Eine eigene Topseller-Kategorie zeigt Ihren Kunden auf einen Blick, welche Produkte sich am besten verkaufen. Das stärkt das Vertrauen im Kaufprozess, denn Kunden orientieren sich gern an dem, was andere bereits gekauft haben. In Shopware 6 lässt sich diese Kategorie so einrichten, dass die Produktzuweisung vollautomatisch läuft und sich bei jedem Verkauf von selbst aktualisiert.
Was Sie mit der Topseller-Kategorie erreichen
Die Kategorie zeigt automatisch alle Produkte, die sich besonders gut verkaufen. Das reduziert den Pflegeaufwand und wirkt sich zugleich auf die Kaufentscheidung aus, denn Kunden bevorzugen Produkte, die sich bei anderen bereits bewährt haben. Ein zusätzliches Plugin benötigen Sie dafür nicht, was den Shop schlank und update-sicher hält.
Grundlage dafür sind dynamische Produktgruppen. Damit legen Sie Regeln fest, nach denen Produkte automatisch anhand bestimmter Bedingungen ausgewählt werden.
Schritt 1: Topseller-Produkte identifizieren
Zunächst benötigen Sie eine Übersicht darüber, welche Produkte sich in Ihrem Shop besonders häufig verkauft haben. Öffnen Sie dazu im Shopware-Admin den Bereich Kataloge > Produkte.
In der Produktübersicht finden Sie die Spalte Verkäufe. Wird sie nicht angezeigt, öffnen Sie die Listeneinstellungen und aktivieren dort den Punkt Verkäufe. Anschließend können Sie die Spalte nach vorne ziehen, um sie im Blick zu behalten.
Sie sehen jetzt, wie oft jedes Produkt verkauft wurde. In einem produktiven Shop unterscheiden sich diese Zahlen naturgemäß von Produkt zu Produkt. Im Beispiel aus dem Video wurden Produkte mit mehr als zwei Verkäufen als Topseller definiert.
Schritt 2: Dynamische Produktgruppe anlegen
Damit legen Sie die Grundlage für Ihre Topseller-Kategorie. Öffnen Sie im Admin den Bereich Kataloge > Dynamische Produktgruppen und legen Sie eine neue Gruppe an, zum Beispiel mit dem Namen Topseller.
Unter Bedingungen wählen Sie den Punkt Verkäufe aus und legen fest, dass diese größer oder gleich 2 sein müssen (oder die Minimalanzahl, die Sie festlegen, zum Beispiel auch 50, 100 oder 1.000 Verkäufe). Welcher Wert sinnvoll ist, hängt von Ihrem durchschnittlichen Bestellvolumen ab und davon, was für Ihre Kunden tatsächlich als Topseller gilt.
Sobald Sie speichern, zeigt Ihnen die Vorschau, welche Produkte aktuell zu dieser Regel passen. Variantenprodukte werden dabei mit berücksichtigt, auch wenn sie in der normalen Produktliste nicht einzeln aufgeführt sind.
Dynamische Produktgruppen sind eigentlich für die Sortiments-Feinsteuerung gedacht, etwa für Rabattaktionen oder Cross-Selling. Für eine selbstpflegende Topseller-Kategorie funktionieren sie genauso gut, weil die Bedingung Verkäufe automatisch neu bewertet wird, sobald sich die Zahlen ändern.
Schritt 3: Kategorie „Topseller" erstellen
Nun benötigen Sie noch eine Kategorie, die diese dynamische Produktgruppe nutzt. Öffnen Sie Kataloge > Kategorien und legen Sie eine neue Kategorie mit dem Namen Topseller an. Aktivieren Sie sie direkt, damit sie im Shop sichtbar wird.
Öffnen Sie anschließend im Reiter Produkte die Einstellung Produktzuweisung. Standardmäßig ist hier die manuelle Zuweisung aktiv, bei der Sie jedes Produkt einzeln hinzufügen müssten. Damit die Auswahl automatisch geschieht, ändern Sie den Typ auf Dynamische Produktgruppe.
Danach wählen Sie im Auswahlfeld die zuvor erstellte Gruppe Topseller aus und speichern die Kategorie.
Schritt 4: Cache leeren und Ergebnis prüfen
Damit die Änderungen im Frontend sichtbar werden, leeren Sie den Cache. Rufen Sie anschließend Ihren Shop auf: Die neue Kategorie Topseller erscheint im Menü.
Darin erscheinen automatisch alle Produkte, die den Bedingungen Ihrer dynamischen Produktgruppe entsprechen, in diesem Beispiel alle Artikel mit mindestens zwei Verkäufen oder dem von Ihnen festgelegten Wert.
Fazit
Eine dynamische Topseller-Kategorie zeigt Kunden zuverlässig, welche Produkte sich bewährt haben, ohne dass jemand die Liste von Hand pflegt. Sinkt der Absatz eines Artikels, verschwindet er automatisch wieder aus der Kategorie. Steigt er, taucht er ebenso automatisch auf.
In der Praxis lohnt sich diese Automatisierung besonders für Shops mit vielen Produkten oder häufig wechselndem Sortiment, weil hier die manuelle Pflege am schnellsten veraltet. Bei komplexeren Anforderungen, etwa gestaffelten Schwellenwerten je Kategorie oder einer Kombination mit weiteren Sortierkriterien, unterstütze ich Sie gern.










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