten Artikeln verlangt idealo eine eindeutige Kennzeichnung im Angebotstitel. Die Bezeichnung „ggfs. differenzbesteuert" ist nicht zulässig, und zusätzlich muss gekennzeichnet sein, ob der Artikel neu oder gebraucht ist.

Gutscheine für besseres Ranking

Gutscheine bieten auf idealo eine effektive Möglichkeit, das eigene Ranking zu verbessern. Der rabattierte Preis wird direkt im Preisvergleich angezeigt, was zu einer besseren Platzierung und mehr Klicks führt.

Für die Einbindung benötigen Sie zwei zusätzliche Spalten im Feed:

  • VOUCHERCODE: Der Gutscheincode mit Beschreibung und Gültigkeitszeitraum, z. B. SOMMER2026 (10 % Rabatt auf dieses Angebot / gültig bis 30.09.2026)
  • SPECIAL PRICE: Der bereits rabattierte Preis. Nur für Produkte befüllen, die einen aktiven Gutschein haben.

In der Kopfzeile ergänzen Sie entsprechend:

{{ separator }}voucherCode{{ separator }}specialPrice

Im Produktblock fügen Sie am Ende an:

{{ separator }}{% if product.customFields.idealo_voucher_code is defined %}{{ product.customFields.idealo_voucher_code }}{% endif %}{{ separator }}{% if product.customFields.idealo_special_price is defined %}{{ product.customFields.idealo_special_price }}{% endif %}

Dieses Beispiel nutzt Zusatzfelder (customFields) in Shopware, um den Gutscheincode und den Sonderpreis pro Produkt zu pflegen. Alternativ können Sie die Gutscheindaten über eine andere Logik bereitstellen.

Wichtige Hinweise zur Gutscheinübermittlung:

  • Gutscheine dürfen nicht im Voraus übermittelt werden und müssen zum Ende des Aktionszeitraums aus dem Feed entfernt werden.
  • Pro Angebot ist nur ein Gutschein zulässig.
  • Gutscheinaktionen müssen für alle Käufergruppen verfügbar sein. Aktionen nur für Neukunden sind nicht zulässig.
  • Maximal 200 Zeichen pro Gutscheineintrag.
  • Bei erstmaliger Einbindung kontaktieren Sie tam@idealo.de zur Freischaltung der Spalten.

Fußzeile

Die Fußzeile bleibt bei einem CSV-Feed leer. Tragen Sie unter Template → Fußzeile keinen Code ein, da jede Ausgabe hier als zusätzliche Zeile im CSV interpretiert wird und zu Fehlern beim Import führen kann.

Vorschau und Feed testen

Speichern Sie Ihre Änderungen und klicken Sie auf Vorschau generieren. Shopware zeigt Ihnen einige Beispieldaten, anhand derer Sie prüfen können, ob alle Felder korrekt befüllt sind.

Rufen Sie anschließend die Export-URL (im Reiter Allgemein unter API-Zugang) im Browser auf. Prüfen Sie den generierten Feed auf folgende Punkte:

  • Spaltenstruktur: Stimmt die Anzahl der Spalten in jeder Zeile mit der Kopfzeile überein?
  • Versandkosten: Entsprechen die Werte Ihren tatsächlichen Konditionen, nicht dem Standardwert 4,95 €?
  • Lieferzeiten: Werden konkrete Zeitangaben ausgegeben, kein „Nicht mehr verfügbar"?
  • Leerzeilen: Enthält der Feed leere Zeilen zwischen den Produkten?
  • Varianten: Erscheinen Varianten als separate Zeilen mit korrekten Titeln?
  • Sonderzeichen: Werden Anführungszeichen und Trennzeichen in Produkttexten korrekt maskiert?

Tipp: Öffnen Sie den Feed in einem Texteditor (nicht in Excel), um die tatsächliche Struktur zu sehen. Excel interpretiert CSV-Dateien automatisch und maskiert dabei mögliche Formatierungsfehler.

Sie haben Fehler in Ihrem Feed gefunden oder möchten eine zweite Meinung?

Im idealo Feed-Check prüfe ich Ihren bestehenden Feed auf alle in diesem Artikel beschriebenen Fehlerquellen: Versandkosten, Lieferzeiten, Leerzeilen, Textquoting und Varianten. Sie erhalten von mir einen fertigen idealo-Feed, der für Sie verkauft.

Jetzt Gespräch vereinbaren

Feed-Übersicht: idealo-Attribute und ihre Shopware-Zuordnung

Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten idealo-Attribute und ihre Entsprechung in Shopware 6. Die vollständige Spezifikation aller Attribute, einschließlich der Spezialattribute für KFZ-Teile, Reifen, Wein, Kosmetik und pharmazeutische Produkte, finden Sie in der idealo-CSV-Dokumentation.

Grundsatz: Übermitteln Sie alle Daten, die in Ihrem Shop verfügbar sind, auch wenn eine Listung technisch bereits mit weniger Attributen möglich wäre. Je vollständiger Ihr Feed, desto besser kann idealo Ihre Angebote zuordnen, darstellen und in den Filtern ausspielen. Ein bewusst reduzierter Feed kostet Sichtbarkeit.

idealo-Attribut Shopware-Feld
sku product.productNumber
title product.translated.name
brand product.manufacturer.translated.name
price calculatedPrice.unitPrice
delivery product.deliveryTime.translated.name
deliveryCosts Template-Logik (s. oben)
url seoUrl()
eans product.ean (auf Variantenebene gepflegt)
hans product.manufacturerNumber
imageUrls product.cover.media.url
colour Eigenschaft „Farbe"
size Eigenschaft „Größe"
basePrice Grundpreis-Berechnung
categoryPath product.categories Breadcrumb
description product.translated.description
deliveryComment customFields (individuell)
conditionType customFields (individuell)
condition customFields (individuell)
voucherCode customFields (individuell)
specialPrice customFields (individuell)

Feed bei idealo einreichen

Shopware generiert für jeden Produktvergleich eine individuelle Feed-URL. Diese finden Sie im Reiter Allgemein unter API-Zugang. Übermitteln Sie diese URL an idealo. Über diese URL ruft idealo den Feed automatisiert ab. Die Daten werden dabei nach dem von Ihnen konfigurierten Generierungsintervall neu erzeugt, ob alle paar Stunden, einmal am Tag oder einmal pro Woche. Sie müssen also keine Datei manuell auf einem Webserver ablegen; Shopware stellt den Feed direkt über die generierte URL bereit.

Fazit

Shopware 6 bringt alle Werkzeuge für einen vollständigen idealo-Produktfeed nativ mit. Die dynamischen Produktgruppen stellen sicher, dass nur aktuelle, lagernde Produkte im Feed erscheinen. Das Twig-basierte Template gibt Ihnen die volle Kontrolle über Struktur und Inhalt Ihrer Feed-Daten. Die typischen Shopware-Stolperfallen bei idealo-Feeds, hartkodierte Versandkosten, fehlerhafte Lieferzeiten, Leerzeilen und Quoting-Probleme bei Varianten, lassen sich mit den hier beschriebenen Maßnahmen zuverlässig vermeiden. Das Ergebnis: eine update-sichere, wartbare Lösung ohne Plugin-Abhängigkeiten.

Nicht jeder Feed lässt sich mit den hier gezeigten Standardbeispielen abdecken. Wenn Ihre Anforderungen über diese Anleitung hinausgehen, unterstütze ich Sie gern. Typische Szenarien, bei denen eine individuelle Konfiguration sinnvoll ist:

  • Komplexe Versandkosten-Logiken (Sperrgut-Zuschläge, Gewichtsstaffeln mit Freigrenzen, mehrere Versanddienstleister mit unterschiedlichen Konditionen)
  • Gutschein-Anbindung mit automatisierter Steuerung über Zusatzfelder oder Rule Builder
  • Kennzeichnung von Gebrauchtware und Refurbished-Sortimenten über Zusatzfelder
  • Integration von Energieverbrauchskennzeichnungen (EEC-Attribute) für kennzeichnungspflichtige Produkte
  • Mehrsprachige oder länderspezifische Feed-Konfigurationen
  • Bereinigung bestehender Feeds mit Quoting-Fehlern, Leerzeilen oder fehlerhaften Lieferzeiten
  • Anbindung weiterer Preisvergleichsportale neben idealo (Google Shopping, billiger.de, Geizhals)
]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/shopware-6-und-idealo-so-konfigurieren-sie-ihren-produktfeed-ohne-plugin/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Widerrufsbutton in Shopware: was gilt? Wer ist betroffen? https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/widerrufsbutton-in-shopware-was-gilt-wer-ist-betroffen/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/widerrufsbutton-in-shopware-was-gilt-wer-ist-betroffen/#comments Wed, 03 Jun 2026 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/widerrufsbutton-in-shopware-was-gilt-wer-ist-betroffen/ Weiterlesen

]]>
Ab dem 19. Juni 2026 wird der Widerrufsbutton in Online-Shops zur Pflicht

Die EU-Richtlinie 2023/2673 verpflichtet ab diesem Stichtag alle B2C-Onlineshops, einen digitalen Widerrufsbutton bereitzustellen. Der Gedanke dahinter ist nachvollziehbar: Wer einen Vertrag online schließt, soll ihn auch online widerrufen können. Mit einem Klick statt per PDF-Anhang und Postweg.

Für Shopware-Betreiber ist das in erster Linie eine technische Aufgabe. Mit der Shopware-Version 6.7.9.0 steht die Funktion nativ zur Verfügung, in Shopware 5 lässt sich der Button über ein kostenloses Plugin nachrüsten. Bevor Sie zur Umsetzung kommen, lohnt jedoch eine Vorfrage: Gilt die Pflicht überhaupt für Ihren Shop?

Wer ist von der Pflicht betroffen?

B2C-Shops in der EU: klar betroffen

Sobald Ihr Unternehmen seinen Sitz in einem EU-Mitgliedsstaat hat und Sie Verträge mit Verbrauchern abschließen, greift die Pflicht. Das gilt für physische Waren ebenso wie für digitale Inhalte, Abonnements und Finanzdienstleistungen.

Reine B2B-Shops: nicht betroffen

Wenn Sie ausschließlich an Unternehmen verkaufen, brauchen Sie keinen Widerrufsbutton. Das gesetzliche Widerrufsrecht besteht im B2B-Bereich nicht, also greift auch die neue Pflicht nicht. Wichtig dabei: Das gilt nur, wenn Ihre Shop-Logik konsequent B2B abbildet. Sobald auch nur einzelne Privatkunden bestellen können, befinden Sie sich in der Mischsituation und damit faktisch im B2C-Modus. Diese Grauzone ist in der Praxis ein häufiger Auslöser für Unsicherheit.

Shops aus Drittländern wie der Schweiz: kommt auf die Ausrichtung an

Hier wird die Einordnung feiner. Ein Schweizer Shop, der ausschließlich in die Schweiz verkauft, ist nicht betroffen. Sobald Sie Ihr Angebot aber gezielt an Verbraucher in der EU richten, gilt die Richtlinie auch für Sie. Indikatoren für eine EU-Ausrichtung sind:

  • Lieferung in EU-Mitgliedsstaaten
  • Preisangaben in Euro
  • Spracheinstellungen für EU-Sprachen jenseits der Landessprache
  • Domain mit EU-Bezug (.de, .at, .eu)
  • EU-Adresse im Impressum oder lokale Service-Hotlines

In der Praxis sehe ich diese Frage besonders häufig bei Schweizer Shops, die selbstverständlich auch nach Deutschland und Österreich liefern. Wer den DACH-Markt bedient, fällt unter die Pflicht. Bei Unsicherheit gehört diese Einordnung an einen spezialisierten Anwalt.

Ausnahmen innerhalb des B2C-Bereichs

Auch innerhalb des B2C-Geschäfts gibt es Produkte, für die kein Widerrufsrecht und damit auch keine Button-Pflicht besteht. Dazu zählen individuell angefertigte Waren, Sonderanfertigungen sowie digitale Downloads, bei denen der Kunde vor dem Bezug auf sein Widerrufsrecht verzichtet hat. Besteht Ihr Sortiment ausschließlich aus solchen Produkten, sind Sie nicht betroffen. In gemischten Sortimenten ändert das nichts an der Gesamtpflicht.

Was die Richtlinie technisch fordert

Mit einem Wort "Widerruf" irgendwo auf der Seite ist es nicht getan. Die Richtlinie ist konkret:

  • Eindeutige Beschriftung: "Vertrag widerrufen" oder eine vergleichbar klare Formulierung. Bezeichnungen wie "Kontakt" oder "Anfrage" sind unzulässig und abmahnfähig.
  • Dauerhafte Sichtbarkeit: Der Button muss erreichbar sein, ohne dass der Kunde sich einloggen muss. Eine prominente Platzierung im Footer ist üblich.
  • Zwei-Stufen-Verfahren: Der erste Klick führt auf eine Bestätigungsseite, auf der der konkrete Vertrag identifiziert wird, etwa über Bestellnummer und E-Mail-Adresse. Der zweite Klick bestätigt den Widerruf.
  • Eingangsbestätigung: Nach dem Widerruf erhält der Kunde automatisch eine Bestätigungs-E-Mail mit Datum und Uhrzeit.
  • DSGVO-Konformität: Es werden ausschließlich die für den Widerruf nötigen Daten erhoben und verarbeitet.

Umsetzung in Shopware 6

Mit der Version 6.7.9.0 hat Shopware die Funktion ohne Plugin verfügbar gemacht. Das ist die saubere Variante: nativ verfügbar, update-sicher, wartbar.

Konkret bekommen Sie im Formular-Element der Erlebniswelten eine neue Auswahl-Möglichkeit: "Widerruf". Damit lässt sich das bisher übliche Muster-Widerrufsformular, das in der Regel statisch auf der Seite "Widerruf" eingebunden ist, durch ein echtes interaktives Formular ersetzen. Der gesetzlich vorgeschriebene Ablauf inklusive Eingangsbestätigung ist damit abgedeckt.

Voraussetzung ist allerdings, dass Ihr Shop auf Version 6.7.9.0 oder neuer läuft. Viele Shops, mit denen ich aktuell in Kontakt stehe, liegen noch ein bis zwei Minor-Versionen darunter. Vor dem Stichtag sollte das Update geplant werden, idealerweise mit vorherigem Backup und Funktionscheck nach dem Einspielen.

Umsetzung in Shopware 5

Für Shopware 5 hat ein Anbieter ein kostenloses Plugin bereitgestellt, das den Widerrufsbutton inklusive Zwei-Stufen-Verfahren abbildet. Den Download finden Sie zusammen mit der Anleitung im Händler-Club: Widerrufs-Button für Shopware 5.

Eine Anmerkung dazu: Wer noch auf Shopware 5 unterwegs ist, sollte den Widerrufsbutton nicht isoliert betrachten. Der Support für Shopware 5 ist begrenzt, und jede neue gesetzliche Anforderung wird in Zukunft erneut über Drittanbieter-Plugins gelöst werden müssen. Die strategische Frage lautet daher nicht "Wie binde ich den Button ein?", sondern "Wie lange will ich auf Shopware 5 bleiben?".

Was bis Juni 2026 konkret zu tun ist

Der Stichtag wirkt noch entspannt entfernt. Wer aber Update, Anpassung, Rechtsprüfung und Tests koordinieren muss, sollte den Vorlauf nicht unterschätzen.

  1. Pflicht prüfen. Ist Ihr Shop überhaupt betroffen? B2B-only, Drittland ohne EU-Ausrichtung und reine Sonderanfertigungs-Sortimente sind die typischen Ausschlussgründe.
  2. Shopware-Version prüfen. Sind Sie auf 6.7.9.0 oder neuer? Falls nein, Update planen. Achten Sie auf Plugin-Kompatibilität, das ist erfahrungsgemäß die häufigste Hürde.
  3. Widerrufsformular einbinden. Mit der nativen Funktion auf der bestehenden Widerrufsseite umsetzen.
  4. Rechtliche Dokumente prüfen lassen. Widerrufsbelehrung, Widerrufsformular und Datenschutzerklärung müssen die neue digitale Funktion abbilden. Das gehört in die Hände eines spezialisierten Anwalts.
  5. Funktionalität testen. Der gesamte Ablauf vom Klick bis zur Eingangsbestätigung muss durchlaufen, bevor der Stichtag erreicht ist.

Drei Fallstricke aus der Praxis

Plugin-Inkompatibilität blockiert das Update. Sie wollen auf 6.7.9.0 aktualisieren, ein Plugin ist aber noch nicht kompatibel. In dieser Konstellation aktualisieren Sie zunächst auf die höchste mögliche Version und holen das vollständige Update nach, sobald der Plugin-Hersteller nachzieht.

Mischshop mit B2C-Anteil. Sie verstehen sich als B2B-Shop, lassen faktisch aber auch Privatkunden bestellen. Sobald ein einziger B2C-Verkauf möglich ist, gilt die Pflicht. Die saubere Lösung: Entweder die B2C-Schiene konsequent abdecken oder den Shop technisch auf reines B2B umstellen, etwa über Login-Pflicht und geprüfte Geschäftskunden-Registrierung.

Drittland-Shop mit EU-Ausrichtung. Schweizer oder britische Shops, die selbstverständlich nach Deutschland und Österreich liefern, fallen unter die Pflicht. Hier ist die rechtliche Einordnung anspruchsvoller als die technische Umsetzung. Der Anwalt prüft die Ausrichtung, ich setze die Funktion sauber im Shop um.

Wenn Sie das Update und die Einbindung delegieren möchten

Wenn Sie die Anforderung selbst umsetzen, brauchen Sie dafür weder Spezialwissen noch große Aufwände. Wenn Sie den Vorgang lieber abgeben, biete ich das Update auf eine widerrufsbutton-fähige Shopware-Version inklusive Einbindung des Formulars als Festpreis-Paket an. Enthalten sind Backup, Update, Plugin-Kompatibilitätsprüfung, Einbindung der nativen Widerrufsfunktion und ein anschließender Funktionscheck.

So liegen Sie deutlich vor dem 19. Juni 2026 auf der sicheren Seite, ohne sich selbst mit Versionsständen, Erlebniswelten-Konfiguration und Eingangsbestätigungs-Templates beschäftigen zu müssen.

Fazit

Der Widerrufsbutton ist keine technische Mammutaufgabe. Er ist aber auch nichts, was Sie auf den 18. Juni 2026 schieben sollten. Wer rechtzeitig prüft, ob die Pflicht für den eigenen Shop greift, die Shopware-Version aktualisiert und die native Funktion einbindet, erfüllt die Anforderung mit Bordmitteln und ohne Drittanbieter-Abhängigkeit.

Bei Unsicherheiten zur rechtlichen Einordnung führt der Weg zum Anwalt. Bei der technischen Umsetzung in Shopware unterstütze ich Sie gern.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information zum technischen Umsetzungsstand in Shopware. Er ersetzt keine Rechtsberatung.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/widerrufsbutton-in-shopware-was-gilt-wer-ist-betroffen/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Warum Sie Artikel in Shopware 6 niemals löschen sollten https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/warum-du-keine-artikel-in-shopware-loeschen-solltest/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/warum-du-keine-artikel-in-shopware-loeschen-solltest/#comments Tue, 16 Dec 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/warum-du-keine-artikel-in-shopware-loeschen-solltest/ Weiterlesen

]]>

Artikel löschen, um Ordnung zu halten. Das klingt nach einem sauberen Vorgehen. In der Praxis ist es einer der häufigsten Fehler, die Shopware-Shops in operative Schwierigkeiten bringen. Die Folgen reichen von fehlerhaften Bestellungen bis hin zu Problemen mit dem Finanzamt. Dieser Artikel zeigt, was genau passiert und wie Sie es richtig lösen.

Das passiert, wenn ein verkaufter Artikel gelöscht wird

Bestellungen lassen sich auch dann noch öffnen, wenn der zugehörige Artikel gelöscht wurde. Diese Bestellungen sind jedoch nicht mehr vollständig. Shopware erkennt, dass Positionen mit Produkten verknüpft sind, die nicht mehr existieren, und gibt einen entsprechenden Hinweis aus.

Konkret bedeutet das: Die Preise dieser Produkte lassen sich nicht mehr neu berechnen. Sobald Sie eine solche Bestellung speichern, wandelt Shopware die betroffenen Positionen in benutzerdefinierte Positionen um. Ab diesem Moment kennt das System den ursprünglichen Artikel technisch nicht mehr und behandelt ihn nur noch als Platzhalter ohne echte Artikelbindung.

sw simplyworks keine artikel in shopware loeschen 1 2

Praktische Folgen im täglichen Shopbetrieb

Die fehlende Zuordnung wirkt sich direkt auf die Arbeit mit Bestellungen aus. Das Bearbeiten und Speichern wird fehleranfällig, insbesondere wenn Preise angepasst oder neu berechnet werden müssen. Änderungen, die normalerweise problemlos möglich wären, können an dieser Stelle scheitern oder unerwünschte Seiteneffekte haben.

In der Praxis zeigt sich besonders häufig ein Problem bei der Erstellung und Speicherung von Dokumenten. Rechnungen, Lieferscheine oder Gutschriften lassen sich teilweise nicht mehr korrekt erzeugen oder speichern, weil die zugrunde liegenden Artikeldaten fehlen. Das ist geschäftskritisch, denn diese Dokumente sind im Tagesgeschäft und aus rechtlicher Sicht zwingend erforderlich.

Einschränkungen bei Auswertungen, Suche und Nachvollziehbarkeit

Ein weiterer zentraler Nachteil zeigt sich bei Auswertungen und Suchen. Gelöschte Artikel lassen sich nicht mehr zuverlässig in Statistiken berücksichtigen. Umsätze sind nicht mehr eindeutig bestimmten Artikeln zuzuordnen, was Auswertungen verfälscht und Vergleiche erschwert.

Auch die gezielte Suche nach Bestellungen, die einen bestimmten Artikel enthalten, funktioniert nicht mehr. Für Supportanfragen, Reklamationen oder interne Prüfungen fehlen damit wichtige Werkzeuge. Spätestens bei Rückfragen von Steuerberatern oder dem Finanzamt wird deutlich, wie problematisch fehlende oder unvollständige Artikeldaten sind. Hier geht es um Nachweispflichten, nicht um Komfort.

Die saubere Lösung: Artikel deaktivieren statt löschen

Wenn Sie einen Artikel nicht mehr verkaufen möchten, deaktivieren Sie ihn. Löschen Sie ihn nicht. Ein deaktivierter Artikel ist im Shop nicht mehr sichtbar und kann nicht mehr gekauft werden. Gleichzeitig bleiben alle Verknüpfungen zu bestehenden Bestellungen vollständig erhalten.

Shopware greift dadurch jederzeit auf die originalen Artikeldaten zu. Bestellungen bleiben vollständig bearbeitbar, Dokumente funktionieren zuverlässig und Auswertungen liefern weiterhin korrekte Ergebnisse. Diese Lösung ist nativ in Shopware 6 verfügbar, update-sicher und erfordert keinerlei Erweiterung.

Fazit

Gelöschte Artikel lassen Bestellungen nicht verschwinden. Sie machen sie unvollständig und fehleranfällig. Preisberechnungen scheitern, Bestellungen verändern sich beim Speichern, Dokumente lassen sich nicht mehr zuverlässig erstellen. Dazu gehen wichtige Funktionen für Auswertungen und Suchen verloren. Die professionelle Vorgehensweise: Nicht mehr benötigte Artikel konsequent deaktivieren, niemals löschen. Ihr Shop bleibt stabil, Ihre Prozesse nachvollziehbar und Ihre Dokumente rechtssicher.

Bei Shops mit großem Sortiment oder komplexen Artikelstrukturen unterstütze ich Sie gern bei einer sauberen Aufräumstrategie.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/warum-du-keine-artikel-in-shopware-loeschen-solltest/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Abgelaufene Plugin-Subscription in Shopware 6: Wann Sie handeln müssen und wann nicht https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/deine-kauf-subscription-ist-abgelaufen-was-das-wirklich-bedeutet/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/deine-kauf-subscription-ist-abgelaufen-was-das-wirklich-bedeutet/#comments Thu, 04 Dec 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/deine-kauf-subscription-ist-abgelaufen-was-das-wirklich-bedeutet/ Weiterlesen

]]>

Wenn Shopware per E-Mail darauf hinweist, dass eine Kauf-Subscription abgelaufen ist, sorgt das bei vielen Shop-Betreibern für Verunsicherung. Die Formulierung klingt nach Handlungsbedarf und die erste Frage lautet: Läuft mein Shop jetzt in ein Problem?

Dieser Beitrag ordnet ein, was hinter dieser Nachricht steckt, wann tatsächlich Handlungsbedarf besteht und wann Sie die E-Mail bedenkenlos abhaken können.

Warum Sie diese Nachricht erhalten

Shopware bot früher ausschließlich Kaufplugins an. Wer ein Plugin erworben hat, konnte es dauerhaft nutzen und erhielt ein Jahr lang Updates und Support. Nach Ablauf dieses Jahres lief die Subscription aus, eine Verlängerung war optional. Inzwischen wurde dieses Modell grundlegend umgestellt und durch das heutige Mietmodell ersetzt.

sw simplyworks kauf subscription abgelaufen was nun shopware 3

Mietplugins verlängern sich automatisch. Updates und Support bleiben aktiv, bis das Plugin gekündigt wird. Da viele Shops jedoch noch eine Mischung aus alten Kaufplugins und neueren Mietplugins einsetzen, informiert Shopware, sobald eine alte Kauf-Subscription offiziell ausläuft. Die E-Mail ist eine reine Erinnerung an diesen Wechsel im Lizenzmodell und kein Alarmsignal.

Besteht nach dieser E-Mail sofortiger Handlungsbedarf?

Nein.

Ein abgelaufenes Kaufplugin funktioniert weiterhin. Es wird weder von Shopware abgeschaltet noch verursacht es technische Probleme. Auch die Performance des Shops leidet nicht darunter.

Im laufenden Betrieb hat diese Nachricht zunächst keine Auswirkungen.

Wann das Thema tatsächlich relevant wird

Handlungsbedarf entsteht erst, wenn ein Wechsel auf eine deutlich neuere Shopware-Version ansteht. Bei einem Update auf beispielsweise Shopware 6.8 kann es vorkommen, dass die aktuell installierte Plugin-Version nicht mehr kompatibel ist. In diesem Fall ist ein Plugin-Update erforderlich und dieses erhalten Sie nur, wenn die Lizenz auf das neue Mietmodell umgestellt wird.

Solange kein Major Update geplant ist, bleibt alles wie es ist. Sobald Sie ein solches Update vorbereiten, prüfen Sie, ob betroffene Plugins aktualisiert werden müssen oder ob ein nicht mehr benötigtes Plugin sogar entfernt werden kann. Welche Option die richtige ist, hängt vom jeweiligen Einsatzzweck im Shop ab.

Die Kompatibilität eines Plugins lässt sich direkt im Update-Prozess feststellen. Vor jedem Update erscheint eine Liste der aktivierten Plugins mit der Information, ob diese kompatibel sind.

sw simplyworks kauf subscription abgelaufen was nun shopware 1 2

In der Praxis hat sich gezeigt: Aktualisieren Sie Ihren Shop nur dann, wenn alle Plugins vom jeweiligen Hersteller als kompatibel markiert wurden. Alles andere führt erfahrungsgemäß zu vermeidbaren Problemen.

Alternativ lässt sich die Kompatibilität eines Plugins auch im Shopware-Store prüfen. Die entsprechenden Angaben finden Sie dort unterhalb des Warenkorb-Buttons.

sw simplyworks kauf subscription abgelaufen was nun shopware 2 2

Fazit

Die E-Mail zur abgelaufenen Kauf-Subscription klingt dringlicher, als sie ist. Ihr Shop läuft unverändert weiter, das betroffene Plugin bleibt voll funktionsfähig. Relevant wird das Thema erst, wenn ein Major Update ansteht und neue Plugin-Versionen benötigt werden.

Bis dahin können Sie diese Nachricht abhaken. Entscheidend ist, beim nächsten großen Update die Plugin-Kompatibilität sauber zu prüfen. Das gibt Ihnen Planungssicherheit und vermeidet unnötige Lizenzkosten für Plugins, die möglicherweise gar nicht mehr gebraucht werden.

Bei komplexen Plugin-Landschaften oder anstehenden Major Updates unterstütze ich Sie gern bei der Bewertung.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/deine-kauf-subscription-ist-abgelaufen-was-das-wirklich-bedeutet/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Shopware Community Edition vs. Rise, Evolve, Beyond: Die vollständige Gegenüberstellung https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/der-grosse-vergleich-community-edition-vs-shopware-plaene/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/der-grosse-vergleich-community-edition-vs-shopware-plaene/#comments Wed, 03 Dec 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/der-grosse-vergleich-community-edition-vs-shopware-plaene/ Weiterlesen

]]>

Viele Entscheider im E-Commerce gehen davon aus, dass ein professioneller Online-Shop zwingend eine kommerzielle Shopware Edition wie Rise, Evolve oder Beyond erfordert. Diese Annahme kostet Geld und führt nicht selten zu Lizenzverträgen, deren enthaltene Features im Tagesgeschäft ungenutzt bleiben. In diesem Beitrag finden Sie eine vollständige Gegenüberstellung aller Shopware Features nach Edition als Grundlage für eine faktenbasierte Entscheidung.

Die einzige vollständige Gegenüberstellung von CE und kommerziellen Plänen

Die Tabelle, die Sie hier im Beitrag eingebettet sehen, ist aktuell die einzige Übersicht, in der die Features der kommerziellen Shopware Pläne direkt mit der Community Edition gegenübergestellt werden. Sie erkennen auf einen Blick, welche Funktionen in allen Editionen enthalten sind, wo die kommerziellen Pläne mehr bieten und wo die Unterschiede in den einzelnen Bereichen liegen (zum Beispiel Support, B2B, Content, Automatisierung, AI, Customer Experience oder Inventar).

Das ermöglicht Ihnen, Entscheidungen faktenbasiert zu treffen. Statt sich auf Marketingaussagen zu verlassen, prüfen Sie gezielt, ob ein bestimmtes Feature für Ihren konkreten Use Case tatsächlich relevant ist oder ob die Community Edition bereits alles Wichtige abdeckt.

Feature
CE
Rise
Evolve
Beyond
Support
Selfhosted / On Premise
✔
✔
✔
✔
Cloudbetrieb
✘
✔
✔
✔
Verfügbarkeit
✘
09:00 - 17:00
07:00 - 19:00
24/7
Service Reaktionszeit
✘
8 Std, Mo-Fr
4 Std, Mo-Fr
1 Stunde
Schriftlicher Support
✘
✔
✔
✔
Telefonischer Support
✘
✘
✔
✔
Entwickler-Support
✘
✘
✘
✔
Persönliches Onboarding
✘
✘
✘
✔
Account Manager
✘
✘
✘
✔
Community-Forum
✔
✔
✔
✔
Kostenfreie Erstinstallation
✘
✔
✔
✔
Updates & Patch Releases
✔
✔
✔
✔
B2B Suite
Brutto/Netto Preisdarstellung
✔
✔
✔
✔
Erw. Rechte-Management
✘
✘
✔
✔
Angebots-Management i
✘
✘
✔
✔
Schnell-Bestellungen
✘
✘
✔
✔
Auftrags-/Bestellliste
✘
✘
✔
✔
Kundenspezifische Preise
✘
✘
✘
✔
Sales Agent
✘
✘
✔
✔
B2B-Organisationseinheiten
✘
✘
✔
✔
Advanced Product Catalogs
✘
✘
✔
✔
Budget Management
✘
✘
✔
✔
Content & Design
Visueller Page Builder
✔
✔
✔
✔
CMS Regeln
✘
✘
✔
✔
Quick view
✘
✘
✔
✔
Storytelling
✘
✘
✔
✔
Workflow & Automatisierung
Rollen und Rechte
✔
✔
✔
✔
Publisher
✘
✘
✔
✔
Rule Builder
✔
✔
✔
✔
Rule Builder: Vorschau
✘
✔
✔
✔
Flow Builder i
✔
✔
✔
✔
Flows teilen
✘
✔
✔
✔
Flow Builder: Promotions
✘
✘
✔
✔
Flow Builder: Webhooks
✘
✘
✔
✔
Zeitverzögerte Aktionen
✘
✘
✘
✔
Shopware AI
Content für Experiences
✘
✔
✔
✔
Kundenklassifikation
✘
✔
✔
✔
Export-Assistant
✘
✔
✔
✔
Keyword-Assistent
✘
✔
✔
✔
Review-Zusammenfassung
✘
✔
✔
✔
Checkout Nachricht
✘
✔
✔
✔
Produkteigenschaften
✘
✔
✔
✔
Übersetzung Bewertungen
✘
✔
✔
✔
Produktbeschreibungen
✘
✔
✔
✔
Kontextbasierte Suche
✘
✔
✔
✔
Bildbasierte Suche
✘
✔
✔
✔
Text zu Bild
✘
✔
✔
✔
Copilot - Knowledge Assistant i
✘
✔
✔
✔
3D Funktionalitäten
Erw. 3D-Support
✘
✔
✔
✔
Augmented Reality (QR)
✘
✔
✔
✔
3D-Viewer
✘
✔
✔
✔
Scene Editor
✘
✔
✔
✔
Immersive Elements
✘
✔
✔
✔
Customer Experience & Marketing
Kundengruppen
✔
✔
✔
✔
Werbeaktionen
✔
✔
✔
✔
SEO
✔
✔
✔
✔
Suche
✔
✔
✔
✔
Cross Selling
✔
✔
✔
✔
Produktbewertungen
✔
✔
✔
✔
Tagging
✔
✔
✔
✔
Soziales Einkaufen
✘
✔
✔
✔
Advanced Search
✘
✘
✔
✔
Dynamic Access
✘
✘
✔
✔
Form Builder
✘
✘
✔
✔
Digital Sales Rooms i
✘
✘
✘
✔
Inventar & Bestellung
Physische Produkte
✔
✔
✔
✔
Digitale Produkte
✔
✔
✔
✔
Dynamic Product Groups
✘
✔
✔
✔
Zahlungsanbieter
✔
✔
✔
✔
Versandanbieter
✔
✔
✔
✔
Kategorie-Management
✔
✔
✔
✔
Custom Products
✘
✔
✔
✔
Retouren-Management
✘
✔
✔
✔
Multi-Inventory i
✘
✘
✘
✔
Abonnements i
✘
✘
✘
✔
Internationalisierung
Unbegrenzte Kanäle
✔
✔
✔
✔
Mehrsprachigkeit
✔
✔
✔
✔
Weitere
Import/Export
✔
✔
✔
✔
Migration
✔
✔
✔
✔
Erweiterbarkeit
✔
✔
✔
✔
Währungen
✔
✔
✔
✔
Steuern
✔
✔
✔
✔

Wie viel die Shopware Community Edition tatsächlich leistet

Wenn Sie die Tabelle durchgehen, fällt schnell auf: Die Community Edition ist funktional alles andere als abgespeckt. Sie verkaufen physische und digitale Produkte, verwalten Kategorien und unbegrenzt viele Verkaufskanäle, nutzen verschiedene Währungen und Steuern, konfigurieren Zahlungs- und Versandarten, legen Kundengruppen an, setzen SEO-Funktionen und Cross Selling ein, sammeln Produktbewertungen und arbeiten mit Tags.

Auch bei Content und Prozessen stehen Sie mit der CE sehr gut da. Der visuelle Page Builder für ansprechende Einkaufswelten, der Rule Builder für flexible Geschäftsregeln und ein Rollen-und-Rechte-System für Ihr Team sind nativ verfügbar. Dazu kommen Import und Export, Migration und Mehrsprachigkeit. Damit bauen Sie bereits einen professionellen Shop auf ohne eine kostenpflichtige Lizenz.

Wann kommerzielle Features wirklich relevant werden

Die kommerziellen Pläne legen vor allem bei Spezialthemen nach: die B2B Suite mit erweiterten Rechten, Angebotsmanagement und Schnellbestellungen, Advanced Search, Form Builder, Social Shopping, Shopware AI-Funktionen oder 3D-Features. Diese Möglichkeiten sind leistungsfähig, aber sie werden in der Praxis längst nicht von jedem Shop tatsächlich genutzt.

Entscheidend ist eine ehrliche Bestandsaufnahme: Welche Funktion benötigen Sie im Alltag wirklich? Wenn Sie beispielsweise nur wenige B2B-Kunden bedienen, genügt möglicherweise ein schlankes B2B-Plugin statt der kompletten Suite oder sogar die konsequente Nutzung der vorhandenen Kundengruppen. Oder Sie ergänzen eine bestimmte Funktion im Bereich Suche, Formulare oder Produktkonfiguration über ein einzelnes Plugin, statt für eine höhere Edition mit vielen für Sie irrelevanten Features zu zahlen.

Plugins statt Plan: gezielt nachrüsten, unabhängig bleiben

Genau hier spielt der Plugin-Markt für Shopware seine Stärke aus. Für viele Funktionen, die in den kommerziellen Plänen enthalten sind, finden Sie im Shopware Store gute Alternativen als Erweiterung. Sie rüsten gezielt die zwei oder drei Features nach, die Ihnen in der Community Edition fehlen und behalten dabei die volle Kontrolle über Ihren Funktionsumfang.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass genau diese Strategie für die meisten Shops die sinnvollste ist. Sie starten mit der Community Edition, setzen Ihren Shop auf, ergänzen punktuell Plugins für Ihr konkretes Geschäftsmodell und beobachten, wie sich Umsatz und Anforderungen entwickeln. Erst wenn beides spürbar steigt, wird ein Upgrade auf einen kommerziellen Plan wirklich interessant. Welche Kombination die richtige ist, hängt von Ihrem Geschäftsmodell ab: es gibt hier keine Pauschalantwort.

Ein wichtiger Vorteil dieses Ansatzes: Jede Erweiterung, die Sie über den Plugin-Markt lösen, bleibt eine bewusste Entscheidung. Sie machen sich nicht von einem Lizenzpaket abhängig, in dem 80 Prozent der Features für Ihren Shop keine Rolle spielen.

Warum Shopware Lizenzmodelle braucht

Ein wichtiger Punkt darf dabei nicht fehlen: Auch Shopware muss wirtschaftlich arbeiten. Ein professionelles Shopsystem braucht kontinuierliche Weiterentwicklung, Support, Infrastruktur und Sicherheit. Genau wie bei jeder anderen leistungsfähigen Plattform gehören Lizenzkosten deshalb zum Gesamtbild.

Fairere Kostenstruktur als bei vielen Mitbewerbern

Die Gebührenstruktur von Shopware ist im Vergleich zu Systemen wie Shopify deutlich fairer aufgebaut. Während Shopify zwar günstige Einstiegspläne anbietet, aber zusätzlich eine Provision pro Verkauf erhebt, zahlen Sie bei Shopware ausschließlich eine feste monatliche Summe. Unabhängig von der Anzahl Ihrer Bestellungen kommt keine zusätzliche Transaktionsgebühr hinzu (abgesehen von den üblichen Payment-Gebühren). Das macht Ihre Kosten kalkulierbar und verhindert, dass Ihr Erfolg gleichzeitig Ihre Gebühren steigen lässt.

Gerade für wachsende Shops ist das ein entscheidender Faktor. Wenn Ihr Umsatz steigt, behalten Sie deutlich mehr von Ihrem Gewinn, weil Shopware nicht bei jeder Bestellung mitschneidet. Ein häufiges Muster bei Shops mit starkem Wachstum: Ab einem bestimmten Bestellvolumen wird der Unterschied zwischen fester Lizenzgebühr und transaktionsbasierter Abrechnung geschäftskritisch.

Fair Usage Policy und GMV: die Grenze der Community Edition

Beachten Sie unbedingt die Fair Usage Policy von Shopware. Die Community Edition ist nur bis zu einem Bruttojahresumsatz von 1 Million Euro vorgesehen. Grundlage ist der GMV (Gross Merchandise Volume), also das gesamte Bestellvolumen, das über Ihren Shop läuft.

Wenn Ihr Shop wächst und Sie sich dieser Grenze nähern, sollten Sie rechtzeitig planen, wie Ihr Lizenzmodell in Zukunft aussehen soll.

Fazit: Erst den Funktionsumfang der CE ausschöpfen, dann über ein Upgrade entscheiden

Für viele kleine und mittlere Shops ist die Community Edition von Shopware vollkommen ausreichend. Die eingebettete Übersichtstabelle zeigt Ihnen transparent, wie featurestark die CE ist und in welchen Bereichen die kommerziellen Pläne tatsächlich einen Mehrwert bieten.

Die Empfehlung lautet: Nutzen Sie die Community Edition als stabile, update-sichere Basis. Rüsten Sie fehlende Funktionen gezielt über Plugins nach und behalten Sie die Fair Usage Grenze sowie Ihren GMV im Blick. Erst wenn Umsatz und Anforderungen spürbar wachsen, lohnt sich der Blick auf Rise, Evolve oder Beyond.

Bei komplexen Szenarien, etwa der Frage, ob ein Plugin oder ein Editionswechsel die bessere Lösung ist, unterstütze ich Sie gern.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/der-grosse-vergleich-community-edition-vs-shopware-plaene/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Wann kommt Shopware 6.8? https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/wann-kommt-shopware-6-8/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/wann-kommt-shopware-6-8/#comments Wed, 03 Dec 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/wann-kommt-shopware-6-8/ Weiterlesen

]]>

Shopware verfolgt einen jährlichen Release-Zyklus für Major-Versionen:

  • Shopware 6.6 erschien 2024
  • Shopware 6.7 erschien 2025

Shopware hat intern entschieden, diesen Rhythmus für ein Jahr auszusetzen. Die nächste Major-Version, Shopware 6.8, erscheint daher erst 2027. Für Sie bedeutet das konkret: mehr Planungssicherheit. Der Fokus liegt bis dahin auf Stabilität, Sicherheit, Performance und dem Ausbau der KI-Funktionen.

Wer laufende oder geplante Projekte auf Shopware 6.7 betreibt, kann beruhigt weiterarbeiten.

Minor? Major? Was bedeutet das für Ihren Shop?

So lesen Sie die Shopware-Versionsnummer:

6.7.5.0
│ │ │ └────── Buildnummer (Fehlerbehebungen, etc.)
│ │ └──────── Revisionsnummer (Minor-Version)
│ └────────── Nebenversionsnummer (Major-Version)
└──────────── Hauptversionsnummer

Zwischenzeitlich veröffentlicht Shopware weiterhin monatliche Minor-Updates wie 6.7.5 oder 6.7.6. In der Praxis zeigt sich, dass diese kleineren Releases regelmäßig relevante Features, Optimierungen und Verbesserungen mitbringen. Sie profitieren also auch ohne Major-Update kontinuierlich von Weiterentwicklungen. Entscheidend ist, dass Sie die Updates zeitnah einspielen.

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert, sobald es weitere Neuigkeiten rund um Shopware 6.8 gibt.

Zusammenfassung: Shopware 6.8 kommt 2027 statt 2026. Die monatlichen Minor-Updates sichern Ihnen bis dahin einen aktuellen, leistungsfähigen Shop. Wenn Sie unsicher sind, wie sich die Verschiebung auf Ihre Projektplanung auswirkt, sprechen Sie mich gern an.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/wann-kommt-shopware-6-8/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Mindestbestellwert in Shopware 6 einrichten: Nativ, ohne Plugin https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/mindestbestellwert-einrichten-ohne-plugin/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/mindestbestellwert-einrichten-ohne-plugin/#comments Wed, 03 Dec 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/mindestbestellwert-einrichten-ohne-plugin/ Weiterlesen

]]>

Ein fehlender Mindestbestellwert kostet bares Geld. Kleinstbestellungen verursachen Versand- und Handling-Aufwand, der in keinem Verhältnis zum Warenwert steht. Shopware 6 bietet zwar keine eigene Einstellung mehr für den Mindestbestellwert, wie ihn viele aus Shopware 5 kennen. Doch die Lösung liegt bereits im System: Über die Verfügbarkeitsregeln der Zahlungsarten lässt sich ein Mindestbestellwert nativ abbilden, update-sicher und ohne Plugin-Abhängigkeit. Dieser Artikel zeigt, wie Sie die Konfiguration vornehmen und ob der Mindestbestellwert nur den Warenwert oder auch die Versandkosten berücksichtigen soll.

Warum läuft der Mindestbestellwert über die Zahlungsarten?

Shopware 6 erlaubt es, für jede Zahlungsart eigene Verfügbarkeitsregeln zu hinterlegen. Diese Regeln steuern, unter welchen Bedingungen eine Zahlungsart im Checkout erscheint. Genau diesen Mechanismus nutzen Sie hier: Der Rule Builder war nicht für den Mindestbestellwert vorgesehen, löst aber genau dieses Problem.

Erreicht der Warenkorb den definierten Mindestbestellwert nicht, sperrt Shopware die Zahlungsart. Der Kunde kann die Bestellung erst abschließen, wenn der Wert erreicht ist.

Damit das zuverlässig greift, muss die Regel später bei jeder aktiven Zahlungsart hinterlegt werden. Darauf geht der Abschnitt weiter unten gesondert ein.

Möglichkeit 1: Mindestbestellwert nur auf Basis des Warenwertes

Wenn ausschließlich die Zwischensumme der Produkte zählen soll, gehen Sie in der entsprechenden Zahlungsart wie folgt vor:

Legen Sie im Bereich der Verfügbarkeitsregel eine neue Regel an. Als Bedingung suchen Sie im Rule Builder nach „Summe". Damit grenzen Sie die Liste ein und finden schneller den passenden Eintrag.

sw simplyworks shopware mindestbestellwert ohne plugins 3 2

Regel anlegen, welche die Zwischensumme des Warenkorbs prüft (ohne Versandkosten)

Für den Mindestbestellwert ohne Versandkosten wählen Sie die Bedingung Summe. Diese entspricht der Zwischensumme im Warenkorb. Als Operator stellen Sie ist größer/gleich ein und tragen beispielsweise 50 ein. Die Regel bewirkt, dass Shopware die Zahlungsart erst anzeigt, wenn die Zwischensumme mindestens 50 Euro beträgt.

Speichern Sie die Regel und leeren Sie den Cache. Im Checkout sehen Sie anschließend, dass die Zahlungsart erst verfügbar wird, sobald der reine Warenwert den Mindestbetrag erreicht hat. Liegt der Warenkorb zwar inklusive Versandkosten über 50 Euro, die Zwischensumme jedoch darunter, bleibt die Zahlungsart gesperrt.

Möglichkeit 2: Mindestbestellwert inklusive Versandkosten

Soll die Gesamtsumme als Grundlage dienen, also Zwischensumme plus Versandkosten, ist der Ablauf nahezu identisch.

Öffnen Sie die bestehende Mindestbestellwert-Regel und ändern Sie die Bedingung von Summe auf Gesamtsumme, oder legen Sie die Regel neu an. Shopware bewertet dann die Summe inklusive Versandkosten. Liegt der Warenwert eines Kunden beispielsweise bei 44,85 Euro, erreicht er mit Versandkosten aber insgesamt 51,80 Euro, gibt Shopware die Zahlungsart frei.

sw simplyworks shopware mindestbestellwert ohne plugins 4 2

Gesamtsumme wird zur Beurteilung der Regel berücksichtigt (Warenwert inkl. Versandkosten)

In der Praxis wählen die meisten Shops die Gesamtsumme als Grundlage, weil Kunden in der Regel nur auf den Endbetrag achten. Welche Variante die richtige ist, hängt vom jeweiligen Geschäftsmodell ab: Wer mit kostenlosem Versand arbeitet, kommt mit der Zwischensumme aus. Wer Versandkosten berechnet, erzielt mit der Gesamtsumme das transparentere Ergebnis.

Hinweistext im Checkout anpassen

Sperrt Shopware eine Zahlungsart, erscheint dem Kunden standardmäßig eine wenig aussagekräftige Meldung. Im schlimmsten Fall verlässt der Kunde den Shop mit einem unguten Gefühl.

Die Zahlungsart "Vorkasse" ist für Ihren aktuellen Warenkorb gesperrt.

Damit der Kunde versteht, warum er nicht fortfahren kann, sollten Sie den entsprechenden Textbaustein anpassen. Im Bereich Textbausteine suchen Sie nach dem Snippet, das bei gesperrter Zahlungsart greift:

checkout.payment-method-blocked

Passen Sie den Textbaustein so an, dass der Hinweis eindeutig und hilfreich ist, zum Beispiel:

Der Mindestbestellwert von 50 Euro wurde noch nicht erreicht. Sobald dieser Wert überschritten ist, kann die Bestellung bequem abgeschlossen werden.

Nach dem Speichern und Leeren des Caches erscheint diese Meldung direkt im Checkout oder Warenkorb, sobald die Regel greift. Ein klarer Hinweistext reduziert Kaufabbrüche und gibt dem Kunden eine konkrete Handlungsanweisung.

sw simplyworks shopware mindestbestellwert ohne plugins 5 2

Hinweis auf Mindestbestellwert im Chechkout, hier nach Methode 1 (reiner Warenkorb-Wert)

Wichtiger Sonderfall: Bereits vorhandene Regeln zu Zahlungsarten erweitern

Ein häufiges Muster bei Shops mit mehreren Zahlungsarten und länderspezifischen Regeln: Es existieren bereits Verfügbarkeitsregeln, etwa um Zahlungsarten an bestimmte Länder oder Kundengruppen zu knüpfen. In diesem Fall muss die bestehende Regel erweitert werden.

Shopware führt mehrere Bedingungen innerhalb einer Regel nach dem UND-Prinzip aus, wenn Sie sie entsprechend ergänzen.

sw simplyworks shopware mindestbestellwert ohne plugins 6 2

Bestehende Regeln müssen erweitert werden

Ein Beispiel: Die Zahlungsart EPS ist aktuell nur für Österreich freigeschaltet. In derselben Regel fügen Sie eine zusätzliche Bedingung hinzu. Die Regel lautet dann: Die Summe muss mindestens 50 Euro betragen UND das Lieferland muss Österreich sein. Wahlweise wird auch das Land der Rechnungsadresse mit abgefragt, wie im Screenshot zu sehen.

Damit stellen Sie sicher, dass beide Bedingungen erfüllt sein müssen. So verhindern Sie, dass der Mindestbestellwert eine vorhandene Logik überschreibt oder außer Kraft setzt.

Fazit

Shopware 6 bietet keinen eigenen Schalter für den Mindestbestellwert, doch über die Verfügbarkeitsregeln der Zahlungsarten lässt sich diese Anforderung nativ, update-sicher und ohne Plugin-Abhängigkeit abbilden. Sie entscheiden, ob die reine Zwischensumme oder die Gesamtsumme inklusive Versandkosten als Grundlage dient, und können bestehende Regeln sauber um die neue Bedingung erweitern.

Einmal konfiguriert, greift die Logik automatisch bei jeder Bestellung. In Kombination mit einem aussagekräftigen Hinweistext im Checkout sorgen Sie dafür, dass Kunden klar verstehen, was zu tun ist. Bei komplexeren Regelwerken oder Sonderfällen unterstütze ich Sie gern.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/mindestbestellwert-einrichten-ohne-plugin/feed/ 2 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Checkout entschlacken: Anrede entfernen und E-Mails konsistent halten https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/anrede-im-shopware-checkout-entfernen-und-die-conversion-steigern/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/anrede-im-shopware-checkout-entfernen-und-die-conversion-steigern/#comments Tue, 02 Dec 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/anrede-im-shopware-checkout-entfernen-und-die-conversion-steigern/ Weiterlesen

]]>

Jedes zusätzliche Pflichtfeld im Checkout kostet Conversion. Das Anrede-Feld ist dabei besonders kritisch: Es ist nicht nur ein weiterer Schritt für Ihre Kunden, sondern seit der BGH-Rechtsprechung zur geschlechtsneutralen Anrede auch ein rechtliches Risiko, sobald die Auswahl auf "Herr" und "Frau" begrenzt ist. In dieser Anleitung zeige ich Ihnen, wie Sie die Anrede in Shopware 6 sauber aus dem Checkout entfernen und Ihre E-Mail-Templates konsistent darauf abstimmen.

Standardabfrage der Anrede im Shopware 6 Checkout

Standardmäßig fragt Shopware die Anrede ab

Warum die Anrede entfernen?

Im Standard zeigt Shopware im Checkout die Auswahl "Herr", "Frau" und "Keine Auswahl" an. Für die Entscheidung, dieses Feld zu entfernen, gibt es drei tragfähige Gründe:

Conversion: Jedes Pflichtfeld senkt die Abschlussquote messbar. Felder, die für die Lieferung nicht zwingend notwendig sind, gehören kritisch geprüft.

Rechtssicherheit: Der BGH hat in mehreren Verfahren entschieden, dass eine Anredepflicht mit ausschließlich binärer Auswahl gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verstoßen kann. Wer die Abfrage komplett entfernt, ist auf der sicheren Seite.

Konsistente Kundenansprache: Wenn die Anrede optional ist und viele Kunden sie weglassen, entstehen in Bestellbestätigungen und Versandmails uneinheitliche Begrüßungen. Eine bewusste Entscheidung gegen die Abfrage löst dieses Problem dauerhaft.

Sobald Sie die Anrede entfernen, müssen Ihre Kunden im Checkout nur noch Vorname, Nachname, E-Mail und Adresse eingeben. Das Ergebnis ist ein aufgeräumter, intuitiver Bestellprozess.

Schritt 1: Die Anrede in Shopware deaktivieren

Öffnen Sie zunächst die Einstellungen Ihres Shops. Dort finden Sie den Bereich Kundenanmeldung und Registrierung. In Shopware 6.7 ist dieser Bereich direkt so benannt. Bis einschließlich Version 6.6 heißt der Menüpunkt ebenfalls Anmeldung und Registrierung, die Oberfläche unterscheidet sich allerdings leicht.

Sie können die Einstellung entweder global für alle Verkaufskanäle vornehmen oder gezielt für einen einzelnen Verkaufskanal. Welche Option die richtige ist, hängt von Ihrem Setup ab: Bei Shops mit mehreren Verkaufskanälen, die unterschiedliche Zielgruppen bedienen, ist eine kanalspezifische Steuerung sinnvoll. In den meisten Fällen reicht die globale Einstellung aus.

Sobald Sie in den Einstellungen sind, scrollen Sie ein Stück nach unten. Dort finden Sie die Option Anrede anzeigen. Entfernen Sie den Haken, speichern Sie die Einstellung und leeren Sie anschließend den Cache.

Einstellung Anrede anzeigen in Shopware 6 deaktivieren

Eine einzige Einstellung entfernt die Anrede aus dem Registrierungsprozess

Wenn Sie den Checkout danach neu laden, ist die Anrede vollständig verschwunden. Ihre Kunden sehen nur noch die wirklich relevanten Felder, der Ablauf wirkt deutlich schlanker.

Schritt 2: Die E-Mail-Templates prüfen und anpassen

Auch wenn die Anrede im Checkout jetzt ausgeblendet ist, sollten Sie im nächsten Schritt unbedingt Ihre E-Mail-Vorlagen prüfen. Gehen Sie dazu wieder in die Einstellungen, diesmal in den Bereich Inhalte und anschließend in die E-Mail-Templates.

Öffnen Sie zunächst die Bestellbestätigung. Dort sehen Sie, dass Shopware im Standard eine Wenn-Dann-Bedingung verwendet, die prüft, ob eine Anrede vorhanden ist. Ist keine angegeben, überspringt Shopware sie automatisch. Damit wird zwar nichts technisch Falsches ausgegeben. In der Praxis hat sich aber gezeigt, dass die Begrüßung ohne saubere Anpassung oft unpersönlich wirkt oder sogar holprig klingt, wenn Vor- und Nachname ohne Anrede direkt angesprochen werden.

Standard-Bedingung für die Anrede im Shopware E-Mail-Template

Für eine konsistente Kundenansprache passen Sie daher die erste Zeile der E-Mail manuell an. Im Standard lautet sie:

Hallo {% if order.orderCustomer.salutation %}{{ order.orderCustomer.salutation.translated.letterName ~ ' ' }}{% endif %}{{ order.orderCustomer.firstName }} {{ order.orderCustomer.lastName }},

Standard-Anrede in den Shop-Mails von Shopware

Da die Anrede im Checkout entfernt wurde, können Sie den gesamten If-Block löschen und stattdessen eine klare, einfache Begrüßung verwenden. An dieser Stelle haben Sie zwei legitime Varianten zur Auswahl, die zu unterschiedlichen Markenpositionierungen passen:

Variante 1: Vollständiger Name. Formeller, eher passend für B2B-Shops oder Marken mit gehobenem Anspruch:

Guten Tag {{ order.orderCustomer.firstName }} {{ order.orderCustomer.lastName }},

Anrede des Kunden mit dem vollständigen Namen

Variante 2: Nur Vorname. Persönlicher, direkter, eher passend für B2C-Shops mit Lifestyle- oder Community-Charakter:

Guten Tag {{ order.orderCustomer.firstName }},

Anrede des Kunden nur mit dem Vornamen

Die Formulierung "Guten Tag" können Sie selbstverständlich variieren. Hallo, Hey oder Hi sind ebenfalls möglich, je nachdem, welche Tonalität zu Ihrer Marke passt. Wichtig ist die Konsistenz: Die einmal gewählte Begrüßung sollte sich durch alle Kundenkommunikation ziehen, nicht nur durch die Bestellbestätigung.

Damit später keine E-Mail eine leere oder fehlerhafte Anrede enthält, prüfen Sie diese Anpassung in allen E-Mail-Templates, die Sie an Ihre Kunden verschicken. Dazu gehören typischerweise Bestellbestätigung, Versandbestätigung, Rechnungs-Mail, Stornierungen sowie alle Status-Mails. Sobald überall eine saubere Begrüßung hinterlegt ist, ist dieser Arbeitsschritt vollständig abgeschlossen.

Fazit

Mit dem Entfernen der Anrede gewinnen Sie auf drei Ebenen: Der Checkout wird klarer und kundenfreundlicher, die Conversion profitiert von einem reduzierten Pflichtfeld, und Sie minimieren rechtliche Risiken aus der binären Anrede-Auswahl. Die saubere Anpassung der E-Mail-Templates stellt sicher, dass diese Änderung nicht zu inkonsistenter Kundenansprache führt, sondern Ihre Markenführung im Gegenteil sogar schärft.

Shopware Registrierung und Checkout ohne Abfrage der Anrede
Shopware Registrierung und Checkout ohne Abfrage der Anrede

Diese Änderung ist eine von vielen Stellschrauben für einen wirklich performanten Checkout. Wenn Sie Ihren gesamten Bestellprozess systematisch auf Conversion und Rechtssicherheit prüfen lassen möchten, unterstütze ich Sie dabei gern.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/anrede-im-shopware-checkout-entfernen-und-die-conversion-steigern/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Set-Preise transparent darstellen: Einzelpreisberechnung in Shopware 6 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/einzelpreisberechnung-fuer-produktsets/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/einzelpreisberechnung-fuer-produktsets/#comments Mon, 24 Nov 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/einzelpreisberechnung-fuer-produktsets/ Weiterlesen

]]>

In Onlineshops mit Produktsets stellt sich regelmäßig dieselbe Frage: Wie kommunizieren Sie den Preisvorteil eines Sets, wenn der Gesamtbetrag auf den ersten Blick teurer wirkt als ein Einzelartikel? Ein Beispiel aus der Praxis: Ein 2er Set kostet 120 Euro, der Einzelartikel 90 Euro. In der Set-Variante zahlen Ihre Kunden pro Stück allerdings nur 60 Euro statt 90 Euro. Das ist ein deutlicher Vorteil, der jedoch häufig untergeht, weil die Wahrnehmung am höheren Gesamtpreis hängen bleibt.

Warum die Einzelpreisberechnung bei Sets Sinn macht

Genau an dieser Stelle setzt die Einzelpreisberechnung in Shopware 6 an. Mit dieser Funktion machen Sie den tatsächlichen Preisvorteil eines Sets sichtbar, statt ihn von Ihren Kunden errechnen zu lassen. Das reduziert den wahrgenommenen Preisschmerz und wirkt direkt auf die Conversion. Die gute Nachricht: Shopware 6 bringt mit der Grundpreis-Funktion bereits alles mit, was Sie dafür brauchen.

In dieser Anleitung sehen Sie Schritt für Schritt, wie Sie die Einzelpreisberechnung für Ihre Produktsets einrichten und worauf Sie dabei achten sollten.

Was ist die Grundpreisberechnung und wie hilft sie Ihnen?

Die Grundpreisberechnung in Shopware 6 war ursprünglich nicht für Produktsets gedacht. Sie kennen die Mechanik aus dem Supermarkt: Der Preis pro 100 Gramm wird angezeigt, damit Sie unterschiedliche Packungsgrößen vergleichen können. Genau diese Logik lässt sich für Sets umfunktionieren. Der Bezugswert ist dann kein Gewicht, sondern ein einzelnes Stück aus dem Set.

Das Ergebnis: Ihre Kunden sehen sofort, was ein einzelnes Produkt aus dem Set effektiv kostet. Der Mehrwert eines Sets wird damit auf einen Blick begreifbar, ohne dass Sie es im Marketingtext extra erklären müssen.

Schritt 1: Die Produkteinheit anlegen

Bevor Sie ein Produkt bearbeiten, legen Sie zunächst die benötigte Produkteinheit in den Einstellungen an. Das spart später Zeit, weil Sie bei der Produktbearbeitung direkt auf die passende Einheit zugreifen können.

Navigieren Sie in der Administration zu "Einstellungen" und dort zu "Produkteinheiten". In früheren Versionen hieß dieser Bereich noch "Maßeinheiten", die Funktion ist aber identisch. Hier sehen Sie bereits einige vordefinierte Einheiten.

sw simplyworks einzelpreisberechnung shopware6 1 2

Produkteinheiten anlegen, hier: Stück

Falls die passende Einheit für Ihr Produkt fehlt, legen Sie sie neu an. Klicken Sie auf "Produkteinheit erstellen" und tragen Sie sowohl die Langform als auch die Kurzform ein. Für Stückzahlen geben Sie beispielsweise "Stück" als Langform und "Stk." als Kurzform an.

Sobald die Produkteinheit angelegt ist, steht sie Ihnen bei der Produktbearbeitung zur Verfügung und Sie können nahtlos mit der Einrichtung Ihrer Sets fortfahren.

Schritt 2: Ihr Produkt vorbereiten

Jetzt legen Sie Ihr Produkt in Shopware an oder öffnen ein bestehendes Produkt. Für dieses Beispiel arbeiten wir mit einem Testprodukt, das als 2er Set für 120 Euro verkauft wird.

Öffnen Sie das Produkt in der Shopware Administration und prüfen Sie zunächst, ob der Preis korrekt hinterlegt ist. In unserem Fall sind das 120 Euro für das komplette Set.

Schritt 3: Die Spezifikationen Ihres Produkts anpassen

Jetzt kommen wir zum Herzstück der Einzelpreisberechnung. Die relevanten Einstellungen finden Sie im Bereich der Spezifikationen Ihres Produkts.

Hinweis zur Shopware Version: Die Darstellung unterscheidet sich je nach Version leicht. In Shopware 6.7 finden Sie einen eigenen Bereich namens "Spezifikationen". In Shopware 6.6 sind die Felder unter "Produktmaße" und "Verkaufs- und Verpackungsinformationen" zusammengefasst. Die Bezeichnungen der einzelnen Felder bleiben identisch, sodass Sie sich schnell orientieren können.

sw simplyworks einzelpreisberechnung shopware6 2 2

Grundpreisberechnung nutzen, um Einzelpreise zu berechnen

Im Bereich der Spezifikationen sehen Sie den Abschnitt "Verkaufs- und Verpackungsinformationen". Diese Information wird später Ihren Kunden in der Storefront angezeigt. Hier finden Sie die entscheidenden Felder für die Einzelpreisberechnung.

Schritt 4: Die Verkaufseinheit festlegen

Das erste wichtige Feld ist die Verkaufseinheit. Hier tragen Sie ein, wie viele Einheiten Sie in einem Set verkaufen. Shopware weist darauf hin, dass diese Angabe für die Grundpreisberechnung notwendig ist und der Wert von der gewählten Maßeinheit abhängt.

Für unser 2er Set tragen Sie hier die Zahl 2 ein. Damit geben Sie an, dass Sie zwei Stück dieses Produkts als eine Verkaufseinheit anbieten.

Wichtig zu wissen: Der Grundpreis wird nur angezeigt, wenn Verkaufseinheit und Grundeinheit unterschiedliche Werte haben. Wenn beide Felder den gleichen Wert hätten, würde keine Einzelpreisberechnung erscheinen.

Schritt 5: Die Produkteinheit auswählen

An dieser Stelle profitieren Sie von der Vorarbeit aus Schritt 1. Wählen Sie bei der Produkteinheit "Stück" aus dem Dropdown-Menü aus, oder die Einheit, die Sie selbst angelegt haben. Die Einheit steht Ihnen direkt zur Verfügung und Sie können ohne Unterbrechung weiterarbeiten.

Schritt 6: Die Grundeinheit definieren

Das letzte entscheidende Feld ist die Grundeinheit. Hier legen Sie fest, auf welche Menge der Preis heruntergerechnet werden soll. Für unsere Einzelpreisberechnung tragen Sie hier die 1 ein.

Das bedeutet: Shopware rechnet den Gesamtpreis von 120 Euro auf 1 Stück herunter und zeigt Ihren Kunden damit den Einzelpreis von 60 Euro an.

Speichern Sie Ihre Änderungen ab.

Schritt 7: Den Cache leeren und das Ergebnis prüfen

Nach dem Speichern fehlt noch ein wichtiger Schritt, damit Ihre Änderungen im Frontend sichtbar werden: das Leeren des Caches.

Gehen Sie dazu in der Administration zu "Einstellungen", dann zu "Caches und Indizes" und klicken Sie auf "Cache leeren". Dieser Schritt ist nötig, weil Shopware ohne Cache-Leerung die alten Daten weiterhin ausspielt. Diese Stelle ist erfahrungsgemäß die häufigste Fehlerquelle, wenn Konfigurationsänderungen scheinbar nicht greifen.

Sobald der Cache geleert ist, rufen Sie Ihr Produkt im Frontend auf. Unterhalb des Preises von 120 Euro erscheint nun die Information "Inhalt: 2 Stück für 60 Euro pro 1 Stück". Damit ist das Ziel erreicht. Ihre Kunden sehen auf einen Blick, dass sie pro Artikel nur 60 Euro zahlen, obwohl der Gesamtpreis bei 120 Euro liegt.

sw simplyworks einzelpreisberechnung shopware6 3 2

Darstellung des Einzelpreises

Schritt 8: Die Darstellung mit der Verpackungseinheit optimieren (Optional)

Die Anzeige funktioniert jetzt bereits korrekt, lässt sich aber noch klarer gestalten. Aktuell steht dort "2 Stück" und "pro 1 Stück". Das ist sachlich richtig, kommuniziert aber noch nicht eindeutig, dass es sich um ein Set handelt.

Hier kommt die Verpackungseinheit ins Spiel. Gehen Sie zurück in Ihr Produkt und füllen Sie das Feld "Verpackungseinheit" aus. Tragen Sie zum Beispiel "Set" ein. Bei der Verpackungseinheit Mehrzahl tragen Sie "Sets" ein.

Speichern Sie die Änderungen und leeren Sie erneut den Cache. Wenn Sie jetzt Ihr Produkt im Frontend aufrufen, sehen Sie eine deutlich klarere Darstellung: "1 Set, 2 Stück, 120 Euro" und darunter "60 Euro pro 1 Stück".

Damit ist für Ihre Kunden unmissverständlich klar: Ein Set mit zwei Stück kostet 120 Euro, und sie können auch mehrere Sets kaufen. Die Information ist transparent und professionell aufbereitet.

Erweiterte Möglichkeit: Verschiedene Mengen mit Varianten anbieten

Die Einzelpreisberechnung für ein einzelnes Produktset ist bereits ein wirksamer Hebel. Mit der Varianten-Logik in Shopware 6 lässt sich das Konzept noch einen Schritt weitertragen und Ihre Mengenstaffelung flexibler gestalten.

Mit Varianten geben Sie Ihren Kunden die Wahl zwischen unterschiedlichen Stückzahlen, zum Beispiel 1 Stück, 2 Stück, 5 Stück oder 10 Stück. Für jede Variante hinterlegen Sie eine eigene Einzelpreisberechnung. Das gibt Ihnen Spielraum bei der Preisgestaltung und macht gestaffelte Mengenrabatte transparent sichtbar.

Ein konkretes Beispiel: Sie bieten ein Produkt in folgenden Varianten an. Einzelartikel für 90 Euro, 2er Set für 120 Euro (60 Euro pro Stück), 5er Set für 250 Euro (50 Euro pro Stück), 10er Set für 450 Euro (45 Euro pro Stück). Jede Variante erhält ihre eigene Verkaufseinheit und Grundeinheit, sodass der Kunde bei jeder Option sofort den Einzelpreis sieht.

Der Vorteil dieser Lösung liegt auf der Hand. Ihre Kunden entscheiden selbst, welche Menge sie benötigen, und sehen gleichzeitig, wie viel sie bei größeren Mengen sparen. Das schafft einen Kaufanreiz für höhere Stückzahlen und erhöht potenziell Ihren Warenkorbwert.

Für die Umsetzung legen Sie zunächst Ihr Hauptprodukt an und definieren dann die verschiedenen Mengen als Varianten. In jeder Variante passen Sie den Preis sowie die Verkaufseinheit entsprechend an. Die Produkteinheit und Grundeinheit bleiben dabei gleich, nur die Verkaufseinheit ändert sich je nach Menge. So erhält jede Variante automatisch die korrekte Einzelpreisberechnung.

Diese Methode eignet sich besonders für Produkte, die regelmäßig in unterschiedlichen Mengen gekauft werden, etwa Verbrauchsmaterialien, Artikel für Wiederverkäufer oder Produkte mit attraktiven Staffelpreisen.

Praxistipp: Wie diese Funktion auf Ihre Verkäufe wirkt

Die Einzelpreisberechnung ist mehr als eine Zusatzinformation. Sie ist ein verkaufspsychologisches Werkzeug. Wenn ein Kunde zunächst 120 Euro sieht, wirkt das in der Wahrnehmung nach viel. Sobald jedoch sichtbar wird, dass ein einzelnes Produkt sonst 90 Euro kostet und im Set nur 60 Euro pro Stück, relativiert sich der Preis sofort.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass diese transparente Darstellung den Preisschmerz reduziert, Vertrauen schafft und sich messbar auf die Conversion auswirkt. Besonders bei höherpreisigen Produkten oder Mengenrabatten ist diese Funktion ein wirksamer Hebel, um Sets nicht als teurere, sondern als wirtschaftlich sinnvollere Option zu positionieren.

Fazit: Transparenz schafft Vertrauen und steigert Verkäufe

Die Einzelpreisberechnung für Produktsets ist in Shopware 6 vollständig mit Bordmitteln umsetzbar. Sie schaffen Transparenz, ohne ein zusätzliches Plugin zu installieren, und bleiben damit update-sicher und wartbar. Die Schritte sind überschaubar: Produkteinheit anlegen, Verkaufseinheit, Produkteinheit und Grundeinheit definieren, optional die Verpackungseinheit ergänzen, Cache leeren.

Das Ergebnis ist eine professionelle Preisdarstellung, die Ihren Kunden den tatsächlichen Mehrwert eines Sets sofort sichtbar macht. Damit positionieren Sie Ihre Sets nicht mehr als teurere Variante, sondern als die wirtschaftlich klügere Wahl. Bei komplexeren Set-Strukturen, kombinierten Varianten oder gestaffelten Mengenrabatten unterstütze ich Sie gern bei der sauberen Umsetzung.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/einzelpreisberechnung-fuer-produktsets/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Lizenzhygiene: Wie Sie laufende Plugin-Kosten zuverlässig kündigen https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/plugins-aus-deinem-backend-entfernen-und-lizenzkosten-sparen/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/plugins-aus-deinem-backend-entfernen-und-lizenzkosten-sparen/#comments Fri, 14 Nov 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/plugins-aus-deinem-backend-entfernen-und-lizenzkosten-sparen/ Weiterlesen

]]>

Nicht genutzte Plugins sind ein häufiger Posten in der Lizenzabrechnung von Shopware-Shops. Eine Erweiterung im Backend zu deinstallieren, reicht nicht aus, denn die laufenden Lizenzkosten entstehen nicht im Shop, sondern im Shopware Account. Wer ein Plugin sauber entfernen will, muss die Lizenz zuerst kündigen und das Plugin anschließend vollständig löschen. Nur diese Reihenfolge stellt sicher, dass keine weiteren Kosten anfallen.

Vorbereitung: Lizenz unbedingt kündigen

Bevor Sie ein Plugin aus dem Shop entfernen, kündigen Sie zunächst die Lizenz im Shopware Account. Nur wenn die Lizenz dort nicht mehr aktiv ist, wird sie auch nicht weiter berechnet. Die Trennung zwischen technischer Installation im Shop und kaufmännischer Lizenz im Account ist ein Punkt, den viele Betreiber übersehen.

Sobald die Kündigung im Account abgeschlossen ist, geht es im Shopware Backend weiter.

Erweiterung Schritt für Schritt entfernen

Öffnen Sie das Shopware Backend und wechseln Sie in den Bereich Erweiterungen und anschließend Meine Erweiterungen. Dort suchen Sie das Plugin, das Sie entfernen möchten. Rechts neben dem Eintrag finden Sie drei Punkte.

sw simplyworks unlizensierte erweiterung 3 3

Plugins im Backend deinstallieren

Über das Menü wählen Sie zunächst Deinstallieren. Damit wird das Plugin deaktiviert und aus dem laufenden Betrieb genommen. Die bisherigen Konfigurationsdaten bleiben in dieser Phase erhalten, sodass sich die Erweiterung bei Bedarf wieder aktivieren ließe.

Damit das Plugin endgültig verschwindet und keine Lizenzverletzung entstehen kann, folgt der zweite Schritt. Klicken Sie erneut auf die drei Punkte und wählen Sie Entfernen. Erst diese Aktion löscht alle Konfigurations- und Lizenzinformationen aus dem System.

sw simplyworks unlizensierte erweiterung 4 3

Plugin vollständig entfernen

Profitipp: Testshops und Staging-Umgebungen prüfen

Erhalten Sie nach der Entfernung aus dem Liveshop weiterhin Lizenzhinweise, lohnt der Blick in die Entwicklungsumgebungen. In der Praxis ist das Plugin dort häufig noch installiert und aktiv. Jeder Login in einen Test- oder Staging-Shop löst eine erneute Lizenzprüfung aus, die genau diese Meldungen produziert. Eine saubere Lizenzhygiene umfasst daher alle Umgebungen, nicht nur den Liveshop.

Ganz wichtig zum Schluss

Wenn das Plugin entfernt ist, die Lizenz im Account aber weiterhin aktiv bleibt, wird sie weiter berechnet. Entfernen allein reicht nicht aus. Die Kündigung im Shopware Account ist zwingend notwendig.

Fazit

Das Entfernen eines Plugins in Shopware 6 ist technisch in wenigen Klicks erledigt. Der wirtschaftlich entscheidende Schritt liegt davor: die Kündigung der Lizenz im Shopware Account. Wer in der Reihenfolge Lizenz kündigen, deinstallieren, vollständig entfernen vorgeht und zusätzlich seine Test- und Staging-Umgebungen prüft, beendet die laufenden Kosten zuverlässig. Bei umfangreichen Lizenzbereinigungen oder unklaren Abrechnungsposten unterstütze ich Sie gern.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/plugins-aus-deinem-backend-entfernen-und-lizenzkosten-sparen/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Shopware-Rechnungen finden: So übergeben Sie saubere Belege an Ihre Buchhaltung https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/wo-du-deine-rechnungen-fuer-shopware-lizenzen-findest/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/wo-du-deine-rechnungen-fuer-shopware-lizenzen-findest/#comments Fri, 14 Nov 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/wo-du-deine-rechnungen-fuer-shopware-lizenzen-findest/ Weiterlesen

]]>

Shopware stellt für Lizenzen und Plugin-Mietlizenzen regelmäßig Rechnungen aus. Damit diese ohne Rückfragen in Ihrer Buchhaltung landen, zeige ich Ihnen, wo Sie sie in Ihrem Shopware Account finden und wie Sie die Angaben darauf richtig einordnen.

So finden Sie die Rechnungen in Ihrem Shopware Account

Alle Rechnungen finden Sie im Bereich der Unternehmenseinstellungen Ihres Shopware Accounts. Loggen Sie sich dafür zunächst in Ihren Shopware Account ein. Nach dem Login gehen Sie in die Einstellungen. Dort sehen Sie die Unternehmenseinstellungen und darunter den Bereich Buchhaltung.

Innerhalb der Buchhaltung finden Sie drei Bereiche: eine Provisionsübersicht, Ihre hinterlegten Zahlungsarten und den Abschnitt für Rechnungen und Gutschriften. In diesem Abschnitt können Sie alle aktuellen und vergangenen Rechnungen herunterladen und direkt in Ihrer Buchhaltung weiterverarbeiten.

sw simplyworks shopware rechnungen 1 2

Rechnungen finden sich im Shopware Account

Was auf den Shopware-Rechnungen steht

Auf jeder Rechnung stehen ausschließlich die Lizenzkosten, die Shopware in diesem Monat tatsächlich berechnet hat. Wird ein Plugin beispielsweise einmal jährlich abgerechnet und fällt diese Jahresmiete genau in den Monat der Rechnung, taucht die Position dort auf. Liegt der Abrechnungszeitraum außerhalb des aktuellen Monats, erscheint das Plugin auf dieser Rechnung nicht. Für die Buchhaltung ist das ein wichtiger Punkt: Wer die Rechnungen nur stichprobenartig prüft, übersieht leicht, dass eine Jahreslizenz in einem anderen Monat fakturiert wurde als erwartet. In der Praxis lohnt es sich daher, bei Jahreslizenzen den Abrechnungsmonat einmal zu notieren, um spätere Rückfragen zu vermeiden.

Die Rechnung selbst weist Nettobeträge aus. Die Steuer wird anschließend hinzugerechnet, sodass sich daraus der zu zahlende Bruttobetrag ergibt.

Fazit

Alle Shopware-Rechnungen finden Sie im Account unter Einstellungen → Unternehmenseinstellungen → Buchhaltung. Dort stehen sämtliche aktuellen und früheren Rechnungen zum Download bereit, jeweils begrenzt auf die im entsprechenden Monat fälligen Lizenzkosten. Mit dieser Übersicht behalten Sie den Überblick über Ihre Abrechnungen und übergeben Ihrer Buchhaltung saubere, nachvollziehbare Belege. Bei komplexeren Fragen rund um Lizenzmodelle oder Abrechnungszyklen unterstütze ich Sie gern.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/wo-du-deine-rechnungen-fuer-shopware-lizenzen-findest/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Mietlizenzen in Shopware verwalten: Transparenz schaffen, Betriebskosten reduzieren https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/kosten-reduzieren-nicht-benoetigte-plugins-schnell-kuendigen/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/kosten-reduzieren-nicht-benoetigte-plugins-schnell-kuendigen/#comments Fri, 14 Nov 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/kosten-reduzieren-nicht-benoetigte-plugins-schnell-kuendigen/ Weiterlesen

]]>

Plugin-Mieten gehören zu den Kostenpositionen, die im laufenden Shop-Betrieb leicht aus dem Blick geraten. Einzelne Lizenzen wirken überschaubar, in der Summe entsteht über Monate und Jahre jedoch ein relevanter Posten in den Betriebskosten Ihres Shops. Gleichzeitig fehlt häufig der genaue Überblick: Welche Plugins werden aktuell gemietet, zu welchen Konditionen läuft die Abrechnung, und welche Erweiterungen sind im Tagesgeschäft überhaupt noch im Einsatz?

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie über Ihren Shopware Account jederzeit transparent prüfen, welche Kosten Ihre Plugin-Lizenzen verursachen, welchen Abrechnungszeitraum sie haben und wie Sie nicht mehr benötigte Mietlizenzen sauber kündigen.

Zugang zu Ihren Plugin-Lizenzen

Melden Sie sich zunächst unter account.shopware.com in Ihrem Shopware Account an. Wechseln Sie anschließend in den Bereich Shops und wählen Sie den betreffenden Shop aus.

Dort finden Sie sowohl Ihre Shopware-Subscription als auch eine Übersicht aller Plugin-Lizenzen. Diese Ansicht zeigt unmittelbar, welche Plugins laufende Mietkosten verursachen und in welcher Höhe.

sw simplyworks plugins 1 2

Abrechnungszeitraum und Kosten einsehen

Wählen Sie ein Plugin aus, öffnet sich die Detailansicht zur jeweiligen Mietlizenz. Hier finden Sie die Mietinformationen, den Abrechnungszeitraum und den Beginn der nächsten Abrechnungsperiode. Das Beispiel im Screenshot zeigt einen jährlichen Abrechnungszeitraum mit einem Preis von 299 Euro pro Jahr sowie das genaue Startdatum der Miete. In Einzelfällen kann ein älterer Preis hinterlegt sein, etwa wenn Sie zum Zeitpunkt der ursprünglichen Buchung einen Sonderpreis erhalten haben. Welche Abrechnungsvariante (jährlich oder monatlich) für Ihren Shop die richtige ist, hängt von Ihrer Liquiditätsplanung und der erwarteten Einsatzdauer des Plugins ab.

sw simplyworks plugins 2 2

Übersicht über die Miet-Lizenzen inkl. Angabe der Kosten

Falls Sie bereits ein oder mehrere Plugins gekündigt haben, zeigt die Übersicht das Ablaufdatum der jeweiligen Lizenz in einer eigenen Spalte.

Bereits die Übersichtstabelle gibt Ihnen damit jederzeit transparente Auskunft darüber, welche Plugins Sie aktuell mieten, seit wann, zu welchen Konditionen und ob bereits eine Kündigung hinterlegt ist.

Ein Shopware-Plugin kündigen

Um eine Mietlizenz zu beenden, öffnen Sie das betreffende Plugin und klicken in der Detailansicht auf den Button "Miete kündigen".

sw simplyworks plugins 3 2

Detail-Informationen zu einem Plugin

Shopware erfragt anschließend einen Grund, etwa dass Sie das Plugin nicht mehr benötigen. Sobald Sie die Auswahl bestätigen, schließt Shopware die Kündigung ab und hinterlegt sie in Ihrem Account.

Spätestens zum Ende des laufenden Mietzeitraums entfernen Sie das Plugin vollständig aus Ihrem Shopware-Backend. In der Praxis hat sich gezeigt, dass dieser Schritt häufig übersehen wird: Die Mietlizenz ist gekündigt, das Plugin bleibt aber technisch aktiv und kann je nach Funktion zu Inkonsistenzen oder unnötiger Last führen. Eine saubere Trennung schließt also auch die technische Deinstallation mit ein.

sw simplyworks plugins 4 2

Miete zum nächstmöglichen Zeitraum kündigen

Fazit

Der Shopware Account gibt Ihnen jederzeit vollständigen Einblick in Ihre Plugin-Mieten: laufende Kosten, Abrechnungszeiträume und der Status jeder einzelnen Lizenz lassen sich in wenigen Klicks prüfen. Eine regelmäßige Sichtung dieser Übersicht, idealerweise einmal im Quartal, sorgt dafür, dass nur die Erweiterungen aktiv bleiben, die Ihr Shop tatsächlich benötigt. Welche Plugins langfristig sinnvoll sind und welche sich konsolidieren lassen, ist dabei eine Frage, die sich von Shop zu Shop unterschiedlich beantwortet.

Wenn Sie für Ihren Shop eine fundierte Bestandsaufnahme der eingesetzten Plugins wünschen, etwa mit Blick auf Konsolidierung, Update-Sicherheit oder native Alternativen, unterstütze ich Sie gern.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/kosten-reduzieren-nicht-benoetigte-plugins-schnell-kuendigen/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Lieferzeiten in Shopware 6: Drei Szenarien, die Sie kennen sollten https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/verfuegbarkeits-und-lieferzeiten-einfach-erklaert/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/verfuegbarkeits-und-lieferzeiten-einfach-erklaert/#comments Fri, 14 Nov 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/verfuegbarkeits-und-lieferzeiten-einfach-erklaert/ Weiterlesen

]]>

Falsche oder fehlende Lieferzeitangaben kosten Vertrauen und damit Umsatz. Wenn ein Kunde nicht auf den ersten Blick erkennt, ob ein Produkt verfügbar ist und wann es bei ihm eintrifft, steigt die Absprungrate. Shopware 6 bietet dafür drei klar definierte Szenarien, die sich über Lagerbestand, Lieferzeit und Wiederauffüllzeit steuern lassen. Dieser Artikel zeigt, wie sich die drei Szenarien unterscheiden, wie sie konfiguriert werden und was Ihre Kunden im Shop jeweils sehen.

Der Standardfall: Produkt ist auf Lager

Wenn ein Produkt Lagerbestand hat, ist die Konfiguration am einfachsten. Im Produktbereich unter Lieferbarkeit finden Sie den aktuellen Lagerbestand, die Lieferzeit und die Wiederauffüllzeit in Tagen.

Ein Produkt mit Lagerbestand, zum Beispiel 15 Stück, ist sofort verfügbar. Die Lieferzeit, zum Beispiel 1 bis 3 Tage oder 1 bis 2 Wochen, zeigt Shopware direkt im Shop an. Ihre Kunden können das Produkt sofort bestellen, weil es im Lager liegt und direkt verschickt werden kann. Die eingetragene Lieferzeit erscheint 1:1 in der Storefront.

Shopware 6 Produktansicht: Produkt auf Lager mit normaler Lieferzeit

Produkt auf Lager, kann direkt verschickt werden

Damit ist das Verhalten für alle Produkte abgedeckt, die vorrätig sind und regulär ausgeliefert werden.

Wenn das Produkt ausverkauft ist, aber weiter bestellt werden soll

Interessanter wird es, wenn ein Produkt keinen Lagerbestand mehr hat, aber trotzdem verkauft werden soll. Shopware erlaubt hier, dass Kunden ins Minus kaufen, solange die Option Abverkauf nicht aktiviert ist.

Sobald der Lagerbestand auf 0 steht und der Verkauf weiterhin erlaubt ist, zeigt Shopware einen Hinweis an. Dort steht beispielsweise, dass das Produkt in 5 Tagen versandfertig ist. Dieser Wert entspricht der Wiederauffüllzeit. Sie geben damit an, wie lange es dauert, bis Ihr Lieferant nachliefert oder Sie das Produkt wieder produziert haben.

Shopware 6 Produktansicht: Produkt nicht auf Lager mit Wiederauffüllzeit und verlängerter Lieferzeit

Produkt nicht auf Lager, verlängerte Lieferzeit

Zusätzlich zeigt Shopware die normale Lieferzeit an, zum Beispiel 1 bis 3 Tage. Die gesamte Anzeige ergibt für Ihre Kunden ein klares Bild: Es dauert 5 Tage, bis das Produkt versandfertig ist, und danach kommt die reguläre Lieferzeit hinzu.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass diese Transparenz besser funktioniert als ein pauschales „Bald wieder verfügbar". Kunden, die eine konkrete Zeitangabe sehen, bestellen eher, als wenn sie im Unklaren gelassen werden.

Damit lassen sich Produkte verkaufen, die gerade nicht vorrätig sind, aber in absehbarer Zeit eintreffen.

Der Abverkauf: Nur vorhandene Bestände verkaufen

Der dritte Fall ist der Abverkauf. Hier sollen nur noch die vorhandenen Restbestände verkauft werden, danach verschwindet das Produkt aus dem Sortiment. Dafür aktivieren Sie im Produkt die Checkbox Abverkauf.

Solange noch Lagerbestand vorhanden ist, bleibt das Produkt verfügbar und kann mit der normalen Lieferzeit bestellt werden. Shopware verhindert jedoch, dass Ihre Kunden mehr bestellen als tatsächlich auf Lager ist. Wenn Sie zum Beispiel noch 2 Stück im Lager haben und eine Maximalabnahme von 10 festgelegt ist, lassen sich trotzdem nur 2 in den Warenkorb legen. Ein Verkauf unter 0 ist bei aktiviertem Abverkauf nicht möglich.

Shopware 6 Produktansicht: Abverkauf aktiv, nur Restbestand bestellbar

Sobald der Lagerbestand auf 0 fällt, zeigt Shopware „nicht mehr verfügbar" an. Das Produkt kann nicht mehr bestellt werden.

Shopware 6 Produktansicht: Abverkauf abgeschlossen, Produkt nicht mehr verfügbar

In den Einstellungen unter Handel > Produkte lässt sich zusätzlich festlegen, dass Produkte nach Abverkaufsende automatisch ausgeblendet werden. Damit verschwinden sie komplett aus dem Shop, sobald der Bestand aufgebraucht ist. Alternativ bleiben sie sichtbar, wenn Sie möchten, dass Kunden sehen, dass es das Produkt einmal gab. Welche Variante die richtige ist, hängt von Ihrer Sortimentsstrategie ab: Auslaufmodelle vollständig entfernen schafft Klarheit, sichtbar lassen kann Nachfragen und damit Wiederbeschaffungsimpulse erzeugen.

Fazit

Shopware 6 deckt die drei typischen Lieferbarkeits-Szenarien nativ ab. Produkte auf Lager zeigen die reguläre Lieferzeit. Produkte ohne Lagerbestand, die weiterhin verkauft werden sollen, zeigen die Wiederauffüllzeit plus Lieferzeit. Im Abverkauf verkauft sich ein Produkt nur bis zum Restbestand und wird danach je nach Einstellung ausgeblendet oder bleibt sichtbar, aber nicht kaufbar.

Korrekt konfigurierte Lieferzeitangaben schaffen Transparenz und reduzieren Rückfragen im Kundenservice. Beides wirkt sich direkt auf die Conversion und die Kundenzufriedenheit aus. Bei komplexen Szenarien, etwa bei Produkten mit variablen Lieferantenzeiten oder internationalen Versandwegen, unterstütze ich Sie gern.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/verfuegbarkeits-und-lieferzeiten-einfach-erklaert/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Eigene Produktsortierung: Topseller und Verfügbarkeit automatisch priorisieren https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/eigene-sortierung-fuer-produktkategorien-erstellen/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/eigene-sortierung-fuer-produktkategorien-erstellen/#comments Fri, 14 Nov 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/eigene-sortierung-fuer-produktkategorien-erstellen/ Weiterlesen

]]>

Wenn Produkte in Kategorieseiten unsortiert oder nach wenig aussagekräftigen Standardkriterien erscheinen, wirkt sich das direkt auf die Kaufentscheidung aus. In der Praxis zeigt sich bei vielen Shops: Nicht verfügbare Artikel stehen oben, Topseller verschwinden auf Seite zwei. Shopware 6 bietet eine native Möglichkeit, eigene Sortierungen anzulegen und als Standard zu hinterlegen. Dieser Artikel zeigt Schritt für Schritt, wie Sie eine individuelle Sortierung erstellen, die Ihre meistverkauften und verfügbaren Produkte automatisch nach vorn bringt.

Warum eine eigene Sortierung sinnvoll ist

Shopware liefert Sortierungen wie Name A bis Z, Preis aufsteigend oder Topseller mit. Für viele Geschäftsmodelle reicht das nicht aus, insbesondere wenn gut laufende Artikel gezielt sichtbar platziert und nicht verfügbare Produkte nach unten verschoben werden sollen. Eine eigene Sortierung gibt Ihnen die Kontrolle darüber, welche Produkte Ihre Kunden zuerst sehen, und zwar ohne Plugin und ohne manuelles Eingreifen pro Kategorie.

Sortierungsbereich im Admin finden

Die Sortierungen finden Sie im Shopware Admin unter Einstellungen -> Handel -> Produkte (in Shopware 6.6 nur Einstellungen -> Produkte). Am Ende der Seite befinden sich die Sortieroptionen, die auch im Storefront sichtbar sind. Jede Sortierung hat eine Priorität. Je höher diese Zahl, desto weiter oben erscheint die Sortierung im Frontend und im Admin.

sw simplyworks eigene sortierung 1 2

Sortier-Optionen sind in den Einstellungen zu finden

Neue Sortierung anlegen

Über die Schaltfläche „Neue Optionen hinzufügen" legen Sie eine neue Sortierung an. Vergeben Sie einen Namen, der im Storefront für Ihre Kunden verständlich ist. Zusätzlich hinterlegen Sie einen technischen Namen und aktivieren die Option.

Anschließend scrollen Sie weiter nach unten zu den Sortierkriterien. Shopware bietet zahlreiche Möglichkeiten: Erscheinungsdatum, Erstellungsdatum, Preis, Lagerbestand, Bewertungen oder verkaufte Einheiten. Besonders wirkungsvoll ist die Kombination mehrerer Kriterien, etwa verkaufte Einheiten und Lagerbestand.

sw simplyworks eigene sortierung 2 2

Optionen für die Sortierung festlegen

Sortierkriterien richtig einstellen

Damit Topseller oben angezeigt werden, wählen Sie „Verkaufte Einheiten" und stellen die Sortierung auf absteigend. Produkte mit vielen Verkäufen stehen dann automatisch weiter oben. Dieses Kriterium erhält die Priorität 1.

Ein häufiges Muster bei Shops mit breitem Sortiment: Zusätzlich soll der Lagerbestand berücksichtigt werden. Produkte, die gut verfügbar sind, erscheinen ebenfalls weiter oben. Wählen Sie „Lagerbestand" und stellen Sie auch hier auf absteigend. So verhindern Sie, dass fast ausverkaufte Artikel prominent angezeigt werden.

Shopware war für diese Art der kombinierten Sortierung nicht explizit konzipiert, aber genau diese Kombination löst ein häufiges Problem im Kategorie-Management: Sie priorisieren gleichzeitig nach Nachfrage und Verfügbarkeit.

sw simplyworks eigene sortierung 3 2

Neue Sortierung angelegt

Damit haben Sie eine Sortierung definiert, die zuerst nach Verkäufen und danach nach Lagerbestand sortiert. Die beliebtesten und gleichzeitig gut verfügbaren Produkte erscheinen automatisch weiter vorn.

Sortierung testen und Prioritäten anpassen

Nach dem Speichern legen Sie die neue Sortierung als Standardsortierung fest. Navigieren Sie zurück in den Bereich Produkte und wählen Sie bei „Standardsortierung" Ihren neuen Eintrag aus. Anschließend speichern Sie erneut.

sw simplyworks eigene sortierung 4 2

Neue Sortier-Option als Standard festlegen

Damit die Sortierung im Frontend an oberster Stelle erscheint, passen Sie gegebenenfalls die allgemeine Priorität an. Steht sie in der Liste der Sortierungen nicht oben, vergeben Sie eine höhere Priorität, beispielsweise 5. Nach dem Speichern und Leeren des Caches ist die Sortierung im Shop aktiv.

Beim Laden einer Kategorie sehen Sie sofort die geänderte Reihenfolge: Produkte mit vielen Verkäufen stehen weiter oben als Produkte ohne Verkäufe. Falls das Ergebnis nicht den Erwartungen entspricht, lassen sich die Prioritäten der einzelnen Kriterien jederzeit nachjustieren.

Sortierung für alle Kategorien nutzen

Sobald die Sortierung als Standardsortierung festgelegt ist, greift sie automatisch in allen Shop-Kategorien. Shopware berücksichtigt dabei nur die Produkte, die in der jeweiligen Kategorie enthalten sind. Ein manuelles Eingreifen pro Kategorie ist nicht erforderlich. Die Sortierung arbeitet nach den definierten Kriterien und sorgt konsistent für eine optimierte Produktdarstellung.

Fazit

Eine eigene Sortierung in Shopware 6 stellt sicher, dass Ihre Kunden zuerst die Produkte sehen, die sich verkaufen und verfügbar sind. Die Kombination aus verkauften Einheiten und Lagerbestand ist eine bewährte Konfiguration, die sich direkt auf die Conversion auswirkt. Da Shopware diese Funktion nativ mitbringt, ist die Lösung update-sicher, wartungsarm und unabhängig von Drittanbieter-Plugins. Wer die Sortierung noch granularer steuern möchte, kann zusätzlich mit Zusatzfeldern arbeiten und so individuelle Geschäftslogiken abbilden.

Bei komplexen Sortierungsanforderungen oder der Frage, welche Kriterien-Kombination für Ihr Sortiment die beste Wirkung erzielt, unterstütze ich Sie gern.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/eigene-sortierung-fuer-produktkategorien-erstellen/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Reibung im Bestellprozess reduzieren: Bundesländer-Abfrage deaktivieren https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/checkout-vereinfachen-bundeslandabfrage-entfernen/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/checkout-vereinfachen-bundeslandabfrage-entfernen/#comments Fri, 14 Nov 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/checkout-vereinfachen-bundeslandabfrage-entfernen/ Weiterlesen

]]>

Jeder zusätzliche Pflichtschritt im Checkout senkt die Abschlussrate. Die Bundeslandauswahl, die Shopware bei Lieferland Deutschland standardmäßig einblendet, ist genau so ein überflüssiger Schritt. Sie stammt aus einer Logik, die in Ländern wie den USA Sinn ergibt, weil dort Ortsnamen in mehreren Bundesstaaten existieren können. Für deutsche Adressen erfüllt diese Abfrage keinen Zweck. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie diese Auswahl mit Bordmitteln entfernen und Ihren Checkout konsequent auf das Wesentliche reduzieren.

Warum die Bundeslandauswahl in Deutschland überflüssig ist

Deutschland hat 16 Bundesländer, aber keinen Ort, der in mehreren Bundesländern gleichzeitig liegt. Die Regionenauswahl löst hier also kein Adressproblem, sondern erzeugt einen zusätzlichen Pflichtschritt im Bestellprozess. Welche Länder eine Regionenauswahl tatsächlich brauchen, hängt vom Zielmarkt ab: Für die USA, Kanada oder Australien ist sie unverzichtbar, für deutsche Adressen entfällt der Nutzen vollständig. In der Praxis zeigt sich, dass jeder unnötige Eingabeschritt im Checkout die Abbruchquote messbar erhöht. Wer diese Auswahl entfernt, verkürzt den Weg zur Bestellung und reduziert eine kleine, aber wiederkehrende Reibung in der Conversion-Strecke.

Wo Sie die Einstellung finden

Öffnen Sie das Shopware Admin und wechseln Sie in den Bereich Einstellungen. Dort finden Sie den Abschnitt Regional (in Shopware 6.6 ist diese Unterteilung nicht mehr vorhanden). Darunter liegt der Eintrag Länder. Ein Klick darauf öffnet die Übersicht aller angelegten Länder.

Geben Sie nun oben im Suchfeld Deutschland ein und öffnen Sie das entsprechende Land. In der Detailansicht finden Sie einen Reiter namens Länder/Regionen. Genau hier sind alle deutschen Bundesländer eingetragen.

Wie Sie die Bundesländer entfernen

Im Reiter Länder/Regionen markieren Sie die komplette Liste der Bundesländer. In der Übersicht erscheinen 16 ausgewählte Einträge, was der Anzahl der deutschen Bundesländer entspricht. Anschließend klicken Sie auf das Papierkorb-Symbol und löschen die Einträge. Damit ist der zentrale Schritt erledigt.

sw simplyworks bundesland entfernen 1 2

Bundesländer in Shopware löschen

Damit die Änderung sofort greift, leeren Sie im Anschluss den Cache. Öffnen Sie den Checkout erneut, und die Bundeslandauswahl erscheint nicht mehr. Da die Anpassung ohne Plugin und ohne Code-Eingriff auskommt, bleibt sie update-sicher und langfristig wartbar.

Was sich für Ihre Kunden ändert

Nach dem Entfernen der Auswahl müssen Kunden im deutschen Adressformular nur noch das Lieferland angeben. Eine zusätzliche Regionenauswahl ist nicht mehr nötig. Das Ergebnis: ein klareres Formular, weniger Pflichtfelder, ein flüssigerer Bestellabschluss.

Fazit

Eine kleine Konfigurationsänderung mit spürbarer Wirkung: Wer die Bundeslandauswahl für Deutschland entfernt, schließt eine wiederkehrende Reibung im Checkout und führt Kunden direkter zum Abschluss. Die Anpassung ist nativ, update-sicher und in wenigen Minuten umgesetzt. Für Shops mit deutscher Zielgruppe gehört sie zu den sinnvollen Standard-Optimierungen. Bei komplexeren Checkout-Konstellationen, etwa mit länderspezifischen Sonderregeln oder B2B-Logiken, unterstütze ich Sie gern bei der Konzeption.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/checkout-vereinfachen-bundeslandabfrage-entfernen/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Fehlerquelle Postleitzahl: So schützen Sie Ihren Checkout in Shopware 6 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/fehlerquellen-im-checkout-reduzieren-plz-validierung-aktivieren/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/fehlerquellen-im-checkout-reduzieren-plz-validierung-aktivieren/#comments Fri, 07 Nov 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/fehlerquellen-im-checkout-reduzieren-plz-validierung-aktivieren/ Weiterlesen

]]>

Eine falsch eingegebene Postleitzahl im Checkout wirkt zunächst wie eine Kleinigkeit – in der Praxis führt sie jedoch zu fehlgeleiteten Sendungen, zusätzlichem Support-Aufwand und im schlechtesten Fall zu einer Bestellung, die den Kunden nie erreicht. Fehlende Ziffern, eingefügte Leerzeichen oder ein Format, das nicht zum ausgewählten Land passt, sind dabei die häufigsten Ursachen. Shopware 6 bringt bereits eine integrierte Postleitzahlenvalidierung mit, die dieses Risiko deutlich reduziert. In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, wie Sie sie korrekt konfigurieren.

Warum die Postleitzahlenvalidierung wichtig ist

Im Standard können Kunden im Checkout nahezu beliebige Eingaben in das Postleitzahlfeld schreiben. Eine falsche oder unvollständige Postleitzahl kann dazu führen, dass Bestellungen nicht korrekt verarbeitet oder gar nicht zugestellt werden. Mit der integrierten Validierungsfunktion von Shopware stellen Sie sicher, dass nur gültige Postleitzahlen für das jeweilige Land akzeptiert werden.

So konfigurieren Sie die Postleitzahlenvalidierung in Shopware 6

Öffnen Sie zunächst das Shopware Admin-Panel. Gehen Sie in den Menüpunkt Einstellungen und wählen Sie anschließend den Bereich Regional aus. Unter diesem Punkt finden Sie die Option Länder.

Suchen Sie hier das Land, für das Sie die Validierung aktivieren möchten. In diesem Beispiel ist das Deutschland. Öffnen Sie den Eintrag und wechseln Sie in den Reiter Adressverwaltung.

sw simplyworks plz pr fung checkout 1

PLZ Validierung aktivieren

In diesem Bereich finden Sie zwei Einstellungen, die Sie unabhängig voneinander aktivieren können – welche Kombination sinnvoll ist, hängt vom Land und von Ihrem Geschäftsmodell ab:

  1. Postleitzahl ist ein Pflichtfeld: Aktivieren Sie diese Option, damit Kunden im Checkout immer eine Postleitzahl angeben müssen. So verhindern Sie, dass das Feld leer bleibt und eine Bestellung ohne Postleitzahl abgesendet wird.
  2. Postleitzahl validieren: Aktivieren Sie zusätzlich die Validierung. Shopware prüft damit automatisch, ob die eingegebene Postleitzahl dem Format des gewählten Landes entspricht. Diese Funktion steht für viele Länder zur Verfügung, insbesondere für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und einige weitere Länder.

Sobald Sie beide Einstellungen aktiviert haben, speichern Sie die Änderungen, damit sie im Checkout wirksam werden.

Test im Frontend

Öffnen Sie jetzt den Checkout: Das Feld für die Postleitzahl ist mit einem Sternchen als Pflichtfeld markiert. Geben Sie zum Beispiel eine zu kurze oder ungültige Postleitzahl ein, wie etwa „1234" für Deutschland, erscheint beim Weiterklicken eine Fehlermeldung mit dem Hinweis:

„Die eingegebene Postleitzahl hat nicht das richtige Format."

Tragen Sie dagegen eine korrekte deutsche Postleitzahl mit fünf Ziffern ein, können Sie den Bestellvorgang ohne Unterbrechung fortsetzen. Die Überprüfung erfolgt automatisch, sobald Sie zum nächsten Schritt im Checkout gehen.

sw simplyworks plz pr fung checkout 2

Fehlermeldung bei Angabe eines falschen PLZ-Formats

Ein wichtiger Hinweis: Unterschied zwischen Formatprüfung und echter Postleitzahlenprüfung

Die in Shopware 6 integrierte Postleitzahlenvalidierung überprüft nicht, ob eine eingegebene Postleitzahl tatsächlich existiert. Sie prüft lediglich, ob das Format der Postleitzahl zu dem Land passt, das der Kunde im Checkout ausgewählt hat.

Das bedeutet: Gibt ein Kunde beispielsweise „99999" als deutsche Postleitzahl an, wird diese Eingabe als gültig akzeptiert, da sie dem deutschen Format mit fünf Ziffern entspricht. Ob die Postleitzahl tatsächlich existiert oder geografisch korrekt ist, wird dabei nicht kontrolliert.

Für die meisten Shops reicht die native Formatprüfung aus, um die häufigsten Eingabefehler abzufangen. In der Praxis zeigt sich jedoch: Bei Shops mit hohem Versandaufkommen oder internationalem Geschäft lohnt sich oft eine schärfere Prüfung, da bereits wenige fehlgeleitete Sendungen pro Monat spürbare Zusatzkosten verursachen. Wenn Sie Postleitzahlen nicht nur formal, sondern auch inhaltlich prüfen möchten, benötigen Sie ein zusätzliches Plugin. Eine geeignete Lösung bietet zum Beispiel das Plugin „Länder inkl. PLZ-Prüfung" von ACRIS, das Sie im Shopware Store finden.

Dieses Plugin erweitert die Standardprüfung von Shopware und vergleicht eingegebene Postleitzahlen mit echten Postleitzahlenbereichen der jeweiligen Länder. Damit stellen Sie sicher, dass nur tatsächlich existierende Postleitzahlen akzeptiert werden.

Fazit

Mit wenigen Einstellungen aktivieren Sie in Shopware 6 die Postleitzahlenvalidierung und schließen damit eine der häufigsten Fehlerquellen im Bestellprozess. Definieren Sie die Postleitzahl als Pflichtfeld und schalten Sie zusätzlich die Validierung ein, stellen Sie sicher, dass Kunden immer eine korrekte und vollständige Postleitzahl angeben.

Shopware bringt diese Funktion standardmäßig für viele Länder mit – Sie aktivieren sie einmalig pro Land. Wichtig ist dabei, die Grenze der nativen Prüfung zu kennen: Sie prüft das Format, nicht die tatsächliche Existenz der Postleitzahl. Für die meisten Shops ist das ausreichend. Bei komplexeren Anforderungen, etwa einer geografisch validen Prüfung oder einer Kombination mit weiteren Checkout-Regeln, unterstütze ich Sie gern bei der Umsetzung.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/fehlerquellen-im-checkout-reduzieren-plz-validierung-aktivieren/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Topseller-Kategorie in Shopware 6: automatisch statt manuell gepflegt https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/topseller-kategorie-erstellen-und-produkte-automatisch-zuweisen/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/topseller-kategorie-erstellen-und-produkte-automatisch-zuweisen/#comments Fri, 07 Nov 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/topseller-kategorie-erstellen-und-produkte-automatisch-zuweisen/ Weiterlesen

]]>

Eine eigene Topseller-Kategorie zeigt Ihren Kunden auf einen Blick, welche Produkte sich am besten verkaufen. Das stärkt das Vertrauen im Kaufprozess, denn Kunden orientieren sich gern an dem, was andere bereits gekauft haben. In Shopware 6 lässt sich diese Kategorie so einrichten, dass die Produktzuweisung vollautomatisch läuft und sich bei jedem Verkauf von selbst aktualisiert.

Was Sie mit der Topseller-Kategorie erreichen

Die Kategorie zeigt automatisch alle Produkte, die sich besonders gut verkaufen. Das reduziert den Pflegeaufwand und wirkt sich zugleich auf die Kaufentscheidung aus, denn Kunden bevorzugen Produkte, die sich bei anderen bereits bewährt haben. Ein zusätzliches Plugin benötigen Sie dafür nicht, was den Shop schlank und update-sicher hält.

Grundlage dafür sind dynamische Produktgruppen. Damit legen Sie Regeln fest, nach denen Produkte automatisch anhand bestimmter Bedingungen ausgewählt werden.

Schritt 1: Topseller-Produkte identifizieren

Zunächst benötigen Sie eine Übersicht darüber, welche Produkte sich in Ihrem Shop besonders häufig verkauft haben. Öffnen Sie dazu im Shopware-Admin den Bereich Kataloge > Produkte.

In der Produktübersicht finden Sie die Spalte Verkäufe. Wird sie nicht angezeigt, öffnen Sie die Listeneinstellungen und aktivieren dort den Punkt Verkäufe. Anschließend können Sie die Spalte nach vorne ziehen, um sie im Blick zu behalten.

sw simplyworks topseller dynamische produktgruppen 1 2

Verkaufszahlen aller Produkte einsehen und Mindestverkäufe für eine Topseller-Definition festlegen

Sie sehen jetzt, wie oft jedes Produkt verkauft wurde. In einem produktiven Shop unterscheiden sich diese Zahlen naturgemäß von Produkt zu Produkt. Im Beispiel aus dem Video wurden Produkte mit mehr als zwei Verkäufen als Topseller definiert.

Schritt 2: Dynamische Produktgruppe anlegen

Damit legen Sie die Grundlage für Ihre Topseller-Kategorie. Öffnen Sie im Admin den Bereich Kataloge > Dynamische Produktgruppen und legen Sie eine neue Gruppe an, zum Beispiel mit dem Namen Topseller.

Unter Bedingungen wählen Sie den Punkt Verkäufe aus und legen fest, dass diese größer oder gleich 2 sein müssen (oder die Minimalanzahl, die Sie festlegen, zum Beispiel auch 50, 100 oder 1.000 Verkäufe). Welcher Wert sinnvoll ist, hängt von Ihrem durchschnittlichen Bestellvolumen ab und davon, was für Ihre Kunden tatsächlich als Topseller gilt.

sw simplyworks topseller dynamische produktgruppen 2 2

Dynamische Produktgruppe anlegen

Sobald Sie speichern, zeigt Ihnen die Vorschau, welche Produkte aktuell zu dieser Regel passen. Variantenprodukte werden dabei mit berücksichtigt, auch wenn sie in der normalen Produktliste nicht einzeln aufgeführt sind.

Dynamische Produktgruppen sind eigentlich für die Sortiments-Feinsteuerung gedacht, etwa für Rabattaktionen oder Cross-Selling. Für eine selbstpflegende Topseller-Kategorie funktionieren sie genauso gut, weil die Bedingung Verkäufe automatisch neu bewertet wird, sobald sich die Zahlen ändern.

Schritt 3: Kategorie „Topseller" erstellen

Nun benötigen Sie noch eine Kategorie, die diese dynamische Produktgruppe nutzt. Öffnen Sie Kataloge > Kategorien und legen Sie eine neue Kategorie mit dem Namen Topseller an. Aktivieren Sie sie direkt, damit sie im Shop sichtbar wird.

Öffnen Sie anschließend im Reiter Produkte die Einstellung Produktzuweisung. Standardmäßig ist hier die manuelle Zuweisung aktiv, bei der Sie jedes Produkt einzeln hinzufügen müssten. Damit die Auswahl automatisch geschieht, ändern Sie den Typ auf Dynamische Produktgruppe.

Danach wählen Sie im Auswahlfeld die zuvor erstellte Gruppe Topseller aus und speichern die Kategorie.

sw simplyworks topseller dynamische produktgruppen 3 2

Topseller-Kategorie anlegen

Schritt 4: Cache leeren und Ergebnis prüfen

Damit die Änderungen im Frontend sichtbar werden, leeren Sie den Cache. Rufen Sie anschließend Ihren Shop auf: Die neue Kategorie Topseller erscheint im Menü.

Darin erscheinen automatisch alle Produkte, die den Bedingungen Ihrer dynamischen Produktgruppe entsprechen, in diesem Beispiel alle Artikel mit mindestens zwei Verkäufen oder dem von Ihnen festgelegten Wert.

Fazit

Eine dynamische Topseller-Kategorie zeigt Kunden zuverlässig, welche Produkte sich bewährt haben, ohne dass jemand die Liste von Hand pflegt. Sinkt der Absatz eines Artikels, verschwindet er automatisch wieder aus der Kategorie. Steigt er, taucht er ebenso automatisch auf.

In der Praxis lohnt sich diese Automatisierung besonders für Shops mit vielen Produkten oder häufig wechselndem Sortiment, weil hier die manuelle Pflege am schnellsten veraltet. Bei komplexeren Anforderungen, etwa gestaffelten Schwellenwerten je Kategorie oder einer Kombination mit weiteren Sortierkriterien, unterstütze ich Sie gern.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/topseller-kategorie-erstellen-und-produkte-automatisch-zuweisen/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Shopware-GMV: Wie sich Ihre Lizenzgrundlage wirklich berechnet https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/was-bedeutet-gmv-in-shopware-basis-fuer-shopware-lizenzen/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/was-bedeutet-gmv-in-shopware-basis-fuer-shopware-lizenzen/#comments Fri, 07 Nov 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/was-bedeutet-gmv-in-shopware-basis-fuer-shopware-lizenzen/ Weiterlesen

]]>

Mit der Einführung der Shopware Fair Usage Policy ist der GMV (Gross Merchandise Value), also der Bruttowarenwert, zur zentralen Stellschraube für Ihre Lizenzkosten geworden. Er bestimmt, in welcher Gebührenstufe Ihr Shop landet und wie hoch Ihre monatlichen Nutzungsgebühren ausfallen.

Wer seine Kosten verlässlich planen will, muss verstehen, wie sich dieser Wert zusammensetzt und welche Geschäftsentscheidungen ihn beeinflussen. Genau darum geht es in diesem Beitrag.

Kurz vorab: Der GMV ist keine klassische Umsatzkennzahl. Rücksendungen mindern ihn nicht, Rabatte schon. Wer das nicht auf dem Schirm hat, kalkuliert seine Lizenzstufe falsch.

So setzt sich der GMV zusammen

Shopware definiert den GMV in den AGB eindeutig. Für die Berechnung gelten vier zentrale Grundsätze:

  • Rücksendungen sind enthalten. Auch retournierte Bestellungen mindern den GMV nicht. Schickt ein Kunde Ware zurück, bleibt der ursprüngliche Bestellwert in der Berechnung.
  • Rabatte mindern den GMV. Preisnachlässe, Gutscheine oder Rabattaktionen fließen in die Berechnung ein. Maßgeblich ist der tatsächliche Verkaufspreis nach Abzug aller Rabatte.
  • Steuern bleiben außen vor. Die Berechnung erfolgt auf Nettobasis, also ohne Umsatzsteuer. So bleibt der GMV unabhängig von unterschiedlichen Steuersätzen.
  • Versandkosten zählen mit. Auch die vom Kunden gezahlten Versandkosten fließen in den GMV ein.

Ein Beispiel aus der Praxis

Angenommen, Sie verkaufen im November Waren im Wert von 100.000 Euro netto. Davon entfallen 5.000 Euro auf Versandkosten und 10.000 Euro werden über Rabattaktionen abgezogen. Der GMV berechnet sich dann wie folgt:

  • 100.000 Euro (Warenwert)
  • plus 5.000 Euro (Versandkosten)
  • minus 10.000 Euro (Rabatte)
  • ergibt einen GMV von 95.000 Euro.

Selbst wenn Kunden Waren im Wert von 10.000 Euro zurücksenden, bleibt Ihr GMV bei 95.000 Euro, da Rücksendungen laut Fair Usage Policy nicht abgezogen werden.

Warum diese Kennzahl Ihre Aufmerksamkeit verdient

Der GMV ist mehr als eine Umsatzgröße. Er entscheidet direkt darüber, in welcher Gebührenstufe Ihr Shop landet und wie hoch Ihre monatlichen Nutzungskosten ausfallen. Wer die Berechnungslogik kennt, kann Geschäftsentscheidungen wie Rabattstrategien oder Versandmodelle bewusst gestalten und die Auswirkungen auf die Lizenzkosten frühzeitig einschätzen.

In der Praxis zeigt sich oft: Shops mit hohem Versandkostenanteil oder volumenstarken Rabattaktionen unterschätzen, wie deutlich sich diese Faktoren im GMV niederschlagen. Eine saubere Hochrechnung über das Geschäftsjahr schafft hier Planungssicherheit und verhindert Überraschungen beim Stufenwechsel.

Fazit zum Shopware GMV

Der GMV ist die zentrale Bemessungsgrundlage für Ihre Shopware-Lizenzkosten und keine reine Umsatzkennzahl. Er enthält Versandkosten, berücksichtigt Rabatte, basiert auf Nettowerten und ignoriert Rücksendungen. Wer diese vier Regeln kennt, kann seine monatlichen Gebühren nachvollziehen, mit der Geschäftsentwicklung in Einklang bringen und Kostensteigerungen frühzeitig erkennen.

Bei komplexen Setups, etwa B2B-Shops mit individuellen Rabattlogiken, hohen Retourenquoten oder Multi-Channel-Strukturen, lohnt sich eine fundierte Hochrechnung vor dem nächsten Stufenwechsel. In solchen Szenarien unterstütze ich Sie gern.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/was-bedeutet-gmv-in-shopware-basis-fuer-shopware-lizenzen/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Preisaktionen automatisch starten in Shopware 6 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/preisaktionen-effektiv-vorplanen/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/preisaktionen-effektiv-vorplanen/#comments Fri, 07 Nov 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/preisaktionen-effektiv-vorplanen/ Weiterlesen

]]>

Manuelle Preisaktionen sind ein Risiko, das die meisten Shopbetreiber unterschätzen: Wenn eine Kampagne exakt zur richtigen Minute starten soll, bleibt kein Raum für Ablenkung oder Verzögerung. In Shopware 6 lässt sich das vermeiden. Mit dem Rule Builder legen Sie Preisänderungen im Voraus fest – der Shop übernimmt Start und Ende automatisch, ohne dass Sie während der Kampagne selbst eingreifen müssen.

Warum Preisaktionen vorplanen?

Wer Preisaktionen manuell startet, arbeitet gegen die Uhr. Besonders wenn mehrere Produkte gleichzeitig reduziert werden oder eine Aktion auf die Minute genau beginnen soll, reicht ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, um den Start zu verpassen oder falsche Preise online zu lassen. Mit der richtigen Konfiguration in Shopware 6 planen Sie Preise im Voraus und stellen sicher, dass sie automatisch zum gewünschten Zeitpunkt aktiv werden. Das reduziert Fehler und macht Kampagnen planbar, statt sie zum Nervenkitzel zu machen.

Schritt 1: Das Produkt auswählen

Gehen Sie im Shopware-Admin in den Bereich Kataloge → Produkte. Suchen Sie das Produkt, für das Sie eine Preisaktion einplanen möchten. Im Beispiel wird der Acer Travelmate Spin B3 genutzt, der regulär 799 Euro kostet. Öffnen Sie das Produkt, um die Preiseinstellungen zu bearbeiten.

Unter Preise sehen Sie den Bruttopreis (in diesem Fall 799 Euro), den Streichpreis und den Einkaufspreis. Für die Aktion nutzen Sie aber nicht die Standardpreisfelder, sondern die Erweiterten Preise.

Schritt 2: Erweiterte Preise öffnen

Klicken Sie auf den Reiter Erweiterte Preise. Hier hinterlegen Sie verschiedene Preislogiken, zum Beispiel Staffelpreise, Händlerpreise oder zeitlich begrenzte Aktionspreise.

Für eine zeitlich begrenzte Aktion legen Sie eine neue Preisregel an. Klicken Sie auf Neue Regel erstellen und geben Sie ihr einen eindeutigen Namen, zum Beispiel Preisaktion November 2025.

Schritt 3: Regel im Rule Builder anlegen

Shopware steuert Preisänderungen über den Rule Builder. Dort legen Sie fest, wann und unter welchen Bedingungen der neue Preis aktiv wird.

Erstellen Sie eine neue Regel und wählen Sie als Bedingung Datumsbereich. Zusätzlich können Sie eine Zeitabfrage aktivieren – welche Variante passt, hängt vom Anlass ab. Für eine minutengenaue Aktion, etwa eine Karnevalsaktion von 11:11 Uhr bis 13:11 Uhr, brauchen Sie die Zeitabfrage. Für eine klassische mehrtägige Aktion reicht der Datumsbereich ohne Uhrzeit.

In der Praxis zeigt sich: Shops mit wiederkehrenden Aktionsformaten – etwa monatliche Rabattfenster oder saisonale Kampagnen – profitieren davon, einmal ein Regelmuster zu definieren und es für jede neue Aktion nur noch anzupassen, statt jedes Mal neu zu konfigurieren.

sw simplyworks preisaktionen vorplanen 3 2

Regel festlegen, in welchem Zeitraum die reduzierten Preise gelten

Im Beispiel ist der Zeitraum vom 5. November, 13:17 Uhr bis 15:15 Uhr festgelegt. Der neue Preis gilt damit automatisch für zwei Stunden.

Sie legen den Zeitraum frei fest und strecken den rabattierten Preis bei Bedarf auch über Tage oder Wochen – die Regel passt sich Ihrem Kampagnenformat an, nicht umgekehrt.

Schritt 4: Den neuen Preis festlegen

Nachdem Sie die Regel erstellt haben, definieren Sie im Produkt selbst den neuen Preis. Tragen Sie im Feld Bruttopreis den reduzierten Wert ein, zum Beispiel 499 Euro. Shopware berechnet den Nettopreis automatisch.

sw simplyworks preisaktionen vorplanen 2 2

Erweiterte Preise festlegen

Der Streichpreis bleibt unverändert bei 799 Euro. So sieht die Kundschaft im Shop auf einen Blick, wie viel sie spart.

Speichern Sie anschließend Ihre Änderungen.

Fahren Sie mit weiteren Produkten fort, die Sie in der Zukunft preislich anpassen möchten.

Schritt 5: Cache löschen

Falls der neue Preis zur geplanten Zeit nicht sichtbar ist, liegt das meist an einem zwischengespeicherten Datensatz. Gehen Sie dann in den Bereich Einstellungen → Caches & Indizes und klicken Sie auf Cache leeren. Danach zeigt der Shop die neuen Preise korrekt an.

sw simplyworks preisaktionen vorplanen 4 2

Preis aktiv, sobald die Zeitspanne der Rule Builder-Regel eintritt

Wenn die Aktion beendet ist, leeren Sie den Cache erneut. Dieser zweite Schritt wird gern vergessen, entscheidet aber darüber, ob Ihr Shop nach Kampagnenende zuverlässig die regulären Preise zeigt – in diesem Fall wieder 799 Euro. Gerade bei mehreren gleichzeitig laufenden Aktionen ist das kein optionaler Handgriff, sondern die Absicherung dafür, dass keine falschen Preise stehen bleiben.

Fazit zur Aktionsplanung

Mit den erweiterten Preisen und dem Rule Builder planen Sie Preisaktionen in Shopware 6 vollständig im Voraus. Start und Ende laufen automatisch, ohne dass Sie während der Kampagne manuell eingreifen. Das reduziert Fehlerquellen und gibt Ihnen die Sicherheit, Aktionen gezielt anzukündigen – über Newsletter, Social Media oder andere Kanäle –, ohne am Starttag selbst im Admin sitzen zu müssen.

Bei mehreren parallelen Aktionen oder komplexeren Regelkombinationen unterstütze ich Sie gern bei der Einrichtung.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/preisaktionen-effektiv-vorplanen/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Kundenkonto oder Gastkauf? Die richtige Checkout-Strategie für Ihren Shop https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/weniger-kaufabbrueche-gastkauf-richtig-nutzen/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/weniger-kaufabbrueche-gastkauf-richtig-nutzen/#comments Thu, 16 Oct 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/weniger-kaufabbrueche-gastkauf-richtig-nutzen/ Weiterlesen

]]>

Jede zusätzliche Hürde im Checkout kostet Bestellungen. Ein besonders wirksamer Hebel dafür ist der Gastkauf. Dabei legen Ihre Kunden kein Kundenkonto an, vergeben kein Passwort und schließen die Bestellung direkt ab.

Shopware 6 bietet diese Funktion bereits standardmäßig an. Sie entscheiden selbst, ob Ihre Kunden lieber ein Kundenkonto anlegen oder direkt als Gast kaufen sollen.

In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, wie Sie den Gastkauf aktivieren, welche Auswirkungen die Einstellung hat und worauf Sie bei der Entscheidung achten sollten.

Warum der Gastkauf so hilfreich ist

Viele Kunden brechen den Bestellprozess ab, sobald sie zur Kontoerstellung gezwungen werden. Bei Erstbestellungen wirkt eine verpflichtende Registrierung besonders abschreckend. Bieten Sie stattdessen einen Gastkauf an, entfällt dieser Schritt, und der Bestellvorgang wird einfacher. Das wirkt sich in der Praxis häufig unmittelbar auf die Conversion aus.

Ein Kundenkonto hat natürlich auch Vorteile. Ihre Kunden können beispielsweise Rechnungen herunterladen, ihre Daten anpassen, neue Lieferadressen hinterlegen oder vergangene Käufe wiederholen. Bei manchen Zahlungsarten ist auch eine nachträgliche Bezahlung einfacher möglich.

Die Frage ist also: Wollen Sie es Ihren Kunden so einfach wie möglich machen, oder setzen Sie stärker auf langfristige Kundenbindung? Beides ist legitim. Welche Variante zu Ihrem Shop passt, hängt von Ihrer Strategie und den Vorlieben Ihrer Zielgruppe ab.

So stellst Du den Gastkauf in Shopware 6 richtig ein

In Shopware 6 ist der Gastkauf bereits standardmäßig als Feature enthalten. Über eine zentrale Einstellung im Admin-Bereich legen Sie fest, ob beim Checkout automatisch ein Kundenkonto erstellt werden soll oder nicht.

So finden Sie die passende Einstellung:

  1. Melden Sie sich im Admin-Bereich Ihres Shopware 6 Shops an.
  2. Öffnen Sie im linken Menü den Bereich Einstellungen.
  3. Klicken Sie im Bereich Kunden auf Anmeldung & Registrierung.
  4. Dort finden Sie die Auswahl „Standardmäßig ein Kundenkonto anlegen".
sw simplyworks gastkauf 1 2

Auswahl zum Standardverhalten des Gastkaufes

Aktivieren Sie diese Option, zeigt Shopware Ihren Kunden im Checkout das Eingabefeld zur Erstellung eines Passworts an. Shopware geht dann standardmäßig davon aus, dass ein Kundenkonto gewünscht ist. Der Kunde kann diese Vorauswahl abwählen und bei der jeweiligen Bestellung ohne Kundenkonto bestellen.

Deaktivieren Sie die Option, geht Shopware davon aus, dass Ihr Kunde als Gast bestellen möchte. Das Formular zur Passworterstellung wird dann nicht automatisch angezeigt. Wer trotzdem ein Kundenkonto anlegen möchte, setzt dafür den Haken bei „Kundenkonto anlegen".

sw simplyworks gastkauf 2 2

So sieht es aus, wenn "Standardmäßig ein Kundenkonto anlegen" aktiviert ist

Testen Sie die Einstellung mit einer eigenen Bestellung. So sehen Sie unmittelbar, wie sich der Checkout je nach Konfiguration verändert.

Welche Variante passt besser zu Deinem Shop?

Diese Entscheidung hängt stark von Ihrem Geschäftsmodell und Ihrer Zielgruppe ab. Manche Shops setzen gezielt auf wiederkehrende Kunden mit festen Konten, andere wollen so wenig Reibung wie möglich beim ersten Kauf. Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht.

In der Praxis zeigt sich häufig: Bei hochpreisigen oder erklärungsbedürftigen Produkten profitieren Shops eher vom Kundenkonto, weil Kunden ohnehin wiederkommen und Vergleiche anstellen. Bei Impulskäufen und niedrigem Warenkorbwert überwiegt meist der Vorteil des Gastkaufs.

Eine gute Lösung ist es, beide Varianten gegeneinander zu testen.

Lassen Sie beispielsweise für vier Wochen die Einstellung aktiv, bei der Shopware automatisch ein Kundenkonto erstellt. Danach stellen Sie auf den Gastkauf um und beobachten ebenfalls vier Wochen, wie sich das Kaufverhalten verändert.

Achten Sie dabei auf folgende Fragen:

  • Wie viele Bestellungen gingen im vorherigen Zeitraum ein?
  • Wie viele Kunden legten dort ein Kundenkonto an?
  • Wie viele Bestellungen gingen im Testzeitraum ein?
  • Wie viele Kunden legten im Testzeitraum ein Kundenkonto an?
  • Gibt es häufiger Rückfragen, wenn kein Konto vorhanden ist?

Mit diesen Werten lässt sich zuverlässig einschätzen, was für Ihren Shop tatsächlich funktioniert.

Passwortlänge für Kundenkonto definieren

Neben der Einstellung zum Gastkauf finden Sie im gleichen Bereich auch die Option, die Mindestlänge für Kundenpasswörter festzulegen. Standardmäßig verlangt Shopware ein Passwort mit mindestens acht Zeichen. Diesen Wert können Sie jederzeit anpassen, etwa auf zehn oder zwölf Zeichen, um die Sicherheit der Kundenkonten zu erhöhen. So stellen Sie sicher, dass Ihre Kunden bei der Registrierung ein ausreichend sicheres Passwort wählen.

sw simplyworks gastkauf 3 2

Fazit zum Gastkauf in Shopware 6

Der Gastkauf ist eine native Shopware-6-Funktion und lässt sich mit wenigen Klicks aktivieren, um den Bestellprozess für Ihre Kunden spürbar zu vereinfachen.

Sie finden die Einstellung unter Einstellungen > Kunden > Anmeldung & Registrierung. Dort legen Sie fest, ob Shopware standardmäßig ein Kundenkonto anlegt oder ob Ihre Kunden als Gast bestellen können.

Welche Variante besser zu Ihrem Shop passt, entscheidet sich am zuverlässigsten im Test. Vergleichen Sie beide Einstellungen über einen längeren Zeitraum und lassen Sie die Zahlen entscheiden.

Zeigt sich, dass Ihre Kunden lieber ohne Konto bestellen, ist der Gastkauf ein wirksamer Hebel für mehr abgeschlossene Bestellungen. Bei der Auswertung oder bei komplexeren Checkout-Szenarien unterstütze ich Sie gern.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/weniger-kaufabbrueche-gastkauf-richtig-nutzen/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Das Produktmodul richtig nutzen: Filter, Mehrfachänderung, individuelle Ansicht https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/effizient-arbeiten-mit-dem-produktmodul/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/effizient-arbeiten-mit-dem-produktmodul/#comments Wed, 15 Oct 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/effizient-arbeiten-mit-dem-produktmodul/ Weiterlesen

]]>

Ein umfangreiches Produktsortiment lässt sich nur dann wirtschaftlich verwalten, wenn die Werkzeuge dahinter mitwachsen. Das Produktmodul in Shopware 6 bringt dafür bereits alles mit, was Sie brauchen, ohne dass Sie dafür Entwickler-Ressourcen einplanen müssen. In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, wie Sie gezielt nach Produkten suchen, viele Artikel in einem Arbeitsschritt bearbeiten und sich die Oberfläche so einrichten, dass sie zu Ihrem Arbeitsalltag passt.

So sparen Sie Zeit und behalten jederzeit den Überblick über Ihre Artikel.

Mehr Produkte auf einmal anzeigen: So sparen Sie sich unnötige Klicks

Standardmäßig zeigt Ihnen Shopware nur 25 Produkte pro Seite an. Bei einem umfangreichen Sortiment wird das schnell unübersichtlich. Dafür gibt es zwei Wege, die Anzeige zu erweitern.

Über das Auswahlmenü unten in der Produktliste stellen Sie die Anzeige schrittweise auf 50, 100, 250 oder 500 Produkte pro Seite um. Welche Optionen zur Verfügung stehen, hängt von der Gesamtzahl der Produkte in Ihrem Shop ab.

Alternativ steuern Sie die Anzahl direkt über die Adresszeile Ihres Browsers. In der URL finden Sie den Abschnitt index?limit=25. Ändern Sie diese Zahl, zum Beispiel auf 100, zeigt Shopware sofort 100 Produkte auf einer Seite an. Welche der beiden Varianten sich eher eignet, hängt vom Anlass ab: Für einen einmaligen Blick reicht das Menü, für wiederkehrende Arbeitsabläufe lohnt sich der direkte Weg über die URL.

Die maximale Anzahl liegt bei 500 Produkten pro Seite. Erhöhen Sie den Wert weiter, etwa auf 510, zeigt Shopware keine Liste mehr an. Beachten Sie außerdem, dass Ladezeit und Performance bei einer hohen Produktanzahl spürbar sinken können.

Produkte gezielt finden: So nutzen Sie die Filter richtig

Shopware bietet Ihnen eine breite Auswahl an Filtern, mit denen Sie genau die Produkte finden, die Sie suchen. Das ist besonders bei einem umfangreichen Sortiment hilfreich.

sw simplyworks produktmodul 1 2

Passende Produkte filtern

Sie können beispielsweise nach aktiven oder inaktiven Produkten filtern. Auch eine Suche nach Lagerbestand ist möglich. So finden Sie mit wenigen Klicks alle Artikel mit niedrigem oder sogar negativem Lagerbestand und bestellen diese gezielt nach.

Für Produkte ohne Bilder setzen Sie ebenfalls einen passenden Filter. Das hilft dabei, fehlende Medien gezielt zu ergänzen.

Zusätzlich filtern Sie Artikel nach Herstellern oder bestimmten Verkaufskanälen. Betreiben Sie mehrere Shops oder Shopbereiche, behalten Sie so leicht den Überblick.

Auch Kategorien lassen sich als Filterkriterium nutzen. Möchten Sie zum Beispiel Produkte aus den Kategorien „Bekleidung" und „Süßes" gleichzeitig anzeigen, wählen Sie beide aus und erhalten nur die passenden Artikel. Den Kategorienamen wählen Sie entweder aus der Liste oder tippen ihn direkt ein, das führt schneller zum Ziel.

Ein weiteres praktisches Werkzeug ist der Verkaufszahlen-Filter. So lassen sich zum Beispiel alle Produkte anzeigen, die mindestens 50-mal verkauft wurden. Das hilft dabei, Topseller schnell zu identifizieren.

Auch Preisfilter stehen zur Verfügung. Sie möchten alle Produkte unter 10 Euro auflisten? Kein Problem. So finden Sie schnell Ihre günstigsten Artikel und kennzeichnen diese gezielt oder ordnen sie einer speziellen Kategorie zu.

Tags sind ebenfalls hilfreich. Weisen Sie Produkten Stichwörter wie „Gratisartikel" oder „Sonderaktion" zu, filtern Sie später gezielt danach und verwalten ganze Gruppen auf einmal.

Nicht zuletzt filtern Sie nach Erscheinungsdatum. Das ist besonders bei Vorverkaufsartikeln oder saisonalen Angeboten sinnvoll, die zu einem bestimmten Zeitpunkt erscheinen sollen.

💡In der Praxis zahlt sich die Kombination mehrerer Filter aus, besonders bei umfangreichen Sortimenten führt das am schnellsten zu den passenden Produkten.

Filter speichern und wiederverwenden

Ein nützlicher Tipp: Arbeiten Sie regelmäßig mit bestimmten Filtern, speichern Sie sich den Link zur gefilterten Ansicht einfach ab. Shopware hält die Filtereinstellungen in der URL fest. Möchten Sie also bestimmte Produkte regelmäßig einsehen, legen Sie sich den Link als Lesezeichen im Browser an. Beim nächsten Öffnen sind die Filter bereits gesetzt.

Setzen Sie die Filter anschließend wieder zurück, wenn Sie mit anderen Artikeln arbeiten möchten.

Viele Produkte auf einmal bearbeiten: Die Mehrfachänderung

Mit der Mehrfachänderung bearbeiten Sie mehrere Produkte gleichzeitig. Das spart bei größeren Sortimenten erheblich Zeit.

Wählen Sie zunächst die gewünschten Artikel aus und klicken Sie auf „Mehrfachänderung starten". Anschließend legen Sie fest, welche Informationen Sie ändern möchten, dazu zählen zum Beispiel Hersteller, Aktivstatus, Steuersätze, Preise, Tags oder Lieferzeiten.

sw simplyworks produktmodul 2 2

Mehrfachänderung im Produktmodul

Setzen Sie bei jedem Feld, das Sie bearbeiten möchten, ein Häkchen. Nur dann übernimmt Shopware die Änderung. Klicken Sie danach auf „Änderungen übernehmen".

Bearbeiten Sie sehr viele Produkte gleichzeitig, bringen Sie etwas Geduld mit. Während die Änderungen übernommen werden, bleiben Sie auf der Seite. Erst wenn der Vorgang abgeschlossen ist, arbeiten Sie weiter. Verlassen Sie die Seite zu früh, übernimmt Shopware möglicherweise nicht alle Änderungen.

Kommt es zu einer Fehlermeldung, wiederholen Sie den Vorgang. Spätestens beim zweiten oder dritten Versuch hat Shopware die Änderungen erfolgreich gespeichert.

Ein typisches Beispiel: Sie filtern alle Produkte mit dem Tag „Gratisartikel", markieren sie, starten die Mehrfachänderung und wählen im Abschnitt „Tags" die Option „leeren". Dadurch entfernt Shopware alle Tags dieser Produkte in einem Schritt. Nach der Bestätigung beginnt die Verarbeitung.

Übersicht anpassen: So richten Sie die Listenansicht für Ihren Bedarf ein

Die Artikelübersicht in Shopware lässt sich flexibel gestalten, sodass Sie genau die Informationen sehen, die Sie brauchen.

sw simplyworks produktmodul 3 2

Die Spalten der Produktliste an eigene Bedürfnisse anpassen.

Aktivieren Sie den Kompaktmodus, um mehr Produkte gleichzeitig zu sehen. Bevorzugen Sie etwas mehr Abstand zwischen den Zeilen, deaktivieren Sie diesen Modus wieder. Welche Variante die richtige ist, hängt schlicht davon ab, wie Sie arbeiten.

Auch die Produktbilder blenden Sie in der Liste ein oder aus. Das ist besonders praktisch, wenn Sie optisch schnell Unterschiede erkennen möchten.

Außerdem blenden Sie Spalten aus, die Sie nicht brauchen. Interessiert Sie zum Beispiel die Produktnummer nicht, entfernen Sie sie einfach aus der Ansicht. Ebenso zeigen Sie andere Währungen an, sofern Sie diese im Shop aktiviert haben.

Die Reihenfolge der Spalten legen Sie ebenfalls selbst fest. Möchten Sie den Lagerbestand direkt neben dem Produktnamen sehen, ziehen Sie die entsprechende Spalte an die gewünschte Stelle. So entsteht genau die Übersicht, die für Ihre tägliche Arbeit sinnvoll ist.

💡Diese Einstellungen gelten individuell je Backend-User. So richten Sie sich eine passende Übersicht ein, während Kolleginnen und Kollegen unabhängig davon eine andere Ansicht konfigurieren. Bei mehreren Nutzern im Backend zahlt sich das aus: Jeder arbeitet mit der für die eigene Aufgabe sinnvollen Ansicht.

Fazit: Mehr Struktur in der Produktverwaltung

Mit den passenden Einstellungen nutzen Sie das Produktmodul in Shopware 6 deutlich effizienter. Sie arbeiten strukturierter, schneller und mit weniger Klicks.

Zusammengefasst haben Sie in diesem Beitrag gesehen:

  • wie Sie mehr Produkte gleichzeitig anzeigen
  • wie Sie mit Filtern gezielt nach Artikeln suchen
  • wie Sie mehrere Produkte in einem Schritt bearbeiten
  • wie Sie sich die Listenansicht individuell anpassen
  • wie Sie Filter als Link speichern und jederzeit wiederverwenden

Diese Funktionen sind bereits Bestandteil von Shopware 6, ganz ohne zusätzliches Plugin. Wenden Sie sie im Alltag an, sparen Sie nicht nur Zeit, sondern behalten Ihr Sortiment auch bei wachsender Artikelzahl im Griff. Sollten in Ihrem Shop komplexere Anforderungen dazukommen, etwa individuelle Filterlogiken oder eine Automatisierung der Mehrfachänderung, unterstütze ich Sie gern dabei.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/effizient-arbeiten-mit-dem-produktmodul/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Kategorie-Darstellung mit Erlebniswelten professionell gestalten https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/ansprechende-kategorie-darstellung-in-shopware-6/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/ansprechende-kategorie-darstellung-in-shopware-6/#comments Mon, 13 Oct 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/ansprechende-kategorie-darstellung-in-shopware-6/ Weiterlesen

]]>

Kategorie-Seiten gehören zu den am häufigsten aufgerufenen Einstiegspunkten in einem Onlineshop. Kunden landen dort über Suchmaschinen, interne Verlinkungen oder Kampagnen, oft ohne die Startseite je gesehen zu haben. Wie diese Seiten gestaltet sind, beeinflusst direkt, ob ein Besucher bleibt und kauft oder den Shop sofort wieder verlässt.

In der Praxis zeigt sich, dass Kategorie-Seiten mit visueller Aufbereitung messbar höhere Verweildauern erzielen. Gerade bei saisonalen Aktionen, neuen Produktserien oder besonderen Highlights lohnt es sich, die Darstellung der Kategorie gezielt zu gestalten. Mit wenigen Schritten entsteht eine hochwertige Präsentation, die Ihren Kunden auf den ersten Blick vermittelt, was sie erwartet.

Dieser Artikel zeigt Ihnen zwei wirkungsvolle Möglichkeiten, wie Sie das mit Shopware 6 umsetzen. Beide Varianten sind nativ verfügbar, also update-sicher und wartbar. Alles geschieht direkt in den Shopware Erlebniswelten.

Zuerst geht es um eine Kategorieseite mit einem großen Hintergrundbild, vergleichbar mit der Umsetzung im Lindt Onlineshop. Im zweiten Schritt folgt eine moderne Kombination aus Bild, Text und Hintergrundfarbe. Diese eignet sich besonders gut, wenn Sie Inhalte gezielter strukturieren oder redaktionell aufbereiten möchten.

Welche Variante besser zu Ihrem Shop passt, hängt vom jeweiligen Einsatzzweck und Ihrer visuellen Linie ab. Beide lassen sich individuell anpassen und direkt auf Ihre Kategorien anwenden.

Als Beispiel dient die Kategoriedarstellung im Lindt Onlineshop.

sw simplyworks ansprechender kategorieteaser 1 2
Ziel: Kategorie-Teaser wie im Lindt Onlineshop umsetzen

Möglichkeit 1: Hintergrundbild wie bei Lindt, emotional und hochwertig

Die Idee: Ein großes Hintergrundbild im oberen Bereich der Kategorieseite, darüber gut lesbarer Text. Diese Variante eignet sich hervorragend für saisonale Kampagnen oder besondere Highlights, etwa Adventskalender. Ein häufiges Muster bei Shops mit saisonalem Sortiment: Die Hintergrundbild-Variante wird gezielt für Kampagnenzeiträume eingesetzt und danach wieder zurückgebaut.

So setzen Sie das Layout um

Zuerst legen Sie in Shopware eine neue Erlebniswelt an.

  1. Gehen Sie im Adminbereich auf Inhalte > Erlebniswelten und erstellen Sie ein neues Layout.
  2. Wählen Sie den Layout-Typ Kategorie-Seite ohne Sidebar aus, also in voller Breite.
  3. Geben Sie dem Layout einen Namen, z. B. Weihnachten 2025, und klicken Sie auf „Layout erstellen".

Shopware fügt automatisch den Produktlisting-Block ein. Jetzt fügen Sie einen neuen Block oberhalb davon ein:

  1. Klicken Sie oben auf das Plus-Symbol und wählen Sie Volle Breite.
  2. In dieser Sektion fügen Sie ein Hintergrundbild ein. Laden Sie dort das Hintergrundbild hoch oder wählen Sie ein vorhandenes aus der Mediengalerie aus.
  3. Jetzt folgt der Text. Ziehen Sie einen Zwei-Spalten-Block (Text) in den Container.
  4. Fügen Sie die Informationen zum Textfeld hinzu, z. B. Alle unsere Adventskalender, und stellen Sie den Text auf H1. Zentrieren Sie ihn und färben Sie ihn bei Bedarf weiß ein, damit er sich vom Hintergrund gut abhebt.
sw simplyworks ansprechender kategorieteaser 2 1

Damit das Ganze auch optisch sauber wirkt:

  1. Stellen Sie im Layout des Containers den oberen und unteren Abstand auf z. B. 10 bis 15 Prozent, damit der Text mittig im Bild sitzt. Hier ist etwas Feinarbeit nötig, da die optimale Darstellung je nach Bild variiert.
  2. Weisen Sie das Layout einer Kategorie zu.

Abschließend sollten Sie den Cache leeren, damit die Änderungen im Frontend sichtbar werden: Einstellungen > System > Caches & Indizes > Cache leeren.

Das Ergebnis: eine deutlich hochwertigere Kategorieseite, emotional, großflächig und einladend.

Möglichkeit 2: Text-Bild-Kombination mit Hintergrundfarbe, flexibel, responsiv und modern

Wenn Sie statt eines vollflächigen Bilds eine Bild-Text-Kombination bevorzugen, funktioniert das ebenso unkompliziert. Diese Variante wirkt dezenter, ist aber sehr flexibel einsetzbar, etwa wenn Sie Produkte erklären oder thematische Kategorien bewerben möchten.

  1. In einer Erlebniswelt fügen Sie eine neue Sektion ein.
  2. Wählen Sie als Block Zwei Spalten, eine mit Teaser-Text (z. B. links Bild, rechts Text).
  3. Tauschen Sie das linke Text-Element durch ein Bild aus und laden Sie Ihr gewünschtes Motiv hoch.
  4. Im rechten Bereich geben Sie den Text ein, z. B. Alle unsere Adventskalender. Auch hier können Sie mit einer H1 arbeiten.
  5. Jetzt kommt der entscheidende Schritt: Klicken Sie auf die Sektion selbst und vergeben Sie eine Hintergrundfarbe, die exakt zu Ihrem Bild passt. Nutzen Sie dafür ein Tool wie ColorSlurp oder ein anderes Pipetten-Tool, um den Farbwert direkt aus dem Bild zu übernehmen.
  6. Fügen Sie den Farbcode im Hex-Format (z. B. #f4e9d8) ein.
  7. Stellen Sie sicher, dass der Textbereich vertikal mittig ausgerichtet ist.
  8. Im Beispiel-Bild ist der Anzeigemodus auf „Zugeschnitten" gestellt und eine Höhe von 400 Pixeln gewählt. Das sorgt für eine saubere Darstellung. Die optimale Höhe hängt allerdings vom jeweiligen Bild ab und sollte individuell geprüft werden.
sw simplyworks ansprechender kategorieteaser 3 1

Text-Bild-Kombination mit Hintergrundfarbe umsetzen

Damit das Bild ohne zusätzliche Abstände abschließt:

  1. Klicken Sie auf die Blockeinstellungen und stellen Sie den oberen und unteren Abstand auf 0 Pixel.
  2. Cache leeren und das Frontend kontrollieren.

Diese Lösung wirkt ruhig und modern. Sie eignet sich ideal für Informationsblöcke mit optischer Unterstützung.

Hinweis zur mobilen Darstellung

Ein Punkt, den Sie bei der Gestaltung berücksichtigen sollten, ist die Darstellung auf mobilen Geräten. Immer mehr Nutzer besuchen Onlineshops über Smartphones oder Tablets.

Bei der Variante mit dem vollflächigen Hintergrundbild kann es vorkommen, dass Inhalte abgeschnitten wirken oder die Lesbarkeit leidet. Shopware bietet hier zwar Anpassungsmöglichkeiten, dennoch lässt sich das gewünschte Ergebnis für alle Bildschirmgrößen nicht immer exakt treffen.

Mehr Spielraum bietet die zweite Variante, die Bild-Text-Kombination mit Hintergrundfarbe. Hier übernimmt Shopware das sogenannte „Responsive Verhalten" automatisch: Das Layout stellt sich beim Verkleinern des Bildschirms von selbst um. In der Praxis wird aus dem Zwei-Spalten-Layout eine vertikale Darstellung, bei der das Bild oberhalb oder unterhalb des Textes erscheint.

sw simplyworks ansprechender kategorieteaser 4 2

Mobile Darstellung für die beiden angelegten Kategorie-Teaser

Wenn Ihnen eine saubere Darstellung auf allen Endgeräten wichtig ist, empfiehlt sich die Bild-Text-Variante. Sie ist flexibel, übersichtlich und funktioniert auf Smartphones und Tablets ohne zusätzlichen Anpassungsaufwand.

Fazit

Beide Varianten verbessern den ersten Eindruck Ihrer Kategorie-Seiten erheblich:

  • Die Hintergrundbild-Variante wirkt besonders emotional und hochwertig. Sie eignet sich ideal für saisonale Highlights und kampagnengetriebene Kategorien.
  • Die Bild-Text-Kombination mit Hintergrundfarbe ist moderner, flexibler und bietet das bessere responsive Verhalten auf mobilen Endgeräten.

Welche Variante die richtige ist, hängt von Ihrem Sortiment, Ihrer visuellen Linie und dem jeweiligen Einsatzzweck ab. Beide Wege nutzen ausschließlich native Shopware-Funktionen und sind damit update-sicher, wartbar und langfristig stabil.

Bei komplexeren Anforderungen an die Kategoriegestaltung oder wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Variante für Ihren Shop die bessere Wahl ist, unterstütze ich Sie gern.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/ansprechende-kategorie-darstellung-in-shopware-6/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Cross-Selling-Titel nach der Migration: native Lösung ohne Plugin https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/cross-selling-titel-anpassen-z-b-nach-der-migration/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/cross-selling-titel-anpassen-z-b-nach-der-migration/#comments Mon, 13 Oct 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/cross-selling-titel-anpassen-z-b-nach-der-migration/ Weiterlesen

]]>

Shopware 5 kannte beim Cross-Selling nur zwei feste Kategorien: „Zubehörartikel" und „Ähnliche Artikel". Bei der Migration nach Shopware 6 werden diese Zuweisungen übernommen, allerdings mit den alten, oft englischen Bezeichnungen wie „Accessory Items" oder „Similar Items". Für einen deutschsprachigen Shop wirkt das unpassend und schöpft die Möglichkeiten von Shopware 6 nicht aus.

Gerade nach einer Migration fällt das schnell auf: Kunden sehen fremdsprachige Beschriftungen an Stellen, die eigentlich zum Kauf motivieren sollen. Die gute Nachricht: Diese Titel lassen sich direkt im System anpassen, ohne zusätzliches Plugin.

Der Weg führt über den Import-/Export-Bereich von Shopware 6, eine native Lösung, die auch nach künftigen Updates zuverlässig funktioniert. Der Vorgang dauert wenige Minuten und eignet sich sowohl für die Aufräumarbeiten nach einer Migration als auch für spätere Anpassungen.

Warum ist das überhaupt ein Thema?

Shopware 5 arbeitete mit festen Kategorien wie „Zubehörartikel" oder „Ähnliche Artikel". Bei der Migration nach Shopware 6 werden diese Zuweisungen automatisch übernommen, die Bezeichnungen aber unverändert mitgeschleppt. Shopware 6 geht deutlich flexibler mit Cross-Selling um, die alte, starre Einteilung lässt sich darauf nicht mehr eins zu eins abbilden.

In der Praxis zeigt sich das häufig so: Auf der Produktseite erscheint die Cross-Selling-Überschrift „Accessory Items". Technisch funktioniert das einwandfrei, wirkt in einem deutschsprachigen Shop aber wie ein Relikt aus der Migration, und genau das fällt Kunden auf.

Schritt für Schritt: So passen Sie die Cross-Selling-Titel an

Für die Anpassung der Cross-Selling-Titel benötigen Sie weder Entwickler noch eine zusätzliche Erweiterung. Shopware bringt alle nötigen Funktionen bereits mit. Die folgenden vier Schritte zeigen, wie Sie alte Titel gezielt durch neue ersetzen.

1. Export der aktuellen Cross-Selling-Titel

Öffnen Sie im Shopware-Adminbereich die Einstellungen und wechseln Sie in den Bereich Import/Export. Oben finden Sie ein Auswahlfeld für die sogenannten Profile. Geben Sie dort den Begriff „Cross" ein, Shopware zeigt Ihnen direkt das passende Profil für Cross-Selling-Zuweisungen an.

Starten Sie den Export und laden Sie die CSV-Datei herunter, die Sie im nächsten Schritt bearbeiten.

sw simplyworks crossselling titel anpassen 1 2

Cross-Selling Zuweisungen exportieren

2. Öffnen und Bearbeiten der CSV-Datei

Öffnen Sie die Datei am besten mit LibreOffice oder OpenOffice. Diese Programme geben Ihnen beim Öffnen mehr Kontrolle darüber, wie die Datei eingelesen wird, was besonders bei Sonderzeichen wie Ä, Ö oder Ü hilfreich ist. Andernfalls kommt es dort schnell zu fehlerhaften Zeichen.

In der geöffneten Datei finden Sie eine Spalte mit den bestehenden Cross-Selling-Titeln, zum Beispiel „Accessory Items".

Nutzen Sie die Suchen-und-Ersetzen-Funktion, um die unerwünschten Titel durch passende Begriffe zu ersetzen. Aus „Accessory Items" wird dann zum Beispiel „Zubehörartikel" oder eine andere Bezeichnung, die zu Ihrem Shop passt.

sw simplyworks crossselling titel anpassen 2 2

Name der Cross-Selling-Container anpassen

Speichern Sie die Datei anschließend wieder als CSV-Datei. Achten Sie dabei darauf, dass Sie Semikolon (;) als Trennzeichen verwenden. Nur so erkennt Shopware die Datei korrekt.

3. Import der bearbeiteten Datei

Gehen Sie wieder zurück zu Einstellungen > Import/Export und wechseln Sie nun in den Reiter Import.

Wählen Sie erneut das Cross-Selling-Profil aus, laden Sie Ihre überarbeitete Datei hoch und starten Sie den Import. Wer auf Nummer sicher gehen will, führt vorher einen Testlauf durch: So sehen Sie vorab, ob der Import fehlerfrei läuft, bevor die Titel tatsächlich überschrieben werden. Bei einer überschaubaren CSV-Datei wie dieser können Sie genauso gut direkt importieren.

sw simplyworks crossselling titel anpassen 3 2
Import der neuen Cross-Selling-Titel

4. Cache leeren

Die Änderungen sind sofort im Backend sichtbar. Zeigt das Frontend noch die alten Titel, liegt das am Cache.

Öffnen Sie Einstellungen > System > Caches & Indizes und klicken Sie auf Cache leeren. Laden Sie anschließend die Produktseite im Frontend neu, dort erscheint jetzt der neue Cross-Selling-Titel korrekt.

sw simplyworks crossselling titel anpassen 4 2

Geänderter Cross-Selling-Name im Frontend

Fazit

Vier Schritte, wenige Minuten, kein Plugin: So bekommen Cross-Selling-Titel nach der Migration wieder eine Bezeichnung, die zu Ihrem Shop passt. Das Vorgehen funktioniert genauso, wenn Sie später einfach andere Begriffe verwenden möchten, unabhängig von einer Migration.

Ein häufiges Muster bei Shops mit Migrationshistorie: Solche kleinen Altlasten bleiben lange unbemerkt, weil sie technisch nicht auffallen. Für Kunden sind sie es trotzdem, gerade an Stellen, die zum Kauf anregen sollen. Wenn Sie bei Ihrer Migration auf weitere solcher Stellen stoßen oder unsicher sind, wo noch alte Bezeichnungen stecken, unterstütze ich Sie gern dabei.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/cross-selling-titel-anpassen-z-b-nach-der-migration/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Neuheiten-Kategorie in Shopware 6 automatisch befüllen https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/neuheiten-kategorie-mit-automatischer-produktzuweisung/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/neuheiten-kategorie-mit-automatischer-produktzuweisung/#comments Mon, 13 Oct 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/neuheiten-kategorie-mit-automatischer-produktzuweisung/ Weiterlesen

]]>

Neue Produkte verkaufen sich nur, wenn Kunden sie finden. In vielen Shops wird die Neuheiten-Kategorie einmal befüllt und danach nie wieder angefasst. Nach ein paar Monaten stehen dort Artikel, die niemand mehr als neu wahrnimmt. Shopware 6 kann diese Zuordnung selbst übernehmen, mit Bordmitteln und ohne zusätzliches Plugin. So richten Sie das ein.

Warum eine Neuheiten-Kategorie sinnvoll ist

Neue Artikel haben keine Verkaufshistorie. Sie tauchen deshalb weder in Bestseller-Listen auf noch in der internen Verlinkung, die über Monate gewachsen ist. Eine eigene Kategorie gibt ihnen die Sichtbarkeit, die sie sonst erst nach Wochen bekommen.

Der zweite Punkt ist die Pflege. Sobald die Zuordnung über eine Regel läuft, entfällt die manuelle Arbeit. Shopware prüft selbst, welche Produkte noch in den Zeitraum fallen, und sortiert ältere aus. Sie pflegen ab jetzt eine Regel statt einer Liste.

Die Lösung kommt ohne Plugin aus. Das ist weniger ein Kostenargument als ein Wartungsargument: Was Sie mit Bordmitteln bauen, übersteht jedes Shopware-Update. Bei Plugins müssen Sie diese Frage bei jedem größeren Release neu klären.

Schritt 1: Produkte anlegen

Ein Produkt erscheint in der Neuheiten-Kategorie, wenn es innerhalb des Zeitraums erstellt wurde, den Sie im nächsten Schritt festlegen, zum Beispiel in den letzten 30 Tagen.

Das Erstelldatum vergibt Shopware automatisch beim ersten Speichern des Produkts. Nachträglich ändern lässt es sich nicht, zumindest nicht über den Shopware-Admin. Für den Alltag heißt das: Jedes Produkt, das Sie neu anlegen und aktivieren, wandert von selbst in die Kategorie, solange es die übrigen Bedingungen erfüllt.

Für einen ersten Test genügt ein einzelnes Produkt. Im Livebetrieb liegen dort natürlich verkaufsfähige Artikel.

Schritt 2: Dynamische Produktgruppe für „Neuheiten“ anlegen

Die dynamische Produktgruppe übernimmt die Auswahl. Sie definiert, welche Produkte als neu gelten, und aktualisiert sich selbst.

Öffnen Sie im Adminbereich von Shopware den Menüpunkt Kataloge → Dynamische Produktgruppen.

Legen Sie eine neue Gruppe mit dem Namen Neuheiten an. Diesen Namen sehen nur Sie und Ihr Team, im Shop taucht er nicht auf.

So legen Sie die Bedingungen fest:

Zuerst begrenzen Sie die Auswahl auf aktive Produkte. Wählen Sie dafür die Bedingung Aktiv = Ja.

Dann kommt die zweite Bedingung. Das Produkt muss innerhalb der letzten X Tage erstellt worden sein.

Wählen Sie dafür:

  • Bedingung: Erstelldatum
  • Operator 1: Zeit nach
  • Operator 2: Kleiner/Gleich
  • Wert: zum Beispiel 30 Tage

Damit landen alle Produkte in der Gruppe, die in den letzten 30 Tagen erstellt wurden. Welcher Zeitraum der richtige ist, hängt von Ihrem Sortimentsrhythmus ab. Bei wöchentlichen Wareneingängen reichen 15 Tage, bei monatlichen sind 60 realistisch, und wer zweimal im Jahr eine Kollektion aufnimmt, fährt mit 90 Tagen besser. Den Wert ändern Sie jederzeit, ohne die Kategorie anzufassen.

In der Praxis ist der zu kurz gewählte Zeitraum das häufigere Problem. Die Kategorie steht dann zeitweise leer und erzeugt genau den unfertigen Eindruck, den sie eigentlich verhindern soll.

sw simplyworks neuheiten 1 2

Dynamische Produktgruppe anlegen

Speichern Sie die Gruppe. Die Vorschau zeigt Ihnen sofort, ob Ihre Produkte korrekt erkannt werden.

Schritt 3: Kategorie „Neuheiten“ im Shop anlegen

Jetzt fehlt noch die sichtbare Kategorie, in der die neuen Produkte erscheinen.

Gehen Sie zu Kataloge → Kategorien und legen Sie eine neue Kategorie an. Platzieren Sie sie auf derselben Ebene wie Ihre bestehenden Kategorien. Geben Sie ihr den Namen Neuheiten und aktivieren Sie sie.

sw simplyworks neuheiten 2 2

Neuheiten-Kategorie anlegen

Wechseln Sie anschließend in den Bereich der Produkt-Zuweisung. Dort ist die manuelle Auswahl voreingestellt. Stellen Sie um auf Dynamische Produktgruppe und wählen Sie die Gruppe Neuheiten aus.

Speichern Sie Ihre Änderungen.

Schritt 4: Cache leeren und im Shop überprüfen

Damit die neue Kategorie im Shop erscheint, leeren Sie den Cache. Sie finden die Funktion unter Einstellungen → System → Caches & Indizes → Cache leeren.

Laden Sie danach Ihre Shopseite neu. Die Kategorie Neuheiten ist jetzt sichtbar, und jedes Produkt, das die Bedingungen erfüllt, steht darin.

Ein wichtiger Hinweis: Produkte, die Sie am selben Tag erstellt haben, erscheinen in der Regel erst am Folgetag in der Kategorie. Rechnen Sie das bei Tests und bei sehr frisch angelegten Artikeln ein.

Fazit

Die Neuheiten-Kategorie pflegt sich ab jetzt selbst. Sie weisen keine Produkte mehr manuell zu und entfernen auch keine mehr. Shopware erkennt am Erstelldatum, was neu im Sortiment ist, und aktualisiert die Kategorie im Hintergrund.

Bleibt die Kategorie einmal leer, verlängern Sie den Zeitraum in der dynamischen Produktgruppe. An der Kategorie selbst müssen Sie dafür nichts ändern.

Dieselbe Mechanik funktioniert für Sale-Kategorien oder saisonale Sortimente, sobald sich das Kriterium als Regel formulieren lässt. Wenn Sie dabei auf eine Bedingung stoßen, die sich mit den Bordmitteln nicht abbilden lässt, unterstütze ich Sie gern.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/neuheiten-kategorie-mit-automatischer-produktzuweisung/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico
Vertrauenssiegel im Shopware-6-Header platzieren https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/so-integrierst-du-vertrauensbildende-elemente-in-den-header/ https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/so-integrierst-du-vertrauensbildende-elemente-in-den-header/#comments Thu, 09 Oct 2025 00:00:00 +0000 https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/so-integrierst-du-vertrauensbildende-elemente-in-den-header/ Weiterlesen

]]>

Ein Erstbesucher entscheidet innerhalb weniger Sekunden, ob er Ihrem Shop seine Zahlungsdaten anvertraut. Er kennt Ihre Marke nicht, er kennt Ihre Retourenquote nicht und er hat keine Bestellhistorie bei Ihnen. Was ihm bleibt, sind Signale. Ein Prüfsiegel im Header ist eines der wenigen Signale, das auf jeder einzelnen Seite sichtbar ist, unabhängig davon, ob der Besucher über die Startseite, eine Kategorie oder eine Produktdetailseite einsteigt.

Diese Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie ein Siegel, etwa ein Trusted Shops Zertifikat, im Header Ihrer Shopware 6 Storefront platzieren. Sie benötigen dafür die beiden Standard-Plugins "Custom Template" und "Custom CSS".

Warum sich ein Siegel im Header lohnt

Der Header liegt auf jeder Seite Ihres Shops. Ein Siegel an dieser Stelle erreicht damit auch Besucher, die über eine Anzeige direkt auf einer Produktseite landen und Ihre Startseite nie sehen. Genau diese Gruppe hat den geringsten Vertrauensvorschuss.

sw simplyworks trusted header 1 2

Vertrauensbildendes Element im Shopware-Header einfügen

In der Praxis zeigt sich das vor allem bei Shops, die einen großen Teil ihres Traffics über bezahlte Kanäle einkaufen. Dort trifft teuer eingekaufter Besucher auf eine unbekannte Marke. Wer das Siegel direkt neben dem Logo platziert, verbindet beide Informationen in einem Blick: Wer verkauft hier, und wurde dieser Verkäufer geprüft.

So binden Sie das Siegel korrekt ein

Für diese Aufgabe gibt es kein eigenes Plugin, und Sie brauchen auch keines. Zwei Bordmittel reichen: "Custom Template" liefert den Twig-Code, "Custom CSS" das Styling. Beide arbeiten außerhalb Ihres Themes, was die Anpassung update-sicher und jederzeit rückbaubar macht.

Schritt 1: Siegel über das Custom Template Plugin einfügen

Öffnen Sie das Plugin „Custom Template“ in Ihrem Shopware-Backend und bearbeiten Sie dort die Datei mit folgendem Pfad:

storefront/layout/header/header.html.twig
sw simplyworks trusted header 2 2

TWIG-Code kopieren und anpassen

Fügen Sie dort diesen Twig-Code ein:

{% block layout_header_navigation %}
    <div class="nav-header">
        <div class="container">
            <div class="row align-items-center header-row">
                {% block layout_header_logo %}
                    <div class="col-12 col-lg-auto header-logo-col">
                        {% sw_include '@Storefront/storefront/layout/header/logo.html.twig' %}
                    </div>
                {% endblock %}
                <div class="col-12 col-lg-auto header-siegel-col">
                    <img class="img-fluid" loading="lazy" src="TRAG HIER DEN LINK ZU DEINEM SIEGEL EIN" alt="BILDBESCHREIBUNG EINFÜGEN" />
                </div>
                
                {% block layout_header_search %}
                    <div class="col-12 order-2 col-sm order-sm-1 header-search-col">
                        <div class="row">
                            <div class="col-sm-auto d-none d-sm-block d-lg-none">
                                {% block layout_header_navigation_toggle_tablet %}
                                    <div class="nav-main-toggle">
                                        {% block layout_header_navigation_toggle_tablet_button %}
                                            <button
                                                class="btn nav-main-toggle-btn header-actions-btn"
                                                type="button"
                                                {# @deprecated tag:v6.6.0 - Registering plugin on selector "data-offcanvas-menu" is deprecated. Use "data-off-canvas-menu" instead #}
                                                {% if feature('v6.6.0.0') %}
                                                    data-off-canvas-menu="true"
                                                {% else %}
                                                    data-offcanvas-menu="true"
                                                {% endif %}
                                                aria-label="{{ "general.menuLink"|trans|striptags }}"
                                            >
                                                {% block layout_header_navigation_toggle_tablet_button_icon %}
                                                    {% sw_icon 'stack' %}
                                                {% endblock %}
                                            </button>
                                        {% endblock %}
                                    </div>
                                {% endblock %}
                            </div>
                            <div class="col">
                                {% sw_include '@Storefront/storefront/layout/header/search.html.twig' %}
                            </div>
                        </div>
                    </div>
                {% endblock %}
                {% block layout_header_actions %}
                    <div class="col-12 order-1 col-sm-auto order-sm-2 header-actions-col">
                        <div class="row g-0">
                            {% block layout_header_navigation_toggle %}
                                <div class="col d-sm-none">
                                    <div class="menu-button">
                                        {% block layout_header_navigation_toggle_button %}
                                            <button
                                                class="btn nav-main-toggle-btn header-actions-btn"
                                                type="button"
                                                {# @deprecated tag:v6.6.0 - Registering plugin on selector "data-offcanvas-menu" is deprecated. Use "data-off-canvas-menu" instead #}
                                                {% if feature('v6.6.0.0') %}
                                                    data-off-canvas-menu="true"
                                                {% else %}
                                                    data-offcanvas-menu="true"
                                                {% endif %}
                                                aria-label="{{ "general.menuLink"|trans|striptags }}"
                                            >
                                                {% block layout_header_navigation_toggle_button_icon %}
                                                    {% sw_icon 'stack' %}
                                                {% endblock %}
                                            </button>
                                        {% endblock %}
                                    </div>
                                </div>
                            {% endblock %}
                            {% block layout_header_search_toggle %}
                                <div class="col-auto d-sm-none">
                                    <div class="search-toggle">
                                        <button class="btn header-actions-btn search-toggle-btn js-search-toggle-btn collapsed"
                                                type="button"
                                                data-bs-toggle="collapse"
                                                data-bs-target="#searchCollapse"
                                                aria-expanded="false"
                                                aria-controls="searchCollapse"
                                                aria-label="{{ "header.searchButton"|trans|striptags }}">
                                            {% sw_icon 'search' %}
                                        </button>
                                    </div>
                                </div>
                            {% endblock %}
                            {% if config('core.cart.wishlistEnabled') %}
                                {% block layout_header_actions_wishlist %}
                                    <div class="col-auto">
                                        <div class="header-wishlist">
                                            <a class="btn header-wishlist-btn header-actions-btn"
                                                href="{{ path('frontend.wishlist.page') }}"
                                                title="{{ 'header.wishlist'|trans|striptags }}"
                                                aria-label="{{ 'header.wishlist'|trans|striptags }}">
                                                {% sw_include '@Storefront/storefront/layout/header/actions/wishlist-widget.html.twig' %}
                                            </a>
                                        </div>
                                    </div>
                                {% endblock %}
                            {% endif %}
                            {% block layout_header_actions_account %}
                                <div class="col-auto">
                                    <div class="account-menu">
                                        {% sw_include '@Storefront/storefront/layout/header/actions/account-widget.html.twig' %}
                                    </div>
                                </div>
                            {% endblock %}
                            {% block layout_header_actions_cart %}
                                <div class="col-auto">
                                    <div
                                        class="header-cart"
                                        {# @deprecated tag:v6.6.0 - Registering plugin on selector "data-offcanvas-cart" is deprecated. Use "data-off-canvas-cart" instead #}
                                        {% if feature('v6.6.0.0') %}
                                            data-off-canvas-cart="true"
                                        {% else %}
                                            data-offcanvas-cart="true"
                                        {% endif %}
                                    >
                                        <a class="btn header-cart-btn header-actions-btn"
                                            href="{{ path('frontend.checkout.cart.page') }}"
                                            data-cart-widget="true"
                                            title="{{ 'checkout.cartTitle'|trans|striptags }}"
                                            aria-label="{{ 'checkout.cartTitle'|trans|striptags }}">
                                            {% sw_include '@Storefront/storefront/layout/header/actions/cart-widget.html.twig' %}
                                        </a>
                                    </div>
                                </div>
                            {% endblock %}
                        </div>
                    </div>
                {% endblock %}
            </div>
        </div>
    </div>
{% endblock %}

Ein Hinweis zur Sorgfalt: Sie überschreiben hier den kompletten Header-Block. Wenn Shopware das Original-Template in einer künftigen Version anpasst, greift Ihre Version weiter und die Änderung fehlt Ihnen im Frontend. Prüfen Sie diesen Override nach größeren Updates einmal gegen das aktuelle Standard-Template.

Schritt 2: CSS im Plugin „Custom CSS“ hinterlegen

Öffnen Sie jetzt das Plugin „Custom CSS“ und legen Sie dort einen neuen Container an. Fügen Sie diesen Code ein:

.header-siegel-col {
    display: none;
}

@media(min-width: 992px) {
    .header-siegel-col {
        display: block;
    }

    .header-siegel-col img {
        transition: 0.3s all ease;
        max-width: 75px;
        max-height: 75px;
    }
}

Das CSS blendet das Siegel unterhalb von 992 Pixeln Breite aus. Auf dem Smartphone bleibt der Header damit kompakt, und Suche, Warenkorb und Menü behalten ihren Platz. Da das Siegel auf maximal 75 Pixel skaliert, sollten Sie eine Grafik mit sauberer Kantenschärfe verwenden. Ein hochauflösendes PNG oder eine SVG-Datei liefert hier das bessere Ergebnis als ein kleines, bereits komprimiertes Bild.

sw simplyworks trusted header 3 2

CSS-Code einfügen

So prüfen Sie Ihre Anpassung

Speichern Sie beide Plugins, leeren Sie anschließend den Cache und kompilieren Sie das Theme neu. Rufen Sie danach das Frontend auf und kontrollieren Sie, ob das Siegel neben dem Logo sitzt. Verkleinern Sie das Browserfenster zusätzlich unter 992 Pixel, um die mobile Ansicht gegenzuprüfen.

Möchten Sie ein anderes Bild verwenden, tauschen Sie den Link im src-Attribut des <img>-Tags aus. Alles Weitere bleibt unverändert.

Fazit

Zwei Plugins, ein Twig-Block und neun Zeilen CSS. Mehr braucht ein Vertrauenssiegel im Header nicht. Sie behalten dabei die Kontrolle über Inhalt und Darstellung, ohne ein weiteres Fremdplugin in Ihren Shop zu holen, das Sie bei jedem Update mitpflegen müssen.

Wenn Ihr Header stärker vom Standard abweicht, etwa durch ein individuelles Theme oder ein bereits bestehendes Override, lohnt sich vorher ein Blick auf die vorhandene Struktur. Bei solchen Konstellationen unterstütze ich Sie gern.

]]>
https://www.marcel-krippendorf.de/tipps-tricks/so-integrierst-du-vertrauensbildende-elemente-in-den-header/feed/ 0 https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico https://www.marcel-krippendorf.de/favicon.ico